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Vereinfachte Steuererklärung – das Wichtigste auf einen Blick

Für Arbeitnehmer, deren berufliche Tätigkeit in einem normalen Beschäftigtenverhältnis geregelt ist, wirkt die Vielzahl der steuerlichen Möglichkeiten oft demotivierend auf die Abfassung der eigenen Steuererklärung.

Die Vorstellung, sich durch einen „Papierberg“ von Steuerformularen arbeiten zu müssen, die sowieso nicht zutreffend für die eigene Person sind, macht das Herangehen an die jährliche Abrechnung nicht unbedingt leichter.

Aber das Finanzamt hat schon seit Jahren ein Einsehen mit diesen Steuerbürgern und hat die vereinfachte Steuererklärung eingeführt. 2011 wurden die Bedingungen dafür weiter verbessert. Die vereinfachte Steuererklärung umfasst alles, was Bürger im Normalfall beim Fiskus geltend machen können.

Zwar passt die vereinfachte Steuererklärung nicht auf einen Bierdeckel, wie es der Unionspolitiker Friedrich Merz 2003 gefordert hatte. Aber ein DIN A 4 Bogen reicht aus. Das Formular ESt 1V, welches für die vereinfachte Steuererklärung vorgesehen ist, überschreitet diesen Umfang nicht.

Vereinfachte Steuererklärung – keine Rechenaufgabe

Das Beste ist: Von den Angaben, die das Formular umfasst, sind die meisten nur für persönliche Angaben vorgesehen. 5 weitere Formularfelder betreffen Anlagen. Überdies kann man sich auch von einem Steuerprogramm führen lassen.

Die Lösung, warum die vereinfachte Steuererklärung kein größeres Zahlenwerk werden muss, liegt in der Einführung der eTIN (electronic Taxpayer Identification Number). Diese übermittelt der Arbeitgeber zusammen mit den in individuellen Lohndaten an das Finanzamt und auch an den Arbeitnehmer.

Mit der Angabe der eTIN kann das Finanzamt jede Steuererklärung zuordnen und die entsprechenden Daten für die Einkommensteuererklärung verwenden. Jeder Arbeitnehmer, der die vereinfachte Steuererklärung nutzt, braucht also nur seine vom Arbeitgeber übermittelte eTIN in der Steuererklärung angeben.

Weder müssen die Zahlen eingetragen noch ein Ausdruck der Lohnsteuerbescheinigung beigefügt werden. Die vereinfachte Steuererklärung spart Zeit und ist mit wenig Aufwand erledigt.

Vereinfachte Steuererklärung – was und wen sie erfasst

Der Arbeitslohn, Versorgungsbezüge oder Lohnersatzleistungen werden mit den von der Steuergesetzgebung für das Veranlagungsjahr allgemein vorgesehenen Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen in Beziehung gesetzt und daraus die fällige Steuer errechnet.

Machen Arbeitnehmer weitere Werbungskosten geltend (wie z.B. für ein häusliches Arbeitszimmer) oder beziehen weitere Einkünfte (wie z.B. Einnahmen aus Vermietung), können sie die vereinfachte Steuererklärung nicht anwenden. Von Ehegatten kann die vereinfachte Steuererklärung nur gewählt werden, wenn sie auch gemeinsam veranlagt werden.

Neben dem Ausschluss von Einkünften oder Steuerminderungen, die den Rahmen der vereinfachten Steuererklärung übersteigen, gibt es weitere Fälle, die ausgeschlossen sind. Das betrifft vor allem ausländische Einkünfte, u.a. auch Kapitalerträge, die nicht in Deutschland versteuert wurden.

Die vereinfachte Steuererklärung bedeutet nicht den Verzicht auf die steuerliche Einbeziehung von Kindern, Vermögenswirksamen Leistungen oder den Sonderausgabenabzug für die Riester-Rente. Jede der dafür vorgesehenen Anlagen kann auch mit der vereinfachten Steuererklärung eingereicht werden und wird entsprechend vom Finanzamt bearbeitet.

30. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.