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Verkaufs-Optionen: Beim Kursverfall gewinnen

Als Anleger können Sie unerwartete Ereignisse, wie Naturkatastrophen oder Terroranschläge nie vorwegnehmen können, doch sie machen Ihnen deutlich, wie wichtig es ist, an der Börse nicht nur in eine Richtung zu denken.

Auch wenn es langfristig an den Aktienmärkten immer nach oben gehen wird, gehören Kursrückschläge, kurz oder längerfristige Abwärtsbewegungen (Baisse), ebenso zum Leben an der Börse.

Sie können mit dem Kauf von Verkaufs-Optionen oder Optionsscheinen diese Bewegungen nutzen.

Mehr dazu: Fallende Kurse an der Börse: So sichern Sie Ihre Gewinne

So wirken Verkaufs-Optionen oder Optionsscheinen

Falls Sie schon länger am Aktienmarkt aktiv sind, werden Sie aber auch wissen, dass es einem als Anleger sehr schwer fällt, längere Abwärtsbewegungen bei seinen Anlageentscheidungen gebührend zu berücksichtigen.

Wenn die Kurse zurückfallen, erinnert man sich viel lieber daran, dass sie irgendwann ja auch wieder steigen müssen.

Und so setzt man selbst in kritischen Phasen häufig eher auf eine Erholung und verändert an seinem Depot ansonsten nur wenig, statt sich auf solche Kursrückschläge gezielt einzustellen und daran womöglich noch zu verdienen.

Eine Möglichkeit, Abwärtsbewegungen an der Börse gezielt zu nutzen, ist der Kauf von Verkaufs-Optionen oder Optionsscheinen.

Damit gewinnen Sie überproportional, wenn die Kurse des entsprechenden Basiswertes – also einer Aktie, einer Währung oder eines Börsenindexes – fallen.

Auf diese Weise können Sie als spekulativ orientierter Anleger beispielsweise mit einem Verkaufs-Optionsschein gezielt auf zurückgehende Kurse setzen.

Als risikobewusster Anleger können Sie damit aber auch bestehende und weiter für aussichtsreich gehaltene Positionen Ihres Depots tendenziell absichern.

Denn während Ihr Depot aufgrund des Kursrückgangs an Wert verliert, gewinnen Sie mit den Verkaufs-Optionsscheinen.


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Welche Gewinnmöglichkeiten Ihnen Verkaufs-Optionsscheine bieten

Mit Verkaufs-Optionsscheinen (Put Warrants) setzen Sie auf den Kursrückgang einer Aktie, eines Indexes, einer Währung oder ähnlicher „Basiswerte“, mit Kauf-Optionsscheinen (Call Warrants) auf einen Kursanstieg.

Verkaufs-Optionsscheine bieten Ihnen daher hervorragende Möglichkeiten, an fallenden Kursen zu verdienen. Sie können sie einsetzen zur

  • Ausnutzung des Hebeleffekts: Wenn Sie vom Kursverfall eines Basiswerts fest überzeugt sind, gewinnen Sie daran mit Verkaufs-Optionsscheinen überproportional.
  • Schonung der eigenen Liquidität: Trotz eines geringeren Kapitaleinsatzes nehmen Sie an der negativen Entwicklung des Basiswerts in vollem Ausmaß teil.
  • Absicherung einer bestehenden Position: Sie erwarten einen kräftigen Kursrückschlag bei einer Aktie oder einer Währung, in der Sie investiert sind, oder auf einem Markt, in dem Sie einen erheblichen Teil Ihres Aktiendepots angelegt haben, rechnen danach aber schon bald wieder mit einer Erholung.
  • Statt Ihre Positionen vorübergehend aufzulösen, was auch wegen der zwölfmonatigen Spekulationsfrist unter steuerlichen Gesichtspunkten für Sie unter Umständen nachteilig wäre, erwerben Sie Put-Optionsscheine, deren Gewinne die im Depot durch den Kursrückgang entstehenden Verluste tendenziell ausgleichen.
  • Risikobegrenzung: Sie wollen Ihr Anlagerisiko fest begrenzen. Bei Verkaufs-Optionsscheinen verlieren Sie maximal den insgesamt dafür eingesetzten Betrag, weil es – anders als bei Futures – keine Nachschusspflicht gibt.
  • Spekulation à la baisse: Sie nutzen Optionsscheine, um damit auf den Rückgang von Aktien, einer ganzen Börse, einer Währung und anderer Basiswerte zu spekulieren.

Auf welche Risiken Sie unbedingt achten sollten

Den überproportionalen Chancen, die Sie mit VerkaufsOptionsscheinen wahrnehmen können, stehen aber auch überproportionale Risiken gegenüber.

  • Wenn der Kurs der Aktie, der Währung oder des Indexes entgegen Ihrer Erwartung steigt, verlieren Sie mit Verkaufs-Optionsscheinen – je nach Höhe des zugrunde liegenden Hebels – überproportional.
  • Da Optionsscheine nur eine begrenzte Laufzeit haben, besteht die Gefahr, dass Sie damit bis zu diesem Zeitpunkt nicht wieder in die Gewinnzone kommen, sondern Ihren Einsatz im Extremfall sogar ganz verlieren.
  • Dieses Risiko ist umso größer, je kürzer die Restlaufzeit des Optionsscheins ist.
  • Falls Sie sich einen Optionsschein ausgesucht haben, der kaum gehandelt wird, sind Sie auf die Marktpflege der emittierenden Bank angewiesen.
  • Daher besteht die Gefahr, dass Sie – besonders in einer kritischen Börsensituation – die Scheine nur zu einem sehr niedrigen Preis verkaufen oder zu einem überhöhten Preis erwerben können, wenn der Emittent diese Aufgabe nicht gewissenhaft wahrnimmt.

Checkliste: Mit diesen fünf „eisernen Regeln“ sichern Sie sich den Anlageerfolg

Da die Gewinn und Verlustentwicklung bei Optionsscheinen sehr viel nachhaltiger verläuft als beim jeweils zugrunde liegenden Basisinstrument, rate ich Ihnen, nach folgenden „eisernen Regeln“ zu verfahren:

  • Engagieren Sie sich in Verkaufs-Optionsscheinen nur dann, wenn die Chancen auf kurzfristig fallende Notierungen mindestens drei oder besser noch vier zu eins für Sie stehen, und lassen Sie alle nur „eventuell gegebenen“ Chancen aus!
  • Besser ein- bis zweimal im Jahr ein Optionsscheininvestment mit sehr guten Gewinnmöglichkeiten als viele Scheine, bei denen Ihre Risiken fast so groß sind wie Ihre Chancen.
  • Investieren Sie nur in solche Scheine, bei denen Sie aufgrund eines großen Emissions und Umsatzvolumens oder der bisherigen Handhabung durch den Emittenten sicher sein können, sie börsentäglich jederzeit wieder veräußern zu können!
  • Kaufen Sie (gegebenenfalls auch über mehrere Tage) unter Vorgabe eines Kurslimits nach dem Staffelprinzip.
  • Limitieren Sie 1/3 zu einem marktgerechten Kurs; legen Sie 1/3 mit einem „Abstauberlimit“ um 20% unterhalb des zu erwartenden Preises fest, und behalten Sie 1/3 der vorgesehenen Summe als eiserne Sicherheitsreserve zurück, um bei fallenden Optionsscheinnotierungen jederzeit die Möglichkeit zum Nachkaufen und Verbilligen zu haben.
  • Legen Sie von vornherein ein Stop-Loss-Limit zur Verlustbegrenzung um etwa 20% unterhalb des erzielten durchschnittlichen Kaufpreises fest, und verkaufen Sie Ihre Scheine unbesehen, wenn diese Marke erreicht wird.

17. Oktober 2001

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.