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Vorsteuer auf Bewirtungskosten – keine konkrete Regelung

Bewirtungskosten gehören zum Geschäftsalltag und können nach § 4 Abs. 4 EStG) als Betriebsausgaben geltend gemacht werden.

Diese Regelung betrifft Unternehmen jeglicher Größenordnung, körperschaftspflichtige Kapitalgesellschaften und sogar Arbeitnehmer, die beruflich bedingte Bewirtung als Werbungskosten von der Steuer absetzen können.

Entscheidend für die Anerkennung entsprechender Ausgaben beim Finanzamt ist immer, dass ihre Höhe dem Anlass angemessen, dieser eindeutig betrieblich oder geschäftlich bedingt ist und die Kosten eindeutig nachgewiesen werden können.

Als Bewirtungskosten werden auch Aufwendungen, die damit in Zusammenhang stehen, anerkannt – wie z.B. Eintritt, Garderobengebühren oder Trinkgelder in geringem Rahmen.

Da Betriebsausgaben steuermindernd abzugsfähig sind, trifft dies auch auf die Vorsteuer Bewirtungskosten zu. Allerdings unterscheiden sich beide Positionen hinsichtlich der Höhe, in der sie steuermindernd wirken können.

Vorsteuer Bewirtungskosten – in voller Höhe absetzbar

Der Gesetzgeber sieht in der Beteiligung des einladenden Geschäftsmannes an der Bewirtung einen Eigennutzen, den er nicht als abzugsfähige Betriebsausgabe einstuft. Entsprechend dürfen von einer Bewirtungsrechnung auch nur 70 % gewinnmindernd eingesetzt werden. Die Vorsteuer der Bewirtungskosten ist jedoch über den gesamten Rechnungsbetrag verrechenbar.

Bedacht werden muss allerdings, dass durchaus nicht alle Kosten, die der Einladende für Speisen, Getränke und Genussmitteln aufwendet, in die Vorsteuer Bewirtungskosten eingehen können.

Nach der allgemeinen Verkehrsauffassung können die Aufwendungen aber durchaus mit einem unterschiedlichen Niveau angesetzt werden.

Denn ihre Angemessenheit richtet sich nach Branchenverhältnissen, der Größe des Unternehmens, der Höhe und der Langfristigkeit des Umsatzes zwischen Geschäftspartnern oder nach der Bedeutung, die der Repräsentationsaufwand für den Geschäftserfolg hat.

Vorsteuer Bewirtungskosten – so viel ist angemessen

„Allgemeine Verkehrsauffassung“, „übliche Aufwendungen“, „Angemessenheit“ – in diesen Begriffen steckt ein nicht unerhebliches Streitpotenzial. Die Auffassungen darüber, welche Kosten sinnvoll sind, liegen bei Unternehmern und Finanzamt zuweilen weit auseinander. Zum Leid vieler Firmenchefs, die weniger gut am Markt vertreten sind, wird die Auslegung immer großzügiger, je bedeutender ein Unternehmen ist.

Freiberufler oder Künstler mit geringeren Einkommen sollten sich in dieser Frage keinesfalls zu weit aus dem Fenster lehnen. Denn Geschäftsessen, die weit über den üblichen Standard hinausgehen, kritisiert das Finanzamt umgehend.

Damit wird auch die Vorsteuer der Bewirtungskosten vakant. Auch ein übermäßig hoher Anteil von Bewirtungskosten fordert den Widerspruch der Finanzbehörden heraus. Zudem bestehen sie auf strengen Formalien der Abrechnung.

Vorsteuer Bewirtungskosten – korrekter Nachweis

Der beste Bewirtungsnachweis ist immer noch eine Gaststättenrechnung, denn hier ist auch die Vorsteuer Bewirtungskosten exakt ausgewiesen sowie Ort und Tag – ebenfalls notwendige Angaben für die Steuer.

Auch der Anlass und die Teilnehmer müssen bei der Abrechnung eindeutig definiert sein. Allerdings lassen sich Versäumnisse auch schon einmal ausbügeln. Allerdings ist der  Bewirtungsbeleg ohne Name gültig.

Jeder Unternehmer, der Bewirtungskosten gewinnmindernd geltend machen will, sollte auf die Verhältnismäßigkeit seiner Forderungen achten. Wenn die Voraussetzungen, Formalien und üblichen Regeln eingehalten werden, dann klappt es auch mit der Vorsteuer auf Bewirtungskosten.

9. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.