Meldungen aus dem Sommer führten viele Immobilienbesitzer und –eigentümer in die Irre.
Danach konnten Sie Ihr Haus sanieren und dämmen, der Gesetzgeber würde diese Maßnahmen steuerlich fördern. Nichts davon ist wahr, stellt sich jetzt allerdings heraus.
Denn: ein neuer Entwurf in Berlin schädigt Hausbesitzer, die erste Maßnahmen bereits eingeleitet haben. Beachten Sie, dass Ihre Rendite in Gefahr ist, ob Sie nun Eigentümer sind und direkt Steuervorteile einstreichen wollten oder „Besitzer“, der höhere Mietzahlungen erwarten muss.
Die Sanierung ist dank Steuerstreichungen teurer als angenommen.
Wichtig: nicht jetzt sanieren
Konkret hat der Gesetzgeber es geschafft, viele Investoren regelrecht hinters Licht zu führen. Es geht um einen Abschreibungsplan, der über einen Zeitraum von zehn Jahren läuft.
Kosten für die Sanierung sollten Sie auf diese Weise in Höhe von 10% jährlich absetzen dürfen. Voraussetzung dafür war lediglich, dass die Sanierung erst ab dem 6. Juni 2011 begann.
Genau diesen Termin aber hat der Gesetzgeber nun wieder einkassiert. Die neuesten Vorschläge sehen vor, dass die steuerliche Förderung erst wieder mit einem Sanierungsbeginn zum 1. Januar 2012 beginnt.
Achtung: Sie haben keinen Rechtsanspruch auf die Aussagen aus dem Sommer. Wer bereits begonnen hat, kann eventuell leer ausgehen.
Das aber bedeutet:
- Projekte, die Sie eventuell bereits begonnen haben, können Sie noch sinnvoll abbrechen, wenn noch keine Rechnungen ausgestellt wurden.
- Projekte, die schon offiziell laufen, werden Sie steuerlich nicht mehr geltend machen können. Da es hierzu noch keine verbindliche Rechtssprechung geben kann, empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Steuerberater. Möglicherweise lassen sich einzelne Projektbestandteile voneinander abgrenzen – ohne Beratung lässt sich dies allerdings nicht seriös steuern.
Achtung Falle
Da auch dieser Entwurf nicht Gesetz oder gesetzesgleiche Anordnung geworden ist, kann eine steuerliche Anrechnung sich auch weiter verschieben.
Das bedeutet: Wer auf der sicheren Seite stehen möchte, sollte auch zum 1. Januar 2012 noch nicht mit Sanierungsarbeiten beginnen.
Angesichts der vergleichsweise langsamen Bürokratie in Berlin und des Geldmangels ist es möglich, dass sich die rechtlich wirksame Umsetzung weiter nach hinten verschiebt.
GeVestor meint: Allerdings sind die steuerlichen Regelungen gerade für das kommende Jahr 2012 nicht das einzige Entscheidungskriterium für diese Angelegenheit. Ebenso wichtig wird es sein, dass Sie eine Sanierung kostengünstig finanzieren.
Die Zinsen werden angesichts der Geldflut in der Eurozone in den nächsten Monaten etwas steigen und schließlich schneller steigen. Beachten Sie zudem die Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Laufen bestimmte Programme aus, ist es teurer, auf die steuerliche Anerkennung zu warten.
Die Adresse der Kreditanstalt: www.kfw.de. Wir werden Sie an dieser Stelle ebenso auf dem Laufenden halten.



