MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Vermieter: wichtige Formvorschriften bei einer Mieterhöhung

Eine Mieterhöhung ist für Vermieter nicht sonderlich schwierig durchzusetzen. Allerdings haben Vermieter die Formvorschriften penibel einzuhalten. Das gilt insbesondere für die Form und Begründung der Mieterhöhung.

Wenn man die neue Miete berechnet hat, können diese

  • gegenüber den Mietern
  • in Textform
  • mit Begründung

geltend gemacht werden.

Vermieter sollten aus Beweisgründen immer die Schriftform wählen. Weiterhin sollte auch eine Beweisbarkeit des Zuganges des Erhöhungsverlangens sichergestellt werden: Das geht per Übergabe- oder Einwurfeinschreiben, Einschreiben mit Rückschein oder am besten per Bote oder Gerichtsvollzieher.

Im Schreiben sollte man den Mieter auch gleich darauf hinweisen, bis wann er seine Zustimmung zu erteilen hat.

Wichtig: Die Begründung des Erhöhungsverlangens sehr sorgfältig erstellen

  • Zunächst den Betrag nennen, auf den die Miete erhöht werden soll.

  • Betriebskostenabrechnung 2016:
    Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

    Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

    Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

    Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


  • Dazu gehört auch die Angabe der Wohnfläche der Wohnung in Quadratmetern und der neue Quadratmeterpreis.
  • Die Wohnungsgröße muss den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Im Zweifel sollte nochmals nachgemessen werden.
  • Das Gesetz lässt folgende Begründungen für die Mieterhöhung zu:
  1. Mietspiegel

    Zunächst kann eine Erhöhung unter Bezugnahme auf einen Mietspiegel begründet werden. Der Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete, die von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Mieter und Vermieter gemeinsam erstellt oder anerkannt worden ist.

Musterformulierung:

Die Miete für Ihre Wohnung ist seit über 1 Jahr unverändert. Mir steht nach § 558 BGB ein Anspruch auf Zustimmung zu einer Mieterhöhung zu. Ich fordere Sie deshalb auf, einer Mieterhöhung von bisher … € auf … € ab dem … zuzustimmen. Die übrigen Vereinbarungen des Mietvertrages bleiben unverändert. Auch weiterhin ist eine Nebenkostenvorauszahlung auf die Betriebskosten in Höhe von … € zu zahlen. Die von Ihnen angemietete Wohnung ist … qm groß und wurde im Jahr … gebaut. Nach dem Mietspiegel ist die Wohnung daher folgendermaßen einzugruppieren: …

Der Mietspiegel sieht dafür eine Spanne von … € bis … € pro Quadratmeter vor. Die Vergleichsmiete ist aus dem oberen Drittel zu entnehmen, da die Wohnung hinsichtlich der Ausstattung und der Lage eine überdurchschnittliche Bewertung erforderlich macht. Dafür spricht …

Durch die Mieterhöhung wird auch die Kappungsgrenze nicht erreicht. Ich darf Sie deshalb bitten, Ihre Zustimmungserklärung abzugeben.

Datum, Unterschrift

  • Am besten geeignet ist ein qualifizierter Mietspiegel. Er muss nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Gemeinde oder Interessenvertretern anerkannt worden sein.
  1. Mietdatenbank

    Eine Mieterhöhung kann man auch mit Hilfe einer Mietdatenbank begründen. Eine solche Datenbank existiert aber derzeit lediglich in wenigen Städten.

  2. Sachverständigengutachten

    Ein Sachverständigengutachten als Begründung für eine Mieterhöhung sollte nur in Auftrag gegeben werden, wenn eine andere Möglichkeit nicht besteht. Es ist im Zweifel als Parteigutachten vor Gericht nicht zu verwerten und man muss mit Kosten von mindestens 500 € rechnen.

  3. Vergleichbare Wohnungen

    Eine bessere Möglichkeit ist es für Vermieter, 3 Vergleichswohnungen zu benennen und damit das Mieterhöhungsverlangen zu begründen. Man kann auch gerne noch mehr Vergleichswohnungen aufführen. Das hat den Vorteil, dass das Erhöhungsverlangen nicht unwirksam wird, wenn eine Wohnung vielleicht doch nicht vergleichbar sein sollte.

19. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten