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Wachstumsperlen entdecken – das sind die Eigenheiten des Growth-Ansatz

Wer Aktien nicht einfach nach dem alten Kostolany-Prinzip lange liegen lassen will, kann sein Glück mit verschiedenen Strategien probieren.

Neben der Momentum-, Contrarian-Strategie sind vor allem die Dividenden-, Value- und Growth-Strategie beliebt. Letztere setzt speziell auf Wachstumstiitel. Der Ansatz: Aktien zukunftsträchtiger Branchen herausfiltern, die mehr Rendite versprechen.

Überrenditen in Hausse-Phasen

Jede Strategie hat Vor- und Nachteile und muss im richtigen Kontext umgesetzt werden. Die Value-Strategie, bei der es um solide Substanzwerte geht, ist relativ unabhängig von der Marktrichtung.

Die Dividenden-Strategie bewährt sich mit ihren regelmäßigen Ausschüttungen auch in schwierigen Börsenzeiten. Und die Growth-Strategie ist ein Ansatz, der gerade in Hausse-Phasen große Zuwächse bringt. Geht es an der Börse aufwärts, können Wachstumsaktien ihr Potenzial besonders ausspielen.

Und genau um dieses Potenzial geht es. Während Substanzwerte längst etabliert sind, haben Wachstumswerte ihre Zukunft noch vor sich. Die aber gilt es beim Growth-Ansatz erst einmal zu entdecken. Wer rechtzeitig die Potenziale von Google, Apple, Amazon oder Facebook erkannt hatte, konnte satte Gewinne einfahren.


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Titelsuche nicht ohne Risiko

Dies sind Beispiele aus der IT-Branche. Bei der Growth-Strategie werden zunächst aussichtsreiche Branchen und daraus dann Unternehmen ausgewählt, die sich bereits größere Anteile am Boom-Markt sichern konnten. Als alternative Fundgrube gilt bislang auch die Biotechnologie-Branche.

Wachstumorientierte Anleger suchen Bereiche und Unternehmen, die weitgehend unentdeckt sind. Orientieren kann man sich dabei an der Informationslage. Auffallend positive Nachrichten etwa zu Umsatz, Gewinn und Innovationen. Das ganze ist aber nicht ohne Risiko.

Die Herausforderung: Wenn der Fluss guter Nachrichten aufhört, heißt es rechtzeitig aussteigen bevor der Wind dreht und die Kurse fallen. Wie tief eine Wachstumsbranche fallen kann, hat die Dotcom-Blase mit dem Einbruch des Neuen Markts Ende der 90er-Jahre gezeigt.

Überraschungen einkalkulieren

Mittlerweile finden sich zukunftsträchtige Wachstumstitel nicht nur in der IT-Branche, sondern etwa im Bereich Grüne Technologien. Zum Teil sind aber auch die Branchenzuordnung und Abgrenzungen schwieriger geworden. Das künftige Zusammenwachsen von IT und Autoherstellung – Stichwort Google-Auto – ist ein Beispiel.

Wer einmal vielversprechende Growth-Perlen gefunden hat, muss jedoch mit Unsicherheiten und Umbrüchen rechnen. Nicht alles läuft wie im Bilderbuch auf einer geraden Straße des Erfolgs.

Der als potenzieller Renner gehandelte Elektroautohersteller Tesla beispielsweise stand vor 3 Jahren vor der Pleite und plante den Verkauf an Google. Dann aber strukturierte Tesla um und die Aktie fuhr in eineinhalb Jahren von 30 € auf 224 €. Und schon gibt es neue Spekulationen über einen Zusammenschluss mit Apple.

Schwimmende Strategie-Grenzen

Apple übrigens hatte lange Zeit keine Dividenden ausgeschüttet. Seit der Kehrtwende aber gilt die Aktie bei den Anhängern der reinen Growth-Lehre nicht mehr als typischer Wachstumstitel. Sie folgen dem Prinzip, dass Gewinne zur Wertsteigerung voll reinvestiert werden müssen. Doch Dividenden und Wachstum sind längst kein Widerspruch mehr.

An diesem Punkt zeigt sich, dass sich der Growth-Ansatz mit der Dividenden-Strategie vermischen kann. Das gilt ebenso für die Value-Strategie. Irgendwann sind auch neue Wachstumswerte etabliert. Und umgekehrt können Substanzwerte etwa nach Firmenübernahmen oder mit Innovationen zu Wachstumswerten werden.

Nicht allein auf Growth setzen

Anleger sollten ohnehin mehrgleisig fahren. Die Erfahrung zeigt, dass sich Substanz- und Wachstumswerte in ihrer Favoritenrolle abwechseln und bei gleichzeitiger Anwendung die besseren Ergebnisse erzielt werden. Wenn dann Dividenden für ein zusätzliches Einkommen sorgen – umso besser.

Wer sich mit der Growth-Strategie versuchen will, aber bzgl. einzelner Kandidaten unsicher ist, der kann es mit Wachstums- bzw. Branchen-ETFs beispielsweise auf Aktien aus dem Tec-Dax oder Nasdaq probieren. Dieses Vorgehen empfiehlt sich vor allem für weniger versierte Anleger, denn die Growth-Strategie ist ohnehin ein Ansatz mit vergleichsweise hohem Risiko.

12. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.