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Vermögenswirksame Leistungen: Freibetrag wird berücksichtigt

Vermögenswirksame Leistungen gelten als solide Sparanlage, die nicht nur vom Arbeitgeber unterstützt wird, sondern auch staatliche Förderung erhält.

Die Arbeitnehmersparzulage kann die vermögenswirksamen Leistungen beträchtlich erhöhen. Der Freibetrag sorgt zudem dafür, dass nicht direkt Steuern bezahlt werden müssen.

Vermögenswirksame Leistungen + staatliche Unterstützung

Zahlreiche Unternehmen bieten vermögenswirksame Leistungen an. Die Sparverträge sind in der Regel auf eine Laufzeit von 7 Jahren begrenzt. 6 Jahre werden Beiträge gezahlt, im letzten Jahr ruht der Vertrag. Ab dem 01.01. des Folgejahres steht der Betrag dann zur freien Verfügung.

Viele Arbeitnehmer verzichten jedoch auf diese Chance der Förderung. Dabei können Arbeitnehmer von dem jährlichen Extra-Bonus von bis zu 470 € nur profitieren – denn nicht nur der Arbeitgeber, auch der Staat beteiligt sich an der Fördermaßnahme.

Ob Banksparpläne, Lebensversicherungen, Investments in Aktien oder Bausparpläne –  welche Sparform vom Arbeitnehmer gewählt wird, bleibt ihm überlassen.

Allerdings sollte er sich diese Entscheidung gut überlegen, denn die zusätzliche staatliche Förderung gibt es nur für Investmentfonds, Bausparverträge oder die Tilgung eines Baukredits.

Vermögenswirksame Leistungen: Freibetrag wird angerechnet

Wie bei allen Einkünften aus Kapitalvermögen, sind Freibeträge auch bei vermögenswirksamen Leistungen von Bedeutung.

Seit 2009 werden die vermögenswirksamen Leistungen nach Ende der Laufzeit des Sparvertrages mit ca. 28% abgeltend besteuert.

Dies gilt allerdings nur, wenn der Sparerpauschbetrag von 801 € bzw. 1.602 € (Alleinstehende / zusammen veranlagte Ehepartner) überschritten wurde.

Einkommensgrenzen und Kinderfreibeträge bei Arbeitnehmersparzulage

Um die staatlich geförderte Arbeitnehmersparzulage zu erhalten, ist nicht nur die Anlageform von Bedeutung, sondern auch die Einkommensgrenze.

Diese Einkommensgrenze liegt bei 20.000 € bei Alleinstehenden und 40.000 € bei zusammen veranlagten Ehepartnern. Bei Bausparverträgen gelten niedrigere Einkommensgrenzen von 17.900 € bzw. 35.800 €.

Ausschlaggebend ist dabei nicht das Bruttogehalt, sondern das zu versteuernde Einkommen. Berücksichtigung finden z.B. die Kinderfreibeträge in Höhe von 3.504 € bei Alleinstehenden und 7.008 € bei Ehepartnern.

Somit kann der Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage von maximal 80 € jährlich je nach Anlageform trotz relativ hohem zu versteuernden Einkommen bestehen.

Vermögenswirksame Leistungen branchenabhängig

Ein genereller Anspruch eines Arbeitnehmers auf vermögenswirksame Leistungen besteht nicht.

Ist die Förderung allerdings im Arbeits- oder Tarifvertrag festgesetzt, steht diese dann auch meist allen fest angestellten Arbeitnehmern zu.

Die Leistungen fallen jedoch branchenabhängig sehr unterschiedlich aus. Während ein Bankangestellter etwa 40 € Zuzahlung im Monat erhält, kann ein Beamter nur mit rund 6,65 € monatlicher Förderung rechnen.

Vermögenswirksame Leistungen beantragen

Viele Arbeitnehmer nutzen nicht die angebotene Möglichkeit ihrer Arbeitgeber, vermögenswirksame Leistungen zu erhalten.

Auch wenn Arbeitnehmer über die Einkommensgrenze von 20.000 € kommen und somit auf die staatliche Sparzulage verzichten müssen, können sich vermögenswirksame Leistungen für sie lohnen.

Die vermögenswirksamen Leistungen werden, anders als die staatliche Förderung, unabhängig vom Gehalt gezahlt.

Größere Anschaffungen können so nach ein paar Jahren selbst ohne Sparen getätigt werden. Und auch als Grundstock für den Vermögensaufbau oder das eigene Heim können solche vermögenswirksamen Leistungen gut genutzt werden.

Deshalb gilt: Egal, wie niedrig der Betrag am Anfang auch scheinen mag, kein Arbeitnehmer sollte freiwillig auf diese Leistung verzichten und damit Geld verschenken, das ihm zusteht.

10. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.