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Versicherung: Besser verkaufen, beleihen oder kündigen?

Das ist typisch für Versicherungen, mit denen Sie Geld zur Vorsorge ansparen: Sie zementieren Ihr Geld ein. Wenn Sie einmal Finanzbedarf haben, dann kommen Sie an Ihr eigenes Geld kaum heran. Welche Ironie.

Die Redakteurinnen von Carola Ferstls FrauenFinanzBrief wissen: Lebens- und Rentenversicherungen sind besonders tückisch – die werden Sie ohne Verluste kaum wieder los. Trotzdem können Sie was machen, wenn die Versicherung zur Last wird.

„Soll ich meine Renten- und die Kapitallebensversicherung kündigen?“, fragte vor kurzem eine Leserin die Redaktion des FrauenFinanzBriefs. Die Leserin brauchte dringend Geld für eine größere Anschaffung. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie unliebsame Versicherungen loswerden wollen – die Versicherungsexpertinnen vom FrauenFinanzBrief haben die Antwort.


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Variante Eins: Versicherung kündigen

Sie kündigen den Versicherungsvertrag unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfrist. Dann bekommen Sie allerdings nur den so genannten Rückkaufswert ausgezahlt und haben keinerlei Ansprüche mehr aus dem Vertrag. Ein eventuell vereinbarter Todesfallschutz für die Hinterbliebenen geht also beispielsweise komplett verloren.

Variante Zwei: Versicherung verkaufen

„Gebrauchte“ Lebensversicherungen können Sie verkaufen, denn es gibt Firmen, die solche Verträge übernehmen. Sie zahlen dafür zwischen 2 und 7%, in Ausnahmefällen auch einmal mehr als 10% über dem Rückkaufswert. Außerdem bleibt Ihnen der Todesfallschutz in gewissem Umfang erhalten. Allerdings werden längst nicht alle Verträge aufgekauft.

Grundsätzlich gilt: Verträge mit einer Restlaufzeit über 15 Jahre werden Sie nicht los. Verträge unter einem Rückkaufwert von 5.000 bis 10.000 € ebenfalls nicht. Außerdem sind Direktversicherungen und Verträge kleinerer Versicherer meist ausgeschlossen, ebenso fondsgebundene Lebensversicherungen und Riester-Produkte.

Trotzdem: Fragen schadet nichts! Lassen Sie sich auf jeden Fall Angebote von mehreren Aufkäufern machen. Marktführer ist Cash.life, darauf folgt Policen Direkt und mit einigem Abstand CFI Fairpay.

Variante Drei: Beitragsfreiheit

Wenn Sie das Angesparte gern weiter laufen lassen möchten, aber einfach keine weiteren Beiträge einzahlen wollen, lassen Sie Ihre Versicherung beitragsfrei stellen.

Aber Vorsicht: Dieser Fall wird von den Versicherungen ähnlich behandelt wie eine Kündigung. Das heißt: Sie bezahlen zumindest Stornogebühren. Außerdem werden 90% der beitragsfrei gestellten Versicherungen später doch noch gekündigt, und die Stornogebühren fallen nochmals an.

Variante Vier: Versicherung beleihen

Sie können Ihren Versicherungsvertrag auch als Sicherheit für einen Kredit einsetzen. Das geht dann bei den Versicherern selbst, bei Ihrer Hausbank oder ebenfalls bei einem Versicherungskäufer wie beispielsweise bei Cash.life. Vergleichen Sie hier unbedingt die Zinssätze und Tilgungsbedingungen.

Diese Variante ist günstig, wenn Ihr Versicherungsvertrag weiterlaufen soll, weil Sie beispielsweise den Hinterbliebenenschutz brauchen. Auch wenn Sie nur noch wenige Jahre Restlaufzeit haben, sollten Sie die Beleihung in Betracht ziehen. Es könnte sich durchaus für Sie lohnen.

1. Oktober 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.