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Vorsteuer bei Photovoltaik: Unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt melden

Wer bereits eine Solaranlage auf dem Dach installiert hat oder mit dem Gedanken spielt, ein solches System zu kaufen, muss sich auch über die steuerlichen Konsequenzen in puncto Vorsteuer bei Photovoltaik bewusst sein.

Hiervon ist man in jedem Fall betroffen, wenn man die gewonnene Energie – wie die meisten Haushalte dies praktizieren – zum Teil auch an ein Versorgungsunternehmen verkauft. Viele Solaranlagen produzieren so viel Strom, dass man damit einen Überschuss erwirtschaftet und diesen verkaufen kann. Jedoch muss man dies natürlich auch wieder mit den Behörden abklären.

So ist man in der Pflicht, spätestens einen Monat, nachdem man damit begonnen hat, die Energie an ein Unternehmen weiterzuverkaufen, dies beim Finanzamt anzumelden. Dadurch nimmt man gleichzeitig eine unternehmerische Tätigkeit auf.

Solaranlage-Fragebogen des Finanzamts

Sobald man dem Finanzamt gemeldet hast, im Besitz einer Solaranlage zu sein und auch Energie zu verkaufen, erhält man einen Fragebogen zugesandt, auf dem man abschätzen soll, wie hoch die Einnahmen im Jahr durch den Stromverkauf sein werden.

Abhängig davon wird dann wiederum festgelegt, ob man Steuervorauszahlungen oder auch Vorsteuer auf Photovoltaik bezahlen muss. Grundsätzlich unterliegen alle Einnahmen aus einer Solaranlage der Umsatzsteuer. Jedoch kann man als Betreiber der Photovoltaik-Anlage auch entscheiden, wie man diese besteuert. Hierbei sind entscheidende Dinge zu beachten – mehr dazu später.

Kleinunternehmer einer Solaranlage

Ist der Umsatz niedrig genug, kann man seine Photovoltaik-Anlage als Kleinunternehmer abrechnen lassen. Das geht für den Fall, wenn die Umsätze im ersten Jahr unter 17.500 € liegen und im Folgejahr voraussichtlich nicht 50.000 € übersteigen werden. Dies wird vermutlich auf den Großteil der Solaranlagen-Privathäuser in Deutschland zutreffen.

Um mit seiner Solaranlage über 50.000 € Umsatz im Jahr zu machen, braucht man schon eine kleinere Solar-Farm mit einer ganzen Reihe von Anlagen. Insofern werden mit dieser Regelung die meisten Haushalte entlastet, denn dann fällt keine Vorsteuer auf Photovoltaik an – schließlich enthält dann die Rechnung an den Energiekonzern auch keine Umsatzsteuer mehr.

Es ist deshalb wichtig, diesen Punkt mit seinem Energiekonzern zu klären. Weist dieser nämlich auf der Rechnung die Umsatzsteuer mit aus, so muss man diese an das Finanzamt weiterleiten und kann nicht mehr als Kleinunternehmer seinen überschüssigen Strom verkaufen.

Vorsteuer auf Photovoltaik

Die Abrechnung als Kleinunternehmer sollte man allerdings erst im 2. Betriebsjahr beanspruchen. Davor gilt es, die Regelbesteuerung zu fordern und demnach auch die Umsatzsteuer auf der Rechnung auszuweisen.

Denn – und das ist der springende Punkte – nur dann kann man die gezahlte Mehrwertsteuer beim Kauf der Anlage als Vorsteuer Photovoltaik abrechnen und bekommt diese vom Finanzamt wieder zurück. Macht man das nicht, verpasst man diese staatliche Förderung und hat nichts von der Vorsteuer auf Photovoltaik.

25. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.