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Im Schnellcheck: Vorsorgekonzepte zur Rente

Aufgrund der Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre sind viele Versicherte dazu gezwungen ihre private Vorsorge neu zu kalkulieren. Wie diese Kalkulation im Einzelfall aussieht, hängt stark von der persönlichen Lebensplanung ab. Arbeitnehmer haben grundsätzlich die Möglichkeit, vor dem gesetzlichen Rentenalter in den Ruhestand zu treten. Dafür müssen diese dann aber Abschläge hinnehmen.

Wer also auch nach der Rentenerhöhung weiterhin mit 65 Jahren aus dem Berufsleben austreten möchte, verzichtet auf 7,2 Prozent seiner Altersbezüge. Bei der privaten Altersvorsorge kommt es darauf an, genau zu rechnen und auf möglichst flexible Vorsorgekonzepte zu achten.

Wer einen sorgenfreien Ruhestand genießen möchte, ist demnach auf eine private Zusatzrente angewiesen. Die Lücke, die sich zwischen den laufenden Einnahmen und Ausgaben im Alter ausdehnt, wird dabei oft unterschätzt.

Allgemein lässt sich sagen, dass man je nach finanzieller Situation und Lebensstandard zwischen 15 und 20% seines Einkommens zur Seite legen und gewinnbringend anlegen sollte um im Alter finanziell abgesichert zu sein.

Wie ist sollte ein individuelles Vorsorgekonzept aufgebaut sein?

Am Beginn der Entwicklung eines individuellen Vorsorgekonzeptes steht eine sorgfältige Analyse der finanziellen Situation.

Die zu erwartende gesetzliche Rente, Zahlungen aus der Riester Rente und weitere Einnahmen wie etwa Betriebsrenten, Mieteinkünfte oder Zins- und Dividendenzahlungen bilden den Ausgangspunkt für die Berechnungen. Die Ausgaben stehen dem gegenüber.

Um eine auftretende Versorgungslücke decken zu können, muss ein sogenannter Kapitalstock aufgebaut werden. Es gilt: Je früher mit dem Ansparen begonnen wird und je verantwortungsvoller das Ersparte eingesetzt wird, desto besser. Zu Beginn wird durch die gesetzliche Rente der Grundstein für die Rentenabsicherung gelegt.

In der Regel reicht dieser jedoch nicht aus um den aktuellen Lebensstandart im Rentenalter beizubehalten. Eine zusätzliche Möglichkeit über den gesetzlichen Rentenschutz hinaus bietet zum Beispiel die Riester Rente. Dabei können auch steuerliche Aspekte für den Anleger relevant sein. Private Altersvorsogen bieten letztlich flexible und individuelle Lösungen.

Was versteht man unter einer Basisrente?

Die Basisrente ist im Unterschied zur gesetzlichen Rente eine kapitalgedeckte Versicherung. Damit ist diese nicht unbedingt abhängig von Beiträgen, die andere einzahlen, wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung der Fall ist. Man kann sich bei der Basisrente den Anbieter aussuchen und damit verbunden auch eines der zahlreichen Angebote für die Basisrente.

Ursprünglich war der Ansatz für die Basisrente die Sicherung einer grundlegenden Altersversorgung für Freiberufler und andere Selbständige, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung eingebunden sind.

Aber nicht nur Selbstständige sondern auch Arbeitnehmer profitieren von den interessanten Möglichkeiten der Basisrente. Jeder Sparer kann so flexibel einzahlen, wie es ihm seine finanziellen Verhältnisse erlauben. Zur Wahl stehen feste monatliche Beträge und/oder Einmalzahlungen am Jahresende.

Alle Beiträge zur Basisrente können steuerlich geltend gemacht werden. Wenn zusätzlich Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden, können diese zusammen mit den Beiträgen zur Basisrente (bei einem Höchstbetrag von 14.000 Euro für Alleinstehende und bei 28.000 Euro für Ehepaare) mit 70% Prozent steuerlich in Abzug gebracht werden.

Bis zum Jahr 2024 steigt der Prozentsatz der steuerlichen Absetzbarkeit jährlich in Zwei-Prozent-Schritten. Ab 2025 können Sie die Beiträge zur Basisrente dann zu 100% (bei einer Obergrenze von 20.000 Euro für Alleinstehende und bei 40.000 Euro für Ehepaare) in Abzug bringen.

2. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.