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Volatilität als eigene Anlageklasse: Diversifikation durch Vola-ETFs

Wenn Aktienmärkte fallen, wird Diversifikation händeringend gesucht.

Leider ist nicht immer absehbar, welche Anlageklasse gerade den besten Schutz vor Aktien-Crashs bietet.

Das beste Beispiel war der historische Oktober 2008. Im Zuge der Lehman-Pleite rauschten Aktien in den Keller.

Viele Investoren mit gemischten – und vermeintlich gut diversifizierten – Portfolios haben auf Diversifikation durch Anleihen oder Gold gebaut – und wurden enttäuscht.

Gold, das oft einen spürbaren Diversifikationsnutzen in Aktien-Crashs aufweist, wurde im Zuge des Liquiditätsengpasses vieler Hedge-Fonds mit den Aktien abverkauft.

Auch die Anleihen konnten im besagten Oktober nicht viel liefern, sodass sie nicht spürbar die Verluste aus Aktien ausgleichen konnten.

Die Volatilität ist damals in die Höhe geschossen. Da Volatilität inzwischen „handelbar“ ist – auch in Form von ETFs – macht es also Sinn, über ein Investment in Volatilität nachzudenken.


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Ein Investment in Volatilität – Was steckt dahinter?

Wenn die Märkte fallen und Investoren nervös sind, steigen die durchschnittlichen Schwankungen an den Märkten rapide an. Die Maßzahl dafür ist die Volatilität.

Neben der „historischen“ Volatilität, die sich aus den Aktienkursen der Vergangenheit errechnet, ist außerdem die sogenannte „implizite“ Volatilität relevant.

Sie errechnet sich aus den Preisen der gehandelten Optionen und spiegelt die von den Marktteilnehmern erwartete, zukünftige Volatilität wieder.

Fallen die Märkte, dann steigt die implizite Volatilität sprunghaft an – und das oft überproportional zu den fallenden Aktienmärkte. Beruhigen sich die Märkte wieder, geht sie dafür langsam aber stetig zurück.

Langfristig tendiert die implizite Volatilität zu ihrem Mittelwert zurück. Sie schwankt also innerhalb von gewissen Grenzen.

Ausreißer – wie im Herbst 2008 – existieren dabei eher nach oben als nach unten, was eine wünschenswerte Eigenschaft ist, da man bei einem Investment von einem „Preisanstieg“ der Volatilität profitiert.

Investieren in den VIX – am besten optimiert

Investieren kann man in Volatilität durch Produkte auf Volatilitätsindizes. In Deutschland bekannt ist der VDAX – der Vola-Index auf den DAX.

In den USA heißt das entsprechende Gegenstück VIX. Hierhinter verbirgt sich der Vola-Index auf den S&P 500.

Zuerst handelbar war Volatilität durch Futures auf den VIX. Mit einer Long-Future-Position kann man auf einen Anstieg der impliziten Volatilität spekulieren, mit einer Short-Position entsprechend auf einen Rückgang der Vola.

Auf diesen Futures basiert auch der S&P 500 VIX Futures Enhanced Roll Index. In ruhigeren Börsenphasen investiert der Index in länger laufende Futures.

Das hat den Vorteil, dass hier die Vola langsamer wieder fällt, als bei kurzlaufenden Vola-Futures.

Zieht die Volatilität wieder an, wechselt der Index in kurzlaufende Vola-Futures. Diese reagieren sensibler auf Veränderungen des Marktumfelds – was unter dem Gesichtspunkt der Diversifikation zu Aktien wünschenswert ist.

Der Anbieter Lyxor bietet inzwischen einen ETF auf  den S&P 500 VIX Futures Enhanced Roll Index an.

Die Anlageklasse Volatilität ist als Investment interessant – vor allem, um sich vor einem Marktumfeld zu schützen, von dem man nicht genau weiß, ob man sich auf Renten und Gold als Diversifikation zu 100% verlassen kann.

Mehr zum Thema: Börsen ABC: Volatilität, was sagt sie aus?

26. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.