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Von sicher bis risikoreich: So werden Investmentprofile erstellt

Bei allen Geldanlagen gilt: Höhere Erträge gehen automatisch mit höherem Risiko einher. Es ist sozusagen der Preis für die Rendite.

Wie viel man erwarten kann, muss immer abhängig vom Risiko gesehen werden. Vor jeder Investmententscheidung ist das Rendite-Risiko-Profil zu beurteilen. Der Begriff taucht zwar ständig auf, doch was genau bedeutet er?

Rendite-Risiko-Profil: Der Preis für Anlagererträge

Generell bezeichnet Rendite-Risiko-Profil das Verhältnis einer erwarteten Rendite zum Risiko, also der Kehrseite der Sicherheit. Das betrifft Einzelinvestitionen, ganze Portfolios oder Fonds. Klassisches Beispiel für höchste Sicherheit zu niedrigsten Zinsen ist das Tagesgeld. Bei Wertpapapieren sind es Anleihen mit bester Bonität, ebenfalls mit niedriger Verzinsung. Aktien indes bieten langfristig um die 7% Rendite, haben aber ein höheres Risiko.

Die Kunst besteht nun darin, den Zielkonflikt zwischen Ertrag und Sicherheit über ein Portfolio oder einen Fonds mit möglichst optimalem Rendite-Risiko-Profil aufzulösen. Eine Herausforderung ist dabei schon die geeignete Zusammenstellung der verschiedenen Anlageklassen. Sieht man einmal von eindeutig riskanteren Investments wie etwa Derivate ab, so ist es nicht nur damit getan, grob nach Anleihen und Aktien zu verteilen.

Auch die Assetklassen selbst haben unterschiedliche Rendite-Risiko-Profile. Bei Anleihen gibt es verschiedene Laufzeiten mit Zinsänderungsrisiken. Bei Aktien geht es vor allem um Kursschwankungen, sprich Volatilität. Dies sind die Marktrisiken.


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Wertschwankungen als Risikofaktor

Im Allgemeinen werden die Gesamtmarktrisiken berücksichtigt. Wert- und Kursschwankungen stellen das zentrale Risiko dar. Sie ergeben sich aus der Entwicklung in der Vergangenheit, genauso wie die erwartete Rendite, von der sie abweichen.

So kann sich beispielsweise zeigen, dass eine Aktie zuvor um bis zu 40 % gestiegen und bis zu 20 % ins Minus gerutscht ist. Ergibt sich parallel dazu eine beobachtete durchschnittliche Rendite in Höhe von 8 %, so ist das der zu erwartende Ertrag.

Für Anleger bedeutet das: Investiert man etwa 10.000 € in die Aktie, kann man 8 % Rendite bzw. 800 € erwarten. Das Risiko besteht darin, dass man im Extremfall 2.000 € verlieren kann, aber auch die Chance hat, 4.000 € zu gewinnen. Vorgekommen ist es ja schon einmal.

Durchschnittliche Abweichung vom Ertrag

Dies sind aber nur die Spitzenausrutscher, die das Risiko verdeutlichen. Tatsächlich geht es bei der Volatilität um durchschnittliche Standardabweichungen, die sich aus der Häufigkeit von Ausschlägen in verschiedenen Größenordnungen ergeben.

Sie fließen bei Fonds in die Anlageklassen ein, wenn sie das Risiko-Rendite-Profil darstellen, verbreitet wird auch vom Risiko-Ertragsprofil gesprochen. Es ist Teil der gesetzlich verpflichtenden Informationen und präsentiert sich auf einer Risikoskala von 1 bis 7. Grundlage sind die jährlichen Volatilitätsintervalle.

Werte von 0 % bis 0,5 % bedeuten Stufe 1 – eine extrem hohe Sicherheit, die eigentlich nur Geldmarktfonds bieten. Auf Stufe 2 zwischen 0,5 % und 2 % bewegen sich vorwiegend Top-Anleihen mit kurzer Laufzeit.

Auf Stufe 4 oder 5 geht es um Abweichungen bis zu 10 % bzw. 15 % – hier finden sich etwa Mischfonds mit Aktien und teils riskanteren Anleihen. Darüber kommt dann das Feld für Aktienfonds mit Spezialisierungen und überdurchschnittlichen Renditen, aber ebenso hohen Wertschwankungen und Risiken. Auf Stufe 7 können die Intervalle der Ausschläge über 25 % betragen.

Orientierung an der persönlichen Risikofähigkeit

Als Anleger muss man sich entsprechend überlegen, welches Profil zu einem passt – ist man eher risikoscheu, konservativ, chancenorientiert oder gar risikobewusst. In Sachen Sicherheit geht es nicht nur ums verfügbare Kapital, sondern auch um das Lebensalter. Je jünger, desto länger können Aktien hohe Renditen einfahren. Es geht also um die eigene Risikobereitschaft und –fähigkeit.

Optimale Risiko-Rendite-Profile bieten übrigens ETF-Dachfonds, die in verschiedene ETFs auf Aktien und Anleihen investieren. Da jeder einzelne Fonds einen kompletten Index passiv abbildet, ist das Risiko in sich mehrfach breit gestreut.

Rein auf Aktien bezogen gibt es außerdem spezielle Low-Volatility-Indizes, die nur Papiere mit geringer Volatilität enthalten. Die Renditen können sich sehen lassen. Obendrein sind die Kosten für derartige Indexfonds generell sehr niedrig, und hohe Gebühren sind nicht nur ein Risiko, sie nagen tatsächlich an der Rendite.

28. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.