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Vorzugsaktien–Strategie mit eigenen Gesetzmäßigkeiten

Die Vorzugsaktien–Strategie ist eine Möglichkeit, die spezifischen Vorteile von Vorzugsaktien im Vergleich zu Stammakten gewinnbringend zu nutzen. Beide Aktiengattungen führen ein grundverschiedenes Eigenleben. Werden aber Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt, können Kurschancen entstehen. Mit der Vorzugsaktien-Strategie macht man als Anleger eine ganz eigene Spielwiese im Depot auf.

Vorzugsaktien-Strategie: Grundlagen

Vorzugsaktien stehen gewöhnlich etwas abseits des allgemeinen Interesses. Bekannt sind etwa die von VW. Ihre Kenn-Nummer endet stets mit einer 3, bei VW ist das WKN 766403. Seit Ende 2009 haben sie die Stammaktien ersetzt. Abgesehen davon spielen bei großen Unternehmen die Stammaktien an Börse eine Rolle.

Vorzugsaktien finden sich ansonsten vor allem bei mittelständischen und inhabergeführten Firmen, die sich in ihre Geschäfte nicht hineinreden lassen wollen – bei Vorzugsaktien gibt es kein Stimmrecht. Man verschafft der Firma Kapital und darf nicht mitreden, bekommt dafür aber fast immer eine höhere und vor allem gesetzlich vorrangige Dividende.

Sollte sie dennoch unter der Stammdividende liegen, bekommt der Vorzugsaktionär ein Stimmrecht. Vielfach haben Vorzugsaktien sogar eine Garantiedividende.


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Vorzugsaktien – mehr Dividende weniger Kurs

Dividenden lassen sich wunderbar zur Wertsteigerung im Depot nutzen, wenn sie fortlaufend reinvestiert werden. Die beachtlichen Erträge ergeben sich aus dem Zinseszinseffekt. Wer auf hohe Dividenden setzt, hat mit Vorzugsaktien eine zuverlässige Einnahmequelle.

Sollte einmal nicht ausgeschüttet werden können, so wird die Dividende verpflichtend beim nächsten Mal nachzahlt. Vorzugsaktien zeigen eine höhere Dividendenrendite. Und, während Stammaktionäre gelegentlich leer ausgehen, bekommen Vorzugsaktionäre ihr Geld.

Dafür wiederum haben Vorzüge in der Regel einen niedrigeren Kurs als die Stämme. Die Masse der Anleger und großen Investoren bevorzugt eben Stammaktien. Doch was bringt das Stimmrecht einem Privatanleger, wenn die Mehrheit der Papiere beispielsweise von BMW ohnehin in festen Händen ist?

Kurspotenzial bei Umwandlung

Ein nächster Aspekt ist die Umwandlung von günstigeren Vorzugs- in Stammaktien, die dann schnell höher notieren. Kandidaten für ein solches Vorgehen sind vor allem Firmen, die z.B. im S-Dax oder M-Dax aufsteigen wollen. Ihr Rang richtet sich nach der Marktkapitalisierung. Üblicherweise ist nur eine Aktiengattung im Index vertreten.

Sind beispielsweise ähnlich viele Vorzugsaktien im Umlauf wie Stammaktien und werden beide zusammengelegt, so erhöht sich die Marktkapitalisierung schlagartig. Das Handelsvolumen der Aktien steigt dabei ebenso wie in aller Regel der Kurs. Die Aktie wird auch für institutionelle Investoren interessanter. Eine Umwandlung spielt gleichfalls dann eine Rolle, wenn Unternehmen erst in einen beachteten Index aufgenommen werden wollen.

Verlierer bei Übernahmen

Vorzugsaktien können aber auch der große Verlierer sein wie beispielsweise der Übernahmepoker zwischen Porsche und VW gezeigt hat. Als Porsche Anfang 2008 verlauten ließ, Zugriff auf 74% der stimmberechtigten VW-Aktien zu haben, stiegen nur die. VW-Vorzugsaktien hingegen fielen ab.

Heute geben die Vorzüge im Dax den Ton an. Auch wenn jeder Fall verschieden abläuft, bei Übernahmen ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass gerade die stimmrechtlosen Aktionäre das bessere Angebot bekommen.

Bleibt festzuhalten, der Fokus bei einer Vorzugsaktien-Strategie liegt in Sachen Kurssteigerung auf einer Umwandlung und beim passiven Einkommen auf den Dividenden.

3. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.