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Volatilitätsindex – Das Angstbarometer mit prophetischen Fähigkeiten

Immer wieder begegnen die Anleger dem Ausdruck Volatilität im Zusammenhang mit dem Marktgeschehen an der Börse.

Aber viele fragen sich, was sie mit diesem Begriff anfangen sollen.

Die Volatilität drückt aus wie groß die Schwankungen der Preise für verschiedene Anlageprodukte sind.

Volatilität als Maß für das zu erwartende Risiko

Je höher die Volatilität im Markt ist desto riskanter ist ein Investment. Denn große Schwankungen in den Marktbewertungen können dem Anleger innerhalb kürzester Zeit erhebliche Verluste bescheren.

Umgekehrt bedeutet eine niedrigere Volatilität, dass sich die meisten Werte stabil entwickeln ohne dass es dabei zu großen Schwankungen kommt.

Mehr dazu: Volatilitätsindex: Was sagt er über die Marktentwicklung aus?


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Was verbirgt sich hinter dem Volatilitätsindex (VIX)?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um einen Index der Volatilität. Er wird von der Optionsbörse „Chicago Board Options Exchange“ (CBOE) erstellt und in „Realtime“ veröffentlicht. „Realtime“ bedeutet, dass man die Bewegungen dieses Indexes in Echtzeit nachvollziehen kann.

Wie berechnet sich der Volatilitätsindex?

Der VIX gibt die implizierte Volatilität von Optionen die auf Titel des S&P 500 laufen wieder. Die hier verwendeten Optionen sind sowohl Kaufoptionen „Calls“ als auch Verkaufsoptionen „Puts“.

Mehr dazu: Implizite Volatiliät berechnen

Es ist nur möglich aus den Bewertungen der Optionen die Markterwartungen für die Volatilität abzuleiten, da die Volatilität selber eine starke Preiskomponente für die Optionsbewertung bildet.

Die Markteilnehmer verraten sozusagen der Allgemeinheit durch den Handel mit Optionen wie sie die Volatilität zukünftig einschätzen.

Volatilität bestimmt den Preis

Um es ganz einfach zu machen, je mehr sie bereit sind für eine Option zu bezahlen mit einer umso höheren Volatilität rechnen sie zukünftig. Eine hohe Volatilität erhöht nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass man eine Option während ihrer Laufzeit mit Gewinn verkaufen kann.

Der Erwartungshorizont des VIX

Der VIX drückt die erwartete Volatilität der nächsten 30 Tage für den S&P 500 aus. Er wird in Prozentpunkten angegeben und auf das ganze Jahr hochgerechnet. Wenn der VIX bei 20 % steht, muss man erst die 12. Wurzel aus 20% ziehen, um zu wissen, dass der Markt für den nächsten Monat eine Volatilität von 4,48% erwartet.

Große Resonanz als Angstbarometer

Der VIX erfährt weltweite Beachtung, da er verrät wie die Marktteilnehmer die Zukunft sehen. Je höher der VIX steigt desto schlimmer ist die Krise und umso größer ist die Nervosität. So erreichte der VIX während der letzten Finanzkrise 2008 Höchststände, da Panik bei den Anlegern um sich griff.

Die Akzeptanz des Index wird dadurch gestärkt, dass er sich auf reale Marktpreise bezieht und nicht auf Umfragen.

In den Marktpreis fließen deutlich mehr Meinungen ein als in eine Umfrage, daher ist der  Index sehr glaubwürdig. Manche Analysten sprechen ihr daher fast schon prophetische Fähigkeiten zu.

Volatilität wird handelbar gemacht

Mittlerweile werden sogar Optionen auf den VIX angeboten.

Man kann mit Hilfe dieser Optionen Volatilität direkt handeln. Der Anleger kann diese Optionen als Sicherungsinstrumente für sein Depot verwenden.

In einer normalen Marktphase kosten diese Optionen wenig, da die Volatilität gering ist. Zur dieser Zeit kann der Anleger diese Instrumente erwerben.

Wenn es dann zur Krise kommt und seine Aktien fallen, steigen zumindest seine Optionen, da die Volatilität zunimmt.

15. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ludwig Buhmann
Von: Ludwig Buhmann. Über den Autor

Ludwig Buhmann analysiert für die GeVestor-Leser politische Entwicklungen rund um den Globus.