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Volatility Index: Das Angstbarometer für Anleger

Aus der Volkswirtschaftslehre weiß man angeblich, dass eigentlich der rational denkender Mensch die Wirtschaft bestimmt.

An den Börsen allerdings bestimmen vorwiegend Angst und Gier die Kursausschläge von Wertpapieren. Oft werden lediglich Vermutungen und Hoffnungen gehandelt.

Um diese Parameter zu kanalisieren, wurde der Volatility Index (VIX) der Terminbörse Chicago Board Options Exchange (CBOE) entwickelt.

Dieser Index misst anhand von Optionspreisen die erwartete kurzfristige Schwankungsbreite (implizite Volatilität) des Index S&P 500 über die kommenden 30 Tage.

Er gibt demnach an, wie stark der S&P 500 in den nächsten 30 Tagen nach oben oder unten schwanken kann.

Hohe Werte des VIX deuten auf deutliche Kursausbrüche hin, während kleine Werte eher einen ruhigen Kursverlauf vermuten lassen.

Damit wird der VIX auch als „Angstbarometer“ an den Börsen betitelt.

Mehr dazu: Nutzen aus der Angst ziehen


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Geschichte des Volatility Index

Die Idee einen „Angstbarometer“ zu entwickeln, hatten bereits Professor Menachem Brenner und Professor Dan Galai 1986.

Aber erst 1992 bat die CBOE Professor Robert Whaley, für den Aktienmarkt einen Volatility Index basierend auf Optionspreisen zu entwickeln.

Ein Jahr später wurde der VIX vorgestellt, mithilfe dessen sich zunächst die Schwankungsbreite des S&P 100 ermitteln ließ.

Erst ab 2003 bezog sich die Berechnung auf den S&P 500.

Da der VIX gegenläufig zum S&P 500 verläuft, erreichte der VIX auch in der Finanzkrise im November 2008 seinen höchsten Tagesschlusskurs mit 80,36 Prozentpunkten.

Ein Monat zuvor am 24. Oktober konnte sogar während des Handelsverlaufs ein Wert von 89,53 gemessen werden.

In der Regel pendelt das Barometer bei Werten um die 20 bis 30 Prozentpunkten.

Wie interpretieren Sie den Volatility Index?

Der Volatility Index spiegelt im Allgemeinen die Angst und Nervosität der Anleger wider.

Steigt diese wollen Händler von Optionen mit einer höheren Risikoprämie entschädigt beziehungsweise „abgesichert“ werden – das lässt wiederum den VIX steigen, da er auf Optionspreisen basiert.

Werden beide Linien – VIX und S&P 500 – in einem Chartbild dargestellt, fällt auf, dass sie gegenläufig reagieren. Steigt der VIX und deutet somit zunehmende Verunsicherung im Markt an, gehen die Kurse des S&P 500 zurück.

Ursache dafür ist, dass mit wachsender Angst die Anleger immer mehr Aktien verkaufen und somit die Kurse weiter in den Keller drücken.

Mehr dazu: VIX-Index als Absicherung in Krisenzeiten

Beispiel einer Schwankungsbreite

Im Chartbild wird der VIX immer in Prozentpunkten und in annualisierter Form angegeben.

Um jetzt die mögliche Schwankungsbreite für die nächsten 30 Tage berechnen zu können, muss dieser Prozentwert durch die Wurzel aus 12 geteilt werden.

Als Beispiel nehmen wir einen VIX von 20% an. Dementsprechend kann der S&P 500 in den nächsten 30 Tagen um 5,77% nach oben oder unten schwanken.

17. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.