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Verschiedene Indexinstrumente und wie sie funktionieren

Grundsätzlich stehen Ihnen drei verschiedene Typen von Indexinstrumenten zur Verfügung, die Sie im Rahmen Ihres Vermögensaufbaus nutzen können:

IndexZertifikate, Indexfonds und Indexaktien.

Als Sonderderform kommen noch die IndexOptionsscheine und IndexOptionen hinzu, mit denen Sie an der positiven oder negativen Entwicklung des jeweiligen Indexes überproportional teilhaben können.

IndexZertifikate: ein kostengünstiges und einfach zu handhabendes Anlageinstrument

Mit den traditionellen IndexZertifikaten nehmen Sie an Kurssteigerungen und -rückgängen des jeweiligen Indexes in dem prozentualen Maß teil, in dem sich der Index verändert.

Haben Sie IndexZertifikate auf den DAX bei einem Indexstand von beispielsweise 5.000 Punkten für insgesamt 2.000 Euro erworben, steigt der Wert Ihres Investments bei einem Anstieg des DAX um 10% auf 5.500 Punkte ebenfalls um 10%, also auf 2.200 Euro.

Fällt der Index dagegen um 500 auf 4.500 Punkte zurück, ist Ihre Anlage auch nur noch 10% weniger wert, also 1.800 Euro.

Acht geben müssen Sie darauf, ob es sich um ein Kurs oder ein PerformanceZertifikat handelt. Letztere sind wegen der darin jeweils mit enthaltenen Dividenden für Sie in der Regel günstiger als KursIndexZertifikate.

Der Nachteil der Zertifikate ist der, dass sie in den meisten Fällen nur eine begrenzte Laufzeit haben und Sie daher vor dem Auslaufen des Zertifikats genötigt sind, ein entsprechendes Folgeprodukt zu erwerben, wenn Sie darin weiterhin investiert bleiben wollen.


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Das ist dann immer wieder mit neuen Kosten verbunden, sodass Sie zum Indexsparen nur auf solche Zertifikate zurückgreifen sollten, die eine unbegrenzte Laufzeit haben.

Traditionelle Indexfonds: Hohe Kosten trüben Ihre Anlageergebnisse

Die Manager von traditionellen Indexfonds versuchen, die Wertentwicklung des jeweiligen Indexes durch eine Nachbildung des Fondsdepots im genauen Verhältnis zur Indexzusammensetzung zu erreichen.

Das ist nach dem deutschen Investmentrecht bislang aber nur über Hilfskonstruktionen möglich, wenn eine bestimmte Aktie zu mehr als 10% in den Index einfließt.

Traditionelle Indexfonds boten Ihnen gegenüber den meisten IndexZertifikaten in der Vergangenheit den Vorteil der unbegrenzten Laufzeit.

Da es inzwischen viele Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit gibt, Fonds einen Ausgabeaufschlag erheben und wegen der anfallenden Managementkosten und Verwaltungsgebühr auch den Indexstand um durchschnittlich 3 bis 5% verfehlen, sollten sie diesen Typus als Sparvariante besser meiden.

Börsengehandelte Indexfonds und Indexaktien (ETFs): Ihre kostengünstigste Anlagealternative

Anders sieht die Sache dagegen bei den börsengehandelten Indexfonds aus, die im ExchangeTradedFunds/ETFSegment an der deutschen Börse ähnlich wie Aktien gehandelt werden.

Gegenüber den IndexZertifikaten haben diese Wertpapiere keine Laufzeitbegrenzung.

Gegenüber den Indexfonds sind sie wegen des wegfallenden Ausgabeaufschlags kostengünstiger zu erwerben, und im Vergleich zu den gemanagten Indexfonds werden Sie mit diesen Papieren meistens besser abschneiden.

In einigen Fällen fließen Ihnen dabei sogar – ganz wie bei den Vorbildern dieser Fonds in den USA in Form der so genannten Spiders und Diamonds – die Dividenden auf die durch diese Papiere repräsentierten Aktien des Indexes zu.

Das heißt: In die Entwicklung des jeweiligen Fonds gehen die Dividenden als Wiederanlagebeträge ein. Und das kommt Ihnen damit als Wertsteigerung zugute, ohne dass Sie dafür – nach Ablauf der 12monatigen Spekulationsfrist – steuerlich zur Kasse gebeten werden.

Wie Ihnen der CostAverageEffekt auch bei Indexsparplänen zugute kommt

Ähnlich wie bei Fondssparplänen auf Aktien kommt Ihnen der so genannte CostAverageEffekt auch bei Indexsparplänen zugute.

Denn Sie kaufen bei einem niedrigen Indexstand für denselben Anlagebetrag entsprechend mehr Anteile am jeweiligen Index, als Sie bei einem höheren Indexstand dafür erhalten würden. Auf diese Weise sichern Sie sich über den gesamten Anlagezeitraum optimale Einstiegsniveaus, sofern sich der Index langfristig weiter nach oben entwickelt.

Wie sich dieser CostAverageEffekt genau auswirkt, sehen Sie an folgender Beispielrechnung:

Sie zahlen jeden Monat 100 Euro in ein IndexZertifikat ein, das den 100. Teil eines Indexes, umgerechnet in Euro, repräsentiert. Bei einem Indexstand von 3.620 Punkten würde ein Anteilswert demnach 36,20 Euro kosten.

Im Jahr haben Sie auf diese Weise 1.200 Euro angelegt, wobei Sie den Index – je nach Entwicklung an den Aktienmärkten – in den Folgemonaten zu unterschiedlich hohen Preisen erwerben.

Am Ende des Jahres haben Sie nach diesem Beispiel insgesamt 32,645 Anteile gekauft; jeder Anteil hat Sie also 36,76 Euro (1.200 dividiert durch 32,645) gekostet.

Sie haben im angenommenen Fall die Zertifikate unter dem Durchschnittskurs der 12 Monate von 36,93 Euro gekauft und konnten damit Ihre Anteile also um knapp 0,5% billiger erwerben.

22. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.