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Volatilität als Risikomaß

Volatilität hat etwas mit Ausschlägen zu tun. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet dort so viel wie „fliegen“ oder „flüchtig“. Bei der Volatilität im finanztechnischen Sinn geht es um Kurse, die aufwärts fliegen oder zu stürzen drohen, die flüchtig nach unten und oben ausschlagen – mal mehr und mal weniger. Börsen ABC: Volatilität, was sagt sie aus?

Volatilitäts-Maßstäbe

Genau dieses „mal mehr und mal weniger“ haben Experten in Indizes zu fassen versucht: An den Börsen gibt es sogenannte Volatilitäts-Indizes, etwa für den Dax oder den Dow Jones 500 in den USA.

Diese Volatilitäts-Indizes messen die von den Marktteilnehmern erwartete Schwankungsbreite, in diesem Fall der Aktienkurse in den Leitindizes. Werden große Kurssauschläge nach oben oder unten in Zukunft erwartet, erwartet man also eine hohe Volatilität.

Und weil hohe Schwankungen an der Börse für Anleger gefährlich sein können, ist in diesem Sinne die vorausgesagte Volatilität in der Tat ein Maß für das Risiko, das man erwartet. Die implizite Volatilität


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Unterschied zwischen Prognose und Realität

Die zu erwartende Volatilität kann sich natürlich von der tatsächlich eintretenden Schwankungsbreite unterscheiden. Blickt man also zurück und schaut auf die Kurse von Wertpapieren, Rohstoffen oder Zinsen, sieht man die tatsächlich realisierte Volatilität.

Durchläuft der Börsenhandel etwa eine ruhige Phase, in denen die Schwankungen gering sind und die Kurse leicht ansteigen, könnte man das als Signal nehmen, in einen Markt einzusteigen, der nach geringem Risiko aussieht. Das allerdings ist trügerisch – vor allem am Ende einer solchen Börsenphase. Denn irgendwann wird die Stimmung auch wieder kippen.

Unvorhersehbare Risiken

Kippt die Stimmung dann tatsächlich – in unserem Beispiel von einer Hochphase in eine Phase fallender Kurse –, dann nutzt einem das Wissen um die reale Volatilität in der Vergangenheit wenig.

Denn wenn dann die Baisse einsetzt, verstärken sich verschiedene Faktoren oft gegenseitig: Die Kurse stürzen ab. Dieses Risiko konnte man an der tatsächlichen Volatilität vorher nicht ablesen.

Auch aus einem anderen Grund greift Volatilität als (einziges) Maß für das Risiko zu kurz: Denn wenn beispielsweise eine Aktie stark ansteigt, dann ist die Volatilität der Aktie per definitionem hoch. Allerdings ist diese Art von Volatilität durchaus erwünscht. So betrachtet ist Volatilität in diesem Beispiel ein Maß für die Chance, die die Aktie realisiert hat.

Risiken stecken in fallenden Kursen

Das bedeutet, dass Volatilität als Risikomaß eher bedeutsam ist mit Blick auf fallende Kurse. Von Vorteil sind daher Risikomaße, die sich eher auf Abwärtsrisiken fokussieren – auf so genannte „Downsize“-Risiken. Studien haben nämlich ergeben, dass sich Entwicklungen an Kapitalmärkten mit Blick auf Downsize-Risiken besser erklären lassen als nur mit Volatilität.

Volatilität als „allgemeines“ Risikomaß

Allerdings können Voraussagen und Messungen zur Volatilität allgemeine Hinweise liefern, wie es um bestimmte Märkte steht oder stehen wird. Denn viele Marktteilnehmer orientieren sich an dieser Größe, wenn sie Anlageentscheidungen treffen.

13. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.