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Verschiedene Rentenvarianten: Entscheiden Sie selbst

Angenommen die Rente beginnt für einen männlichen Versicherungsnehmer mit 526 €. Hinzu kommen Beträge aus der Gewinnbeteiligung, die jährlich in voller Höhe zur beitragsfreien Erhöhung der Rente genutzt werden (Spalte Zusatzrente).

Beim Mischsystem 50/50 dagegen erhalten Sie von Anfang an eine höhere Rente; erst nach 10 Jahren öffnet sich die Schere zugunsten der Zusatzrente. Ab dem 10. Jahr stehen Sie sich mit der Zusatzrente besser.

Rentevariante mit Beitragsrückgewähr

Sie haben aber auch die Möglichkeit, sicherzustellen, daß der von Ihnen eingezahlte Betrag auf jeden Fall von der Versicherung gezahlt wird, wenn nicht an Sie als Versicherungsnehmer, dann wenigstens an Ihre Erben, falls Sie vorzeitig sterben sollten.

Dann müssen Sie sich für die Variante mit Beitragsrückgewähr entscheiden. Sie sind dann sicher, daß das von Ihnen eingezahlte Geld an Sie oder Ihre Nachkommen zurückfließt.

Beispiel: Stirbt der Versicherungsnehmer bereits im 1. Jahr, dann sind möglicherweise gerade 3 Rentenbeträge von monatlich 493 €, insgesamt also 1.479 €, ausgezahlt worden. Die Differenz zu 100.000 € als Einmalbeitrag, den Sie eingezahlt haben, 98.521 € erhalten dann Ihre Erben. Im 1. Jahr kostet Sie das als Rentenbezieher lediglich 33 € monatlich an entgangener Rente (526 minus 493 €).

Variante mit 60% Hinterbliebenenrente

Sie haben aber auch die Möglichkeit, für Ihren Partner eine Hinterbliebenenrente von 60% Ihrer Rente mitzuversichern. Dann reduziert sich Ihre Anfangsrente von 526 auf 470 €. Aber nach Ihrem Tode erhält Ihr Partner eine Leibrente bis zu seinem Tode in Höhe von 60% Ihrer Rente.

Beachten Sie aber: Die Höhe der Rentenleistungen hängt erheblich von der Überschußbeteiligung ab, die ihrerseits durch die Rendite am Kapitalmarkt, die Entwicklung der Sterblichkeit und der Verwaltungskosten beeinflußt wird.

Die Überschußbeteiligung kann zum Beispiel gesenkt werden, wenn die Versicherten insgesamt ein höheres Alter erreichen und die Sterbetafeln entsprechend korrigiert werden müssen.

Checkliste: Wie Sie sich zwischen den einzelnen Varianten richtig entscheiden

  • Prüfen Sie, welchen Zweck Sie mit Ihrem Auszahlungsplan verfolgen.
  • Wägen Sie vor diesem Hintergrund ab, welche Variante von Auszahlungsplänen dafür am besten in Frage kommt:
  • Legen Sie Wert auf Kapitalerhaltung, kommen nur Angebote von einem Kreditinstitut oder einer Fondsgesellschaft in Frage.
  • Wollen Sie sich einen monatlichen Betrag bis zu Ihrem Tode und auch für Ihre Partnerin oder Ihren Partner sichern, kommen nur die Angebote der Versicherungen in Frage.
  • Wenn Sie nur die Rendite im Auge haben, werden Sie wahrscheinlich mit einem Fonds am besten fahren. Aber Sie müssen auch steuerliche Gesichtspunkte berücksichtigen.

Je stärker Sie steuerlich belastet sind und Ihren Sparerfreibetrag ausgeschöpft haben, desto höher sollte auch die Beimischung von Aktienfonds an Ihrem Auszahlungsdepot sein. Dabei sollten Sie allerdings nicht über einen Anteil von 30 bis 50% hinausgehen.

Bedenken Sie dabei: Die Rente aus der Lebensversicherung müssen Sie nicht voll versteuern, sondern nur mit dem Ertragswert. Die Höhe des Ertragswerts ist vom Beginn Ihres Rentenalters abhängig.

Bei einem 60jährigen wird der Ertragsanteil beispielsweise mit 32% angenommen: Von 526 € Rente monatlich brauchen Sie nur 32% zu versteuern.

Vergleichen Sie also sorgfältig Ihre steuerliche Situation. Wenn Sie zum Beispiel die Sparerfreibeträge ausgeschöpft haben, ist unter steuerlichem Aspekt auf jeden Fall die Rente vorzuziehen.

21. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.