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Vorfälligkeitsentschädigung? Darlehen gekündigt? Rechnen Sie nach!

Das Wort Vorfälligkeitsentschädigung ist ein sperriger Begriff.

Geläufig ist er trotzdem – zumindest denjenigen Menschen, die schon einmal einen Immobilienkredit vorzeitig gekündigt haben.

Vorzeitig heißt: Vor Ablauf der Zinsbindungsfrist, die üblicherweise 10 Jahre beträgt. Falls Sie ähnliches vorhaben, sollten Sie aufpassen!

Die Vorfälligkeitsentschädigung muss der Kreditnehmer an die Bank zahlen, und zwar zusätzlich zu dem Geld, mit dem er den Kredit tilgt.

Damit wird die Bank für die ausbleibenden Zinsen entschädigt, die sie nach Tilgung des Kredits nicht mehr verlangen kann.

Vorfälligkeitsentschädigung – Dahrlehen neu berechnen

Die Vorfälligkeitsentschädigung errechnet sich – grob gesagt – so:

Man nimmt die noch ausstehenden Zinszahlungen, die bis Ende der Kreditlaufzeit noch anfallen würden.

Davon zieht man ab, was die Bank mit dem zurückgezahlten Betrag in der Zeit bis zur Fälligkeit noch erwirtschaften kann, etwa indem Sie das Geld erneut ausleiht oder (und das ist die Regel) in Wertpapieren anlegt.

Wie hoch darf die Vorfälligkeitsentschädigung sein?


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Es kommt darauf an: Tilgen Sie den Kredit vorzeitig, obwohl Sie die Immobilie weiterhin behalten, darf die Bank (leider!) Mondpreise verlangen.

Denn eigentlich haben Sie dann kein Recht auf vorzeitige Immobilienkündigung und sind somit auf die Kulanz der Bank angewiesen.

Auch eine Kündigung kostet

Das heißt: Einer Kündigung stimmt die Bank dann meistens zu.

Aber sie ist eben nicht umsonst zu haben.

Die Bank kann dann durchaus die kompletten Zinsen verlangen, die ihr durch die vorzeitige Rückzahlung des Darlehens entgehen.

Sie wird davon allenfalls das abziehen, was Sie bei Anlage des Geldes etwa bei der Bundesbank beziehungsweise Europäischen Zentralbank erhält – und das sind derzeit nur 0,5 Prozent.

Anders sieht es aus, wenn die beliehene Immobilie verkauft wird.

Dann haben Sie als (vormaliger) Eigentümer ein Recht auf vorzeitige Kündigung des Kredits.

Die schlechte Nachricht lautet: Eine Vorfälligkeitsentschädigung müssen Sie auch dann zahlen. Die EU-Pläne zur Abschaffung der Vorfälligkeitsentschädigung sind inzwischen vom Tisch.

Die gute Nachricht lautet aber: Die Höhe dieser Vorfälligkeitsentschädigung ist in solchen Fällen begrenzt.

Mehr dazu: Informationen zur Vorfälligkeitsentschädigung

Wie lautet die gesetzliche Regelung?

Konkret hat der Bundesgerichtshof festgelegt: Von der Zinssumme muss die Bank mindestens das abziehen, was Hypothekenpfandbriefe gleicher Laufzeit bringen würden (BGH XI ZR 27/00).

Aber auch da hat es immer findige Banken gegeben, die sich eben die Statistik über Hypothekenpfandbriefe herausgesucht haben, bei denen die Zinsen am niedrigsten (und die Vorfälligkeitsentschädigung damit am höchsten) ausfielen.

Inzwischen hat der BGH klargestellt: Gültig ist nur die Kapitalmarktstatistik der Deutschen Bundesbank.

Was heißt das für Sie? Lassen Sie die Vorfälligkeitsentschädigung Ihrer Bank nachrechnen.

Diesen Service bieten für vergleichsweise wenig Geld (60 Euro) beispielsweise die Verbraucherzentrale Bremen und die FMH Finanzberatung in Frankfurt an.

Drohgebärden lohnen sich

Kommt dabei eine niedrigere Vorfälligkeitsentschädigung heraus, konfrontieren Sie die Bank damit und drohen Sie mit Klage.

In aller Regel wird die Bank dann schnellstens einlenken.

Schützen Sie sich vor dem Kartell der Vermögensvernichter.

Staat, Banken, dubiose Anlagevermittler – sie alle haben es auf Ihr Geld abgesehen. Dagegen sollten Sie gewappnet sein.

14. April 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".