Menü

Währungsreform 1948 : So reagierte der Handel

Nach dem zweiten Weltkrieg: Die Inflation hat die Reichsmark wertlos gemacht, die Armut in Deutschland ist hoch.

Illegaler Tauschhandel floriert.

Dann kommt die Währungsreform 1948 – doch war sie wirklich richtig?

Damals wurden Bankguthaben nur zögerlich eingewechselt, da derjenige, der mehr als 5.000 Mark anmeldete, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt brauchte und dazu Einkommensnachweise und Steuererklärungen vorlegen musste.

Buchgeld bedeutete einen erheblichen Nachteil

Der Betrag wurde selbst dann nicht vollständig umgewechselt und ausgegeben, sondern landete auf einem Sperrkonto.

Gratis Studie Zum Kostenlosen Download!
3 Top-Aktien für die Börsenrally 2014 . . . Download Hier ➜

Am Ende wurden dann aus 100 Reichsmark Bankguthaben nur noch 65 D-Mark. Buchgeld bedeutete also selbst in Erwartung eines Währungsschnitts gegenüber dem Bargeld einen großen Nachteil. Renten, Lohn- und Mietforderungen wurden 1:1 umgestellt.

Auch im Handel hatte das inzwischen aufgekommene Gerücht von einem bevorstehenden Währungsschnitt deutliche Konsequenzen.

So verschwanden schon vor dem 20. Juni 1948 die Waren aus den Läden.

Nach Einführung der D-Mark waren die Schaufenster demgegenüber sofort wieder gefüllt, weil jeder das neue Geld durch Verkäufe verdienen wollte und die Preise begannen durch den Ausverkauf zu steigen.

Mit der Währungsreform von 1948 trat das „Gesetz über Leitsätze für die Bewirtschaftung und Preisbildung nach der Geldreform“ in Kraft, das vor allem die freie Preisbildung, mit den Ausnahmen beispielsweise von Kohle, Stahl, Düngemittel und Treibstoff regelte, für den Höchstpreise festgesetzt wurden.

Warenbesitz versprach in dieser Phase deutliche Gewinne.

Währungsreform 1948: Sachwerte nahmen an Bedeutung zu

Interessant ist es hier zu untersuchen, wer an dem Währungsschnitt verdiente und wer verlor.

Die Währungsreform begünstigte dabei einseitig die Besitzer von Sachwerten gegenüber den Inhabern von Geldwerten.

Um diesen Umstand wenigstens teilweise auszugleichen, trat im September 1952 das Lastenausgleichsgesetz in Kraft, das vor allem durch Abgaben auf Grund- und Immobilienbesitz finanziert wurde.

Wie der Lastenausgleich tatsächlich funktionierte und welche weitreichenden Auswirkungen dieses Gesetz auf die deutsche Nachkriegsgeschichte hatte, erfahren Sie in einer weiteren Ausgabe.

28. April 2010

Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.