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Variable Kosten: eine Definition der veränderlichen Kosten

Bei betriebswirtschaftlichen Kostenrechnungen stößt man immer wieder auf den Begriff der variablen Kosten. Diese sind Teil der Gesamtkosten, die beispielsweise bei der Fertigung eines Produkts entstehen.

Die Fixkosten sind ebenfalls Bestandteil der Gesamtkosten, sind aber nicht veränderlich. Darüber hinaus gibt es noch sogenannte Mischkosten, welche sich nicht eindeutig den variablen oder den fixen Kosten zuordnen lassen.

Definition der variablen Kosten

Als variable Kosten werden meist die Kosten verstanden, welche sich durch eine Veränderung des Beschäftigungsgrads ebenfalls ändern. Unter Beschäftigungsgrad versteht man in diesem Zusammenhang in der Regel die produzierte Menge eines Produktes.

In der Praxis bedeutet das: Produziert ein Computerhersteller einen Computer mehr, so muss er zum Beispiel eine Festplatte mehr einkaufen, um den Computer fertigstellen zu können. Der Einkaufspreis für diese Festplatte gehört dann zu den variablen Kosten, da dieser Posten direkt abhängig von der Produktionsmenge ist.

Demgegenüber stehen die fixen Kosten, die in konstanter Höhe anfallen und unabhängig von der Produktionsmenge sind. Mieten für die Produktionsstätten gehören beispielsweise zu den Fixkosten. Auch Versicherungen oder die Löhne der Angestellten zählen hierzu.

Zu den variablen Kosten zählen hingegen vor allem Rohstoffe, die für die Produktion benötigt werden. Aber auch Güter zur Weiterverarbeitung, Provisionen für Verkäufer oder in Anspruch genommene Fremdleistungen verändern sich meist in Abhängigkeit zur Produktionsmenge.

Die 4 unterschiedlichen Kostenverläufe bei den variablen Kosten

Wie sich die variablen Kosten auf die Gesamtkosten auswirken, kann durchaus unterschiedlich sein. Es lassen sich vier verschiedene Verläufe unterteilen:

Man spricht von einem proportionalen Verlauf, wenn sich die variablen Kosten gleichmäßig in Abhängigkeit von der Produktionsmenge verändern. Pro mehr produziertes Stück steigen also die Kosten um einen gleichbleibenden Betrag.

Beim degressiven Verlauf steigen die variablen Kosten hingegen langsamer an. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Mengenrabatte gewährt werden, sobald das Unternehmen eine bestimmte Menge eines Gutes kauft.

Beim progressiven Verlauf steigen die variablen Kosten hingegen schneller an. Dies kann beispielsweise durch Überstunden erklärt werden, die die Arbeiter leisten müssen, wenn mehr produziert wird.

Der vierte vorstellbare Kostenverlauf wird regressiv genannt. Hier sinken die variablen Kosten bei steigender Beschäftigung. Dies ist in der Praxis eher selten der Fall, kann aber beispielsweise in einer Disco beobachtet werden, wo bei steigender Besucherzahl weniger geheizt werden muss und dieser variable Posten somit sinkt.

Die variablen Kosten als Bestandteil der Gesamtkosten

Somit ist in der Regel davon auszugehen, dass bei steigendem Beschäftigungsgrad die Gesamtkosten – also die Summe aus variablen und fixen Kosten – ansteigen. Interessanter sind jedoch zumeist die gesamten Stückkosten. Dabei werden fixe Kosten und variable Kosten durch die Anzahl der produzierten Waren geteilt.

Hierbei ist zu beobachten, dass bei steigender Produktionsmenge zumeist die Kosten pro produziertem Stück sinken. Je mehr also produziert wird, desto weniger Kosten fallen pro Einzelstück an. Dies nennt man auch das Gesetz der Massenproduktion.

10. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.