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Volatilität: Definition der Standardabweichung

Anleger, die sich auf dem Börsenparkett bewegen, treffen früher oder später auf den Begriff der Volatilität – eine Definition des Begriffes wird jedoch nur in den seltensten Fällen gegeben.

Zu allererst sollte jedoch vermerkt werden, dass die Volatilität nicht nur beim Wertpapierhandel, sondern auch auf vielen anderen Finanzmärkten eine große Rolle spielt. So trifft man sie beispielsweise auch auf den Devisenmärkten sowie beim Handel mit Rohstoffen oder Investmentfonds.

Volatilität: Definition eines Schwankungsbereiches

Der Begriff bezeichnet dabei einen Schwankungsbereich, den ein Kurs innerhalb eines bestimmten Zeitraums durchläuft. Der Zeitraum beträgt dabei in den meisten Fällen ein Jahr, kann jedoch unbegrenzt variiert werden.

Der Schwankungsbereich um einen vorher zu bestimmenden Maßwert nennt sich Volatilität. Die Definition dieses Maßwertes wird durch den Mittelwert des Kurses über den zu analysierenden Zeitraum bestimmt.

Nun wird berechnet, inwiefern sich der Kurs von diesem Mittelwert entfernt hat. Dies geschieht durch die Anwendung einer bestimmten Formel.


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Die Formel zur Berechnung

Nimmt man beispielsweise eine Aktie, deren Gewinn in Monat 1 (x) auf eine Prozent steht, im zweiten Monat jedoch einen Verlust von ebenfalls einem Prozent (y) einfährt, steht der Standard, um den sich die Volatilität entfaltet bei null Prozent (z). Der Gesamtzeitraum der Volatilität liegt somit bei zwei Monaten (n).

Die Standardabweichung berechnet sich demnach mit der Wurzel aus 1/n*((x-z)²+(y-z)²).

Die Volatilität bildet sich also bei diesem Beispiel aus der Wurzel von folgender Formel:

½ * ((1%-0%)²+(-1%-0)²)

Als Ergebnis erhält man eine Volatilität von einem Prozent – das heißt, die Rendite ist während dieses Zeitraumes um ein Prozent von dem Standardmaß abgewichen. Die Berechnung, wie sie in Wirklichkeit stattfindet, basiert natürlich meist auf deutlich umfangreicheren und meist auch komplexer zu rechnenden Zahlen.

Volatilität für Anleger enorm wichtig

Für Anleger ist die genaue Betrachtung dieses Schwankungsbereiches vor der Kaufentscheidung immens wichtig.

Je höher der Wert dieser Standardabweichung ist, desto höher ist gleichzeitig das Risiko eines Verlustgeschäftes. Gleichzeitig steigen jedoch natürlich auch die Chancen auf höhere Gewinne an, da die Volatilität auch nach oben ausschlagen kann.

Mehr dazu: Volatilitätsindex: Was sagt er über die Marktentwicklung aus?

Höhere Volatilität = höheres Risiko

Gibt Firma X beispielsweise Aktien mit einer Volatilität von acht Prozent aus, Firma Y jedoch Wertpapiere mit einer Volatilität von zwölf Prozent, muss der potenzielle Investor entscheiden, welche Alternative seinem Anlegertypus entspricht.

Während die Aktien von X in diesem Beispiel deutlich risikoloser zu handeln sein dürften, sind die Gewinne vergleichsweise niedrig. Bei Wertpapieren der Firma Y ist diese Entwicklung dagegen genau umgekehrt.

Neulinge auf dem Finanzparkett sollten sich jedoch für den Anfang eher an einer möglichst niedrigen Volatilität orientieren und sich erst mit steigender Erfahrung an die risikoreichere Investitionen heranwagen.

Mehr dazu: Was die Volatiliät für Ihre Börsenengagements bedeutet

25. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.