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Vermögenswirksame Leistungen in Fonds richtig beantragen und anlegen

Vermögenswirksame Leistungen werden von vielen Arbeitgebern gezahlt. Entweder werden vermögenswirksame Leistungen  komplett oder teilweise zusätzlich zum regulären Gehalt gezahlt.

Das Geld geht entweder in einen Bausparvertrag, Banksparplan oder direkt einen Anlagefond und wird dem Arbeitgeber nicht ausgezahlt. Ziel ist unter anderem eine verbesserte Altersvorsorge. Auf Anlagefonds gibt es unter Umständen staatliche Sparzulagen, was die Fonds zusätzlich lukrativ macht.

Ob und wie viel vermögenswirksame Leistungen ein Arbeitnehmer bekommt, hängt vom individuellen Arbeitsvertrag ab. Hier können Arbeitnehmer klug verhandeln. Denn er profitiert oft von einer Steuerersparnis wenn er vermögenswirksamen Leistungen erhält. Auch der Arbeitgeber kann Steuern sparen. Das ist vor allem der Fall, wenn vermögenswirksame Leistungen anstatt eines Teils des Gehalts ausgezahlt werden.

Was sind die Bedingungen für die staatliche Förderung?

Die staatliche Förderung von vermögenswirksamen Leistungen nennt sich Arbeitnehmersparzulage. Ob ein Arbeitnehmer dazu berechtigt ist, diese staatliche Förderung in Anspruch zu nehmen, hängt vor allem von dessen Einkommen ab. Alleinstehende, die weniger als 20.000 € im Jahr verdienen, erhalten die Arbeitnehmer-Sparzulage.

Veranlagen Ehepaare Ihre Einkommenssteuer zusammen, gilt eine Obergrenze des Gehalts von 40.000 €. Eine Förderung ist bis zu einem Sparbetrag von 400 € jährlich möglich. Die staatliche Zulage beträgt dabei 20% des Betrags, der ohnehin in den Fond pro Jahr eingezahlt wird.

Das bedeutet im Klartext: Arbeitnehmer, die sparen und vermögenswirksame Leistungen in Anspruch nehmen, können mit einer staatlichen Förderung von bis zu 80 € im Jahr rechnen. Einzige Voraussetzung: Sie liegen unter der Einkommensgrenze. Das kann sich langfristig durchaus lohnen.

Die Arbeitnehmersparzulage beantragt ein Arbeitnehmer üblicherweise zusammen mit der Einkommensteuererklärung. Diese wird dann mit der Bearbeitung der Steuererklärung bewilligt oder abgelehnt. Somit ist auch der Aufwand hierfür sehr gering.

Welche Fristen sind bei vermögenswirksamen Leistungen mit Fonds einzuhalten?

Vermögenswirksame Leistungen müssen mindestens 6 Jahre in einen Fonds eingezahlt werden, damit sie ausgezahlt werden können. Wurden staatliche Förderungen in Anspruch genommen, beträgt die Mindestlaufzeit noch ein Jahr länger, also 7 Jahre. Danach gibt es ein weiteres Jahr lang eine so genannte Sperrfrist. Ist diese Sperrfrist abgelaufen, kann der Arbeitnehmer sich die kompletten Einlagen und die daraus resultierenden Erträge auszahlen lassen.

Eventuell kann es sich lohnen, diese weiter in andere gewinnbringende Fonds anzulegen. Aber es kann auch Sinn machen, nach 6 Jahren den Fond weiter arbeiten zu lassen und einen neuen Vertrag für vermögenswirksame Leistungen abzuschließen. Das ist z.B. der Fall, wenn der Arbeitgeber gewechselt wird oder andere Fonds lukrativer wirken.

Vorteile von Vermögenswirksamen Leistungen und Fonds

Fondssparen hat zahlreiche Vorteile. Einerseits lohnt sich diese Anlage für Arbeitnehmer besonders, weil sie so von vermögenswirksamen Leistungen und den damit verbundenen Steuervorteilen profitieren können. Andererseits bieten Fonds die Möglichkeit der Risikostreuung und der private Anleger profitiert gleichzeitig von den Vorteilen der Aktienanlage.

Bei Fonds ist eine gewisse Streuung gesetzlich vorgeschrieben. So können eventuelle Verluste einzelner Aktien mit den Gewinnen anderen Aktien ausgeglichen werden. Das Risiko für den privaten Anleger reduziert sich somit stark. Eine solche Streuung werden Laien mit einzelnen Aktien kaum schaffen.

21. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.