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Vorzugsaktien vs. Stammaktien: Wann welches Wertpapier sinnvoller ist

Den Unterschied zwischen Vorzugsaktien und Stammaktien kennen Sie als Anleger sicher:

Bei Vorzugsaktien verzichten Sie auf ein Stimmrecht, dafür erhalten Sie mehr Dividende.

Wie viel mehr, das ist von Aktiengesellschaft zu Aktiengesellschaft und von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Welche Aktien sich aber für Privatanleger eher lohnen, Stamm- oder Vorzugsaktien, diese interessante Leseranfrage wollen wir in diesem Artikel beantworten.

Prinzipiell gilt: Vorzugsaktien und Stammaktien müssten eigentlich in etwa gleich viel wert sein

Denn sie repräsentieren den gleichen Teil des Grundkapitals. Dieses entspricht wiederum der Summe aller ausgegebenen Aktien und sellt – zusammen mit den Rücklagen – das Eigenkapital einer AG dar.

Was den Stammaktionären ihr Stimmrecht wert ist, bekommen die Vorzugsaktionäre immerhin mit einem Dividendenaufschlag abgegolten.

Mehr dazu: Stammaktien

Warum sich Stamm- und Vorzugsaktien aber an den Börsen manchmal so unterschiedlich entwickeln, hat einen anz einfachen Grund: Es liegt an der Situation der AG oder der zugehörigen Aktien.


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Mehr dazu: Vorzugsaktien

Stammaktien steigen vor allem im Vorfeld einer Übernahme

Denn der potenzielle Käufer einer AG will möglichst schnell die Mehrheit der Stimmrechte auf sich vereinigen.

Das lockt natürlich auch viele Spekulanten und Trittbrettfahrer, sich Stammaktien zu kaufen und sie später viel teurer an den Interessenten zu verkaufen. Das beste Beispiel war VW.

Als ruchbar wurde, dass Porsche die Mehrheit übernehmen wollte, stiegen die VW-Stämme auf bis zu 1.000 Euro – ein Wahnsinn. Die Kurse der Vorzüge dagegen sanken in dieser Zeit sogar.

Aber nicht immer fristen die Vorzüge ein unbeachtetes und unbegehrtes Dasein.

Die Vorzüge sind interessant wegen ihrer Dividenden. Sie sind aber auch interessant, wenn sie – und nicht die Stammaktien – es in einen bekannten Börsenindex schaffen.

Nehmen wir wieder das Beispiel VW:

Nach Abschluss der Übernahmeschlacht fielen die VW-Stämme aus dem DAX heraus; ganz einfach, weil es nicht mehr genügend frei handelbare VW-Stammaktien gab und die freie Handelbarkeit ein wichtiges Kriterium für die Aufnahme in den Index ist.

Prompt sind seitdem die Vorzüge im Wert gestiegen, während die Stammaktien für Anleger mittlerweile weniger interessant sind.

Je bekannter der Index, desto besser für die Aktien seienr Mitglieder

Nebenbei bemerkt: Indexmitglieder werden fast immer häufiger gehandelt als sonstige Aktien.

Je bekannter der Index, desto besser ist das für die Aktien seiner Mitglieder. Denn die Passivfonds, die den entsprechenden Index einfach nachbilden, müssen dann die entsprechenden Aktien kaufen.

Und die Aktienfonds, die sich am entsprechenden Index messen, werden einen Großteil ihres Portfolios ebenfalls aus Indexmitgliedern bestreiten. Die Aufnahme in den Index erhöht also automatisch die Nachfrage.

Vorzüge sollten Sie also dann kaufen, wenn es sich dabei um heiße Kandidaten für die Aufnahme in einen Aktienindex, und ganz besonders in einen großen Standardwerte-Index (z. B. den DAX) handelt.

Ich hoffe, das erleichtert Ihnen in Zukunft die Entscheidung.

Mehr zum Thema: Kennen Sie sich aus am Wertpapiermarkt? Testen Sie sich!

9. April 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".