MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Verspätete Betriebskosten: Mit Tipps weniger finanzieller Schaden

Haben Sie über die Betriebskosten nicht innerhalb eines Jahres nach Ende der Abrechnungsperiode abgerechnet, sind Nachzahlungsansprüche gegen den Mieter verloren. Allerdings ist das nicht immer der Fall. Mit diesen Tipps begrenzen Sie Ihren Schaden.

1. Abrechnung bei unverschuldeter Verzögerung noch möglich

Sie können Ihre Nachforderung auch nach Ablauf der Jahresfrist geltend machen, wenn Sie die Verspätung der Abrechnung nicht zu vertreten haben (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB). Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie trotz intensiver Bemühungen die Abrechnungsunterlagen des WEG-Verwalters erst verspätet erhalten haben oder wenn Ihre EDV-Anlage für längere Zeit unvorhergesehen ausgefallen ist.

Beachten Sie aber, dass Sie in einem solchen Fall nach Behebung der Verzögerung unmittelbar abrechnen müssen, spätestens innerhalb von weiteren 3 Monaten.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Längere Verzögerungen gehen dann wieder zu Ihren Lasten und mit einer Nachforderung ist es dann doch vorbei.

Ein weiterer „Rettungsanker“: Enthält Ihre Abrechnung einen Fehler, der für den Mieter „auf den ersten Blick erkennbar ist“, können Sie diesen auch noch nach Ablauf der Abrechnungsfrist korrigieren. Der Mieter ist nach Treu und Glauben gehindert, sich auf den Fristablauf zu berufen (BGH, Urteil v. 30.03.11, Az. VIII ZR 133/10).

2. Vorauszahlungen muss der Mieter vollständig leisten

Vergewissern Sie sich, dass der Mieter seine Betriebskostenvorauszahlungen im Abrechnungsjahr in der vereinbarten Höhe vollständig erbracht hat. Weist Ihre – verspätete – Betriebskostenabrechnung nämlich eine Nachzahlung zulasten des Mieters aus, können Sie die noch offenstehenden Vorauszahlungsbeträge bis maximal zur Höhe des errechneten Nachzahlungsbetrags auch jetzt noch fordern (BGH, Urteil v. 31.10.07, Az. VIII ZR 261/06).

Beispiel: Vereinbart war eine monatliche Betriebskostenvorauszahlung von 150 €. Für 2 Monate hat der Mieter diese Vorauszahlungen widerrechtlich nicht geleistet. Ihre Abrechnung ergibt eine Nachzahlung zulasten des Mieters von 420 €.

Wegen der Verspätung können Sie zwar nicht mehr die vollen 420 €, aber doch noch die offenen Vorauszahlungen in Höhe von 300 € vom Mieter fordern. Ergibt die Abrechnung nur eine Nachzahlung von 200 €, muss der Mieter Ihnen diesen Betrag – als offene Vorauszahlungen – vollständig ausgleichen.

3. Verspätete Betriebskosten: Erhöhen Sie zukünftige Vorauszahlungen

Braucht der Mieter wegen einer verspäteten Betriebskostenabrechnung keine Nachzahlung zu leisten, dürfen Sie dennoch eine solche verspätete Abrechnung heranziehen, um die zukünftigen monatlichen Vorauszahlungen des Mieters entsprechend zu erhöhen (BGH, Urteil v. 16.06.10, Az. VIII ZR 258/09).

22. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.