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Vorwarnung in 3 Stufen: wie sich Börsenausreißer ankündigen

Manchmal geht es ganz schnell und Wertpapierkurse, die sich lange ruhig und stabil entwickelten, schießen plötzlich in die Höhe oder stürzen ab.

Unerwartete Nachrichten, politische Signale, Krisen, Katastrophen oder Marktverwerfungen können bislang unspektakuläre Papiere zum Gewinner oder Verlierer des Tages machen.

Plusankündigung und Minusankündigung: Diese 3 Formen gibt es

Sobald sich eine extreme Abweichung vom vorangegangenen Kurs abzeichnet, gibt die Börse eine Vorwarnung an der Kurstafel– entweder als Plusankündigung oder als Minusankündigung. Deren Formen hängen von der Intensität der erwarteten Ausschläge ab.

Die Plusankündigung bzw. Minusankündigung gibt es in den Formen einfach, doppelt und dreifach. Erkennbar sind diese Kurszusätze an der entsprechenden Anzahl von Plus- oder Minuszeichen.

Welche Kategorie infrage kommt, richtet sich nach festen Bandbreiten der absehbaren prozentualen Veränderungen gegenüber dem Vortageskurs. Die Werte gelten einheitlich für alle Börsen, unterscheiden sich aber zwischen Wertpapieren wie Aktien einerseits und festverzinslichen wie Anleihen andererseits.


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  1. Plusankündigung und Minusankündigung einfach: 5% bis 10% Kursänderung bei Aktien, 1,5% bis 3% bei Anleihen.
  2. Plusankündigung und Minusankündigung doppelt: 10% bis 20% bei Aktien, über 3% bei Anleihen.
  3. Plusankündigung und Minusankündigung dreifach: Über 20% bei Aktien, bei Anleihen gibt es diese Stufe nicht.

Unterschiedliche Anlässe

Dass eine Plusankündigung oder Minusankündigung in einer der genannten Formen angezeigt wird, kommt zwar immer wieder vor, zeigt aber, dass ein ungewöhnlicher Vorgang zugrunde liegt. Immerhin bewegen sich Kursänderungen etwa bei Aktien üblicherweise eher zwischen 0,5% und 3%.

Die Anlässe für stärkere Ausschläge können ganz verschieden sein. Bilanzzahlen, Konjunkturerwartungen oder Gewinnwarnungen sind es in der Regel nicht, die sind professionellen Investoren meist vorher bekannt. Plötzliche Katastrophen wie Erdbeben mit enormen Schäden jedoch können die Papiere von Rückversicherern drücken.

Abgesehen davon kommt es immer wieder zu Massenphänomenen an den Börsen, wenn sich bestimmte Aktien verändern und alles entweder auf den Zug aufspringt oder in Panik verkauft. Automatisierte Handelsprogramme verstärken diesen Effekt. Ein weiterer Grund kann die Wiederaufnahme eines Papiers sein, bei dem der Handel zuvor ausgesetzt war.

Wie die Warnung zustande kommt

Zuständig für diese Ankündigungen ist der jeweilige Kursmakler an der Börse, besser gesagt der Skontroführer. Dessen Aufgabe ist es, marktgerechte Preise festzustellen. Dies tut er anhand der vorliegenden Orders für ein Papier. Die wiederum findet er in seinem elektronischen Orderbuch, dem sogenannten Skontro.

Bei der Preisfeststellung muss er zudem dafür sorgen, dass die Kurse möglichst kontinuierlich sind und allzu große Sprünge vermeiden. Sind die aber aufgrund der Auftragslage absehbar, kommt die Plus- und Minusankündigung ins Spiel. Sie zeigt den Händlern früh die anstehende Entwicklung, damit sie rechtzeitig gegensteuern und die Spitzen bremsen können.

Die Bedeutung und Tragweite dieser Maßnahme zeigt sich schon daran, dass der zuständige Skontroführer sie nur im Einvernehmen mit einem Vorstandsmitglied der Börse oder dessen Vertretung durchführen darf. Bekommt er die Erlaubnis, kann er die Notierung auch gewisse Zeit hinausschieben. An den deutschen Börsen wird seit einigen Jahren allerdings nicht mehr vom Skontroführer, sondern vom Spezialisten gesprochen.

Als Anleger sollte man bei derartigen Ankündigungen aber weder in Kauflaune noch in Panik verfallen. Meist pendeln sich die Werte nach kurzer Zeit auf ihr eigentliches Niveau ein. Im Nachhinein liest man dann oft vom „Verlierer oder Gewinner des Tages“.

7. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.