MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Verlust der EC-Karte kann ins Geld gehen

Durch die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die von Banken und Sparkassen in den letzten Wochen verschickt worden sind, wird die Haftung bei verlorenen oder gestohlenen EC-Karten neu geregelt:

Ab dem 31. Oktober haften Bankkunden in diesen Fällen mit bis zu 150 € Selbstbeteiligung. Bislang lag die Haftung komplett bei der Bank, sofern keine grobe Fahrlässigkeit vorlag.

Bis zu 150 € Selbstbeteiligung ab 31.10.2009

Es gibt wohl kaum jemand, der seine EC-Karte nicht mit Argusaugen hütet, doch gegen einen Diebstahl oder Überfall ist niemand gefeit und auch ein anderweitiger Verlust kann durchaus vorkommen.

Die Folgen sind dramatisch: Ist die EC-Karte erst einmal weg, wird Ihr Konto binnen kürzester Zeit geplündert – so schnell können Sie meist nicht reagieren. Was aber tun, wenn die Karte tatsächlich weg ist?

  • Rufen Sie sofort, nachdem Sie den Kartenverlust bemerkt haben, bei der kostenlosen zentralen Sperrnummer 116 116 an! Die Sperrvermittlung steht 24 Stunden lang an 7 Tagen in der Woche zur Verfügung. Für Sprach- und Hörbehinderte ist die Service-Nummer auch faxfähig. Wenn Sie aus dem Ausland anrufen, wählen Sie die + 49 116 116, allerdings kostenpflichtig. Sollte diese Hotline aus dem Ausland nicht erreichbar sein, steht zusätzlich die Rufnummer + 49 30 4050 4050 bereit. Denn erst mit der Kartensperre sorgen Sie dafür, dass die Banken für den Schaden aufkommen müssen.
  • Gehen Sie danach zur Polizei und erstatten Sie Anzeige!
  • Informieren Sie Ihre Bank!

Verfügungs-Limit hilft bei Verlust der EC-Karte

Sie können auch zur Vorsorge beim Karten-Missbrauch beitragen, indem Sie bei Ihrer Bank ein tägliches Verfügungslimit festlegen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Je geringer es ausfällt, desto weniger können Gauner von Ihrem Konto plündern, bevor Sie den Kartenverlust bemerken.

Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass die übliche Haftungsgrenze von 500 € täglich nicht überschritten wird!

Haben Sie ein höheres Abhebungs-Limit vereinbart, werden Ihnen auch diese Beträge erstattet, allerdings müssen Sie im Schadensfall einen Eigenanteil von 500 € tragen.

Angebot von GeVestor nutzen: Mit unserem Kreditvergleichs-Rechner direkt den günstigsten Kredit ermitteln. Einfach Summe und Laufzeit eingeben – fertig. Gleich testen.

Fahrlässigkeit bei EC-Karten-Verlust ausschließen

Waren die Diebe schneller als Sie und haben sich schon vor der Kartensperrung an Ihrem Geld bereichert, dann haften Sie zumindest dann, wenn die Bank Ihnen nachweisen kann, „grob fahrlässig“ gehandelt zu haben.

Das gilt v. a. dann, wenn Sie Ihre Karte und PIN-Nummer zusammen aufbewahrt haben, sich die PIN auf Ihrer Karte notiert oder Sie Dritten weitergegeben haben und wenn Sie den Kartenverlust nicht umgehend melden.

Dass ein Betrüger die richtige PIN auf Anhieb eingibt, gilt als Indiz für eine solche Fahrlässigkeit.

Diese Gefahr können Sie aber wirklich von vornherein vermeiden, indem Sie sich die PIN merken und sie niemals aufschreiben.

Kosten können dennoch entstehen

Ab dem 31. Oktober 2009 haften Bankkunden dennoch mit bis zu 150 € für entstandene Kosten, falls die EC-Karte zuvor von Fremden missbraucht wurde.

Falls die Bank nicht informiert wird, kann die Haftung auch noch höher ausfallen. Entstehen weitere Kosten, nachdem das Geldinstitut informiert wurde, haftet die Bank.

Falls sich der Bankkunde jedoch grob fahrlässig verhalten oder seine Sorgfaltspflicht verletzt hat, kann dies zu einem Verlust des Haftungsschutzes führen und der Kunde haftet unbegrenzt.

Grob fahrlässiges Verhalten ist beispielsweise der Klassiker „PIN-Nummer auf der EC-Karte notieren“.

Beweispflicht liegt bei den Banken…

Diese Änderung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken und Sparkassen klingt negativ und kann wirklich den eigenen Geldbeutel belasten, jedoch liegt die Beweispflicht künftig bei der Bank und nicht mehr beim Kunden.

Diese Änderung ist vorteilhaft für Bankkunden, da sie dadurch in Streitfällen wesentlich bessere Karten haben. Sie sollten also in jedem Fall bei Ihrer Bank nachfragen, wie sich das Geldinstitut im Verlustfall verhält.

Mehrere Banken weichen von dieser Regelung nämlich ab und verlangen lediglich eine maximale Selbstbeteiligung von 50 € oder verzichten gleich ganz auf die Selbstbeteiligung.

…und das ist auch gut so!

Denn eigentlich ist es unzumutbar, dass Bankkunden bis zur Sperrung der EC-Karte für entstehende Kosten in Höhe von 150 € selbst aufkommen müssen.

Oder wollen Sie erst Ihre EC-Karte sperren, bevor Sie Polizei und Krankenwagen rufen, wenn Sie überfallen und möglicherweise sogar zusammengeschlagen wurden…?

13. Oktober 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.