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Vom Handelsplausch zur Hochfrequenz – die Geschichte der Börsen

Die Geschichte beginnt, wie so viele Geschichten im Laufe der Menschheit, auf dem Marktplatz.

Dort kommen Menschen aus aller Herren Ländern und Fürstentümern Europas zusammen, sie bringen Informationen mit aus ihrer Heimat, während sie Stoffe kaufen, Gewürze verkaufen und dafür die unterschiedlichen Währungen über den Tisch schieben.

Die ersten Börsengeschäftsführer waren Kneipiers

In Brügge tut man das am Ende des 14. Jahrhunderts auf dem Platz vor dem Gasthaus der Familie Van der Beurse – dort wohnten die Händler auch.

Die Familie kommt auf die Idee, regelmäßig feste Wechselkurse festzulegen – später dann auch Preise für andere Dinge. Das war der erste Schritt hin zu einer Börse.

Aus diesen Treffen haben sich nach und nach feste Regeln ergeben – und Gastgeber. Die sorgten in der frühen Zeit vor allem für das leibliche Wohl der angereisten Geschäftsleute.

Im Nachhinein könnte man sie als die ersten Geschäftsführer der Börsen betrachten.

Mehr dazu: Geschichte der Wirtschaft: Die größten Säulen


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Rauher Wind an Frankfurter Börse

In Frankfurt baten Kaufleute im Jahr 1585 um die Eröffnung einer Börse. Ihr Zweck – die Festlegung des Kurses des Reichtalers – und das mitunter unter widrigen Bedingungen.

Denn die Treffen fanden auf dem Römerplatz statt, draußen, bei Wind und Wetter.

Zeit und Information – die erste Aktie

An der Börse in Amsterdam wurde dann schließlich die erste Aktie gehandelt. Ein Zusammenschluss dortiger Gewürzhändler kam auf die Idee, Anteile ihrer Vereinigten Ostindischen Handelskompanie über die Börse zu verkaufen.

Mit dem Herausbilden moderner Börsen wie wir sie heute kennen wurde dann ein Faktor immer wichtiger – der zeitliche Vorsprung vor anderen Markteilnehmern.

Denn wer als erster über neue Nachrichten verfügt hat und die Folgen richtig    einschätzen konnte, der hatte natürlich erhebliche Vorteile.

Er hatte die Möglichkeit, früh zu reagieren und bekam günstige Preise. Das ist heute noch eines der wesentlichen Merkmale von Börse.

(Informations-)Technik spielt eine Schlüsselrolle

Um bei diesem Wettlauf um die Zeit die Nase vorn zu haben, sind Börsen natürlich auch ein Ort, an dem neue Techniken schnell Eingang finden.

Brieftauben, Telegraphen, das Telefon waren die Medien, die zu ihrer jeweiligen Zeit an den Börsen rasch eine bedeutende Rolle spielten, um die Informationen so schnell wie möglich austauschen zu können.

Und das gilt bis heute. Vorbei sind die Zeiten, in denen Börsenhändler zwei oder drei Telefone am Ohr hatten und wild gestikulierten oder ihre Orders in den Börsenraum schrien.

Heute ordnen Bits und Bytes das einstige für außen Stehende undurchschaubare Gewusel. Händler heute sitzen zwar noch an den etablierten Börsen – wie in Frankfurt, New York, Tokyo oder Shanghai.

Allerdings könnten sie ihre Arbeit im Grunde auch von zu Hause erledigen – an einem ans Internet angeschlossenen Computer.

Große Banken nutzen das seit langem und haben ihre Handelsräume in ihren Häusern untergebracht.

Heute rollen keine  Münzen mehr über irgendwelche Börsentische auf dem Marktplatz einer Stadt – sondern es schießen Milliardentransaktionen in Mikrosekunden rund um den Erdball.

18. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.