MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Vermögensaufbau: In Zeiten von Niedrigzinsen Geld ansparen

Niedrigzinsen haben eine gute und eine schlechte Seite: Die Zinsen für Darlehen sind niedrig, wodurch der Bau oder Kauf einer Immobilie günstiger ist. Auf der anderen Seite erhalten Verbraucher weniger für ihr Gespartes. Der Vermögensaufbau ist dennoch möglich.

Die Ära der praktisch nicht vorhandenen Zinsen stellt Verbraucher vor viele Ungewissheiten: Viele von ihnen bemühen sich, fürs Alter vorzusorgen. Früher begannen sie mit der Altersvorsorge bei ihren Kindern: Ab Geburt wurde ein Sparbuch für die Kleinen angelegt. Diese Vorsorge ist heute nicht mehr rentabel, wenn man die Inflation einrechnet. Aus diesem Grund müssen sich Verbraucher nach Alternativen umsehen.

Die Angst vor dem Ungewissen

Deutschland aktuell: Viele junge Menschen verdienen gut – und doch machen sie sich ernsthafte Gedanken um ihre Zukunft. Einige von ihnen glauben nicht mehr an die Rente. Angesichts der demografischen Entwicklung wenig verwunderlich. Laut dem Statistischen Bundesamt soll die Kluft zwischen jungen und alten Menschen bis zum Jahr 2060 stark anwachsen. Es wird immer mehr Menschen geben, die 65 Jahre und älter sind. Gleichzeitig wird die Bevölkerung von heute 81 Millionen auf schätzungsweise 73,1 Millionen sinken, wenn die eine starke Zuwanderung folgt, wie sie aktuell zu beobachten ist.

Die ungewisse Zukunft ist für junge Menschen – insbesondere die erfolgreichen unter ihnen – aus dem Grund problematisch, weil sie sich an einen gewissen Lebensstandard gewöhnt haben. Diesen möchten sie auch im hohen Alter nicht aufgeben. Mehr noch: Durch die steigende Lebenserwartung müssen sie ihn länger aufrechterhalten.

Doch selbst gut verdienende Menschen scheinen verzweifelt zu sein. Sie sehen keine Möglichkeit, ihr Erspartes rentabel und sicher anzulegen. Dabei haben unabhängige Finanzexperten festgestellt, dass dies auch heute möglich ist.

Die breite Streuung des Angesparten

Das Problem vieler Menschen bei ihrer Altersvorsorge ist, dass sie zu kurzfristig denken. Das Angesparte werden sie erst ab einem Alter von etwa 65 Jahren benötigen. Wer mit seiner Altersvorsorge ab etwa 25 Jahren beginnt, dem bleiben 40 Jahre Zeit zum Sparen. In der Praxis zeigen sich nur wenige Verbraucher so geduldig. Sie investieren in Aktien und stellen nach kurzer Zeit fest, dass der Kurs stark schwankt oder der Aktienwert gesunken ist. Aus Panik verkaufen sie schnell die Aktie, um einen Teil ihrer Investition zu retten.

Dieses panische, kurzfristige Handeln ist der Grund, warum viele Menschen keine Erfolge verbuchen. Geduldige Menschen hingegen erhalten eine Rendite von etwa sechs Prozent, wenn sie ein breit gestreutes Anleihe- und Aktienportfolio besitzen, so der Geschäftsleiter der Vermögenszentrum GmbH, Michael Huber. Bei einem geringen Risiko und einer Laufzeit von etwa zehn Jahren lassen sich bereits sehenswerte Gewinne erzielen.

Die heutigen Geldanlagen verlangen Zeit und Aufmerksamkeit

Verbraucher profitierten früher von lukrativen Anlagemodellen wie dem Sparvertrag. Solche Anlagen gibt es heute nicht mehr. Der Finanzmarkt ist volatil, was am Aktienindex Dax zu beobachten ist. Im August sank er unter die 10.000-Punkte-Marke.

Einige Verbraucher hoffen, dass die aktuelle Flaute bald vorüber sein wird. Diese wollen sie schlichtweg abwarten, wie aus einer GfK-Umfrage hervorgeht. Dass die Flaute in absehbarer Zeit enden wird, kann jedoch niemand sagen. Fakt ist, dass Verbraucher für jedes Jahr, das sie abwarten, Renditen verlieren. Die einzige Lösung ist das Erlangen von Wissen, um das Ersparte sinnvoll zu investieren. Mehr noch: Die Investitionen sind nicht einmalige Angelegenheiten, sie möchten auch gepflegt werden. Gewinne werden nur dann erzielt, wenn sich Verbraucher um ihr Depot kümmern, Gewinne sichern und Verluste eingrenzen.

Übersicht ist der Schlüssel zum Erfolg. Aus diesem Grund gibt es das sogenannte Aktiendepot, mit dem Privatanleger ihre Wertpapiere und Aktien sammeln und verwalten können. Das Portal aktien-depot.devergleicht verschiedene Anbieter und listet die Kosten auf, die auf Privatanleger zukommen. Die größten Unterschiede gibt es bei den Kosten je Order.

Altersvorsorge und finanzielle Unabhängigkeit

Ein weiterer Fehler bei der Altersvorsorge ist die zu starke Konzentration auf die Zukunft. Das Streuen von Anlagen ist sinnvoll, jedoch bleiben sie wirkungslos, wenn die Berufstätigen plötzlich einen Verdienstausfall erleiden. Bei Freiberuflern ist dieses Problem besonders ernst zu nehmen, da sie nicht von den klassischen Vorzügen wie Urlaub und bezahlte Fehltage profitieren. Bei (schweren) Krankheiten kann es zu einem mehrwöchigen oder -monatigen Verdienstausfall kommen, der die gesamte Altersvorsorge beeinflussen kann.

Aus diesem Grund sind Verbraucher beraten, zunächst einmal in folgende Vorsorgebereiche zu investieren:

  1. Krankheit
  2. Berufsunfähigkeit
  3. Pflegebedürftigkeit

Für Paare und Eltern lohnt sich zudem eine Risikolebensversicherung, um den Partner und die Kinder finanziell abzusichern.

Zu diesen Punkten kommt eine Reserve von Bargeld hinzu. Als Daumenregel gilt laut der Pressesprecherin von der Deutschen Bank 24 (Frankfurter Allgemeine berichtet): Das dreifache Nettogehalt ist ein solides Polster.

Altersvorsorge für die Unterschicht schwer möglich

Problematisch wird das Thema Altersvorsorge für die soziale Unterschicht. Laut dem Vermögensbarometer 2015 der Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband sorgt mehr als jeder dritte Deutsche (40 %; +5 % gegenüber Vorjahr) nicht für die Zukunft vor. Die Hälfte dieser Gruppe (22 %) kann sich die Vorsorge schlichtweg nicht leisten. Dieses Problem befasst insbesondere die Bevölkerungsgruppe, welche weniger als 1.000 Euro monatlich zur Verfügung steht. Mehr als jeder Zweite (61 %) spart nicht für das hohe Alter.

Experten zufolge liegt das Problem der unteren Schicht darin, dass es für sie auch nicht viele rentable Möglichkeiten zum sparen gibt. Inzwischen gibt es Portale im Internet, die eine Vermögensverwaltung anbieten. Um diese nutzen zu können, müssen Verbraucher jedoch mehrere Tausend Euro besitzen. Bei quirion liegt der Einstieg bei 10.000, bei fintego beträgt er 2.500 Euro. Wer monatlich 100 Euro beiseite legen kann, muss mindestens zwei Jahre lang sparen, um das Geld später rentabel investieren zu können. In dieser Zeit verzichtet man aber auf eine wertvolle Rendite.

2. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Markus Müller
Von: Markus Müller. Über den Autor

Markus Müller ist Experte für Vermögenaufbau und –absicherung und großem Interesse an genereller Finanzthematik.