Vermögensschutz: Wertsachen zuhause sicher verwahren

Es gibt die verschiedensten Gründe, Wertsachen in den eigenen vier Wänden aufzubewahren. Da ist einmal die tägliche Nutzung, wofür Schmuck ein gutes Beispiel ist. Ist der nicht jederzeit greifbar, nützt er schließlich wenig. Auch emotionale Gründe können ausschlaggebend sein, etwa bei einem Erbstück oder einem wertvollen Geschenk des Partners.

Nicht zuletzt spielt auch das vielen Menschen verloren gegangene Vertrauen in Banken eine Rolle; was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass sich momentan Bargeld im Wert von fast 144 Milliarden Euro in den Haushalten der Republik findet – das entspricht 1800 Euro pro Einwohner.

Sicherheit kommt oft zu kurz

Diese Tatsache bleibt auch einem „Berufsstand“ nicht verborgen, auf den man gut und gerne verzichten könnte. Wohnungseinbrüche gehören zu den am häufigsten verübten Verbrechen. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr wurden im Jahr 2017 immer noch 151.000 Fälle registriert – das bedeutet alle vier Minuten einen Einbruch auf deutschem Bundesgebiet.


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Dass es zu so vielen Fällen und dabei zu einer Aufklärungsquote von gerade einmal 20 % kommt, ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass es Langfingern oft viel zu einfach gemacht wird. Besonders ärgerlich aus Sicht von Betroffenen und Polizei sind die immer häufiger werdenden Statusmeldungen in sozialen Netzwerken, die frei zugänglich für jeden einen Urlaub ankündigen. Solche Einladungen sollte man auf keinen Fall aussprechen.

Zudem gilt es, allzu klischeehafte Verstecke zu vermeiden. Unglücklicherweise werden gerade diese oft sogar für besonders kreativ gehalten – Bargeld in Büchern, Schmuckstücke in der Kaffeedose oder im Wäscheschrank hat aber jeder Einbrecher schon oft genug gesehen. Da das Einsteigen in eine fremde Wohnung im Schnitt schon nach drei Minuten wieder vorbei ist, wird dort also in der Regel als erstes nachgeschaut. So sind sie ein gefundenes Fressen für Diebe.

Tresore bieten effektiven Schutz

Wer Wertgegenstände oder Bargeld lieber in seiner unmittelbaren Umgebung weiß, sollte sich also eine wirklich sichere Alternative zu solchen dilettantischen Verstecken suchen – und die wohl sinnvollste Lösung ist es, sich einen Safe für die Aufbewahrung dieser Schätze zuzulegen. Denn an hochwertigen Tresoren beißen sich in den allermeisten Fällen auch absolute Profis die Zähne aus. Die Korpora solcher Modelle sind gegen äußere Einflüsse extrem resistent, zumal ja wie erwähnt wenig Zeit bleibt, um sie zu knacken.

Am ehesten bietet sich ein Wandtresor an, der fest im Mauerwerk verankert ist. Er liegt nicht nur versteckt, sondern bietet auch sehr wenig Angriffsfläche und kann nicht als Ganzes abtransportiert werden. Hier wirken also mehrere Faktoren zusammen und machen solche Safes zu äußerst effektiven Lösungen. Das Problem dabei: Nicht jeder hat die Möglichkeit, einen solchen Tresor zu installieren.

Bei Mietern stellt sich die Frage eigentlich gar nicht, da wohl kaum ein Vermieter eine derartige Veränderung der Bausubstanz erlaubt – und sie in den meisten Fällen überhaupt nicht möglich ist. Denn um einen Wandtresor einbauen zu können, müssen Voraussetzungen gegeben sein, die eigentlich nur erfüllt werden können, wenn direkt beim Bau daran gedacht wird. Ein späterer Einbau ist sehr kompliziert.

Hohe Werte versichern

Es gibt freilich veritable Alternativen: Möbeltresore, die statt in der Wand in einem Schrank oder eine Kommode verbaut werden, sind ebenfalls nicht auf den ersten Blick zu sehen und bieten durch die Verankerung zusätzlichen Schutz. Gute Bodentresore sind so schwer, dass es kaum möglich ist, sie einfach komplett mitzunehmen. Sicherer als eine Variante ohne Safe sind sie ohnehin.

Dazu kommt, dass man sich im Fall der Fälle zumindest dann nicht allzu sehr ärgern muss, wenn man keine persönliche Bindung zu den verwahrten Wertsachen hat. Denn in Tresoren lassen sich hohe Summen versichern – dies beinhaltet sowohl Bar- als auch Sachwerte. Wie hoch diese sind, hängt von der jeweiligen Sicherheitsstufe ab. Es gibt hier jedoch keine klar definierten Summen. Vor dem Kauf sollte man sich also unbedingt bei seiner Versicherung nach deren Konditionen erkunden. Die Beträge dürften sich in etwa auf dem Niveau der Richtwerte befinden, die der Online-Händler Tresoro ermittelt hat.

Woran man einen guten Tresor erkennt

Unabhängig von der Sicherheitsstufe sollte man darauf achten, dass der Safe ein unabhängiges Gütesiegel trägt. In Deutschland werden diese Zertifizierungen in der Regel von VdS oder TÜV vergeben. Ist ein Tresor auf diese Art und Weise ausgezeichnet, hat er unterschiedliche Testverfahren durchlaufen und bestanden. So kann man sich auf die angegebenen Schutzzeiten definitiv verlassen – sei es gegen Feuer oder eben mechanische Einflüsse. Bei der Kaufentscheidung sollten diese Siegel daher oberste Priorität haben.

5. September 2017

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Markus Müller
Von: Markus Müller. Über den Autor

Markus Müller ist Experte für Vermögenaufbau und –absicherung und großem Interesse an genereller Finanzthematik.

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