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Online-Broker: Extragebühren als Stolperfalle

Viele Online-Broker sehen auf den ersten Blick verlockend günstig aus, scheffeln jedoch heimlich durch zahlreiche Extragebühren saftige Profite.

Ein Beispiel hierfür sind Fonds- und ETF-Sparpläne. Diese sind zwar sinnvoll, aber die Gebühren für die Transaktionen sind nicht immer sehr günstig.

Der Clue dahinter: Sie bekommen einen günstigen Durchschnittspreis, wenn Sie Fondsanteile häppchenweise für immer den gleichen Betrag kaufen.

Denn sind die Fondsanteile teuer, werden automatisch weniger gekauft. Aber die Banken verlangen für Fondssparpläne gute Gebühren.

Konkret: Meist nehmen sie für den Ankauf der Fondsanteile einen Festpreis, zum Beispiel 2,50 €, wenngleich die Einrichtung oder Löschung eines Sparplans nichts kostet.

Online-Broker: Extragebühren im Beispiel

Ein Beispiel: Angenommen, Sie kaufen per Sparplan jeden Monat Fondsanteile für 50 €. Bei einer monatlichen Ordergebühr von 2,50 € bedeutet das immerhin: 5% Ihres Sparvolumens geht schon allein für die Transaktionskosten drauf.

Damit nicht genug: Auch für einen Auszahlplan nehmen viele Broker Geld – und zwar in der gleichen Höhe. Dazu kommen nicht selten ratenabhängige Entgelte (z. B. 0,25% der investierten Summe bei der DAB-Bank).

Tipp: Weniger Sparraten zu höheren Summen einrichten

Solche Sparplan-Gebühren lassen sich kaum vermeiden, aber Sie können sie zumindest reduzieren.

Erhöhen Sie die Sparrate und verringern Sie dafür die Zahl der Käufe. Beispiel: Sie wollen pro Jahr 600 € investieren. Bei einem monatlichen Sparplan zu 50 € und 2,50 € pro Transaktion zahlen Sie dafür 30 € Gebühren, das sind 5% der investierten Summe.


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Entscheiden Sie sich dagegen für eine Sparrate von 150 € pro Quartal, zahlen Sie nur 10 € Gebühren pro Jahr, das entspricht lediglich 1,67% Ihres Investments.

Aufpreise für Orders per Telefon oder Fax

Online-Banken sind weit günstiger als Filialbanken. Das gilt aber nur, wenn Sie Ihre Wertpapieraufträge auch online eingeben.

Ordern Sie dagegen per Telefon oder Fax, muss ein Mitarbeiter Ihren Auftrag in die Ordermaske eingeben – und das lassen sich auch Online-Broker gut bezahlen. In aller Regel verlangen sie dafür einen Aufpreis von rund 10 €.

Gebühren rund ums Jahr

Wer denkt beim Ordern schon an die Gebühren, die Jahr für Jahr anfallen? Die Abbuchungen auf dem Verrechnungskonto fördern so einiges an Gebühren zutage, mit denen ein Privatanleger nicht unbedingt rechnet.

Transaktionsgebühren für Auslandsdividenden

Haben Sie auch Aktien in Ihrem Depot, deren Stammgesellschaft Ihren Sitz im Ausland hat?

Dann achten Sie darauf, ob Ihr Broker Ihnen Jahr für Jahr für die Dividendengutschrift eine „Transaktionsgebühr Ausland“ in Rechnung stellt.

Das machen beispielsweise Maxblue mit stolzen 19,90 € und Flatex mit immerhin 5 € pro Ausschüttung. Übrigens wird diese Transaktionsgebühr auch dann verlangt, wenn sich die Aktiengesellschaft im EuroRaum befindet.

Mehr zum Thema: Flatex: Günstiger Broker mit Einschränkungen

Nur manchmal übernimmt die ausschüttende Gesellschaft solche Gebühren pauschal für ihre Investoren. Darauf sollten Sie sich aber nicht verlassen.

Auslandsaktien, die Sie länger halten wollen, sollten Sie daher besser bei einem Broker kaufen, der von der ausgeschütteten Dividende nicht jedes Mal ein Stück abzwackt.

Gebühren für die Beschaffung von Eintrittskarten zur Hauptversammlung

Eintrittskarten zur Hauptversammlung beschafft Ihnen Ihr Broker. Das gilt zumindest bei Inhaberaktien und kostet in der Regel keine Gebühr.

Aber einige Online-Depotbanken lassen sich diesen Service doch bezahlen. 5,95 € kostet dieser Service etwa bei Flatex. Übrigens zahlen Sie diese Summe zweimal, wenn Sie Karten für 2 Personen bestellen – etwa zusätzlich für Ihren Ehemann oder Ihre Ehefrau.

Diese Gefahr besteht allerdings nur bei Inhaberaktien, bei Namensaktien lädt die Aktiengesellschaft selbst ein.

Extra-Gebühren für die Zusendung von Papierbelegen

Wenn Sie sich Dokumente in Papierform zusenden lassen, müssen Sie dafür oft weit mehr als nur die Ausdruck- und Portokosten zahlen.

Allzu oft berechnen die Online-Broker 10 € pro Kopie/Beleg. Für eine Jahreserträgnisaufstellung will Maxblue beispielsweise 20 €, für manuell erstellte Steuerbescheinigungen 29 €. Die Jahressteuerbescheinigung ist dagegen bei den meisten Brokern kostenfrei.

Dokumentenarchiv richtig einstellen

Was Sie nicht hieb- und stichfest auf Papier brauchen, sollten Sie sich in Ihrem Online-Dokumentenarchiv anschauen und selbst ausdrucken. Alle anderen Belege sollten Sie sorgfältig archivieren.

Übrigens können Sie bei den meisten Brokern selbst bestimmen, was Sie kostenpflichtig per Post zugesandt bekommen möchten und was nicht. Meist finden Sie diese Funktion unter „Dokumente“ -> „Einstellungen“.

So können Sie zumindest diese Extragebühren der Online-Broker umgehen.

7. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.