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Währungsrisiko für Fonds-Anleger: Oft geringer als befürchtet

Privatanleger sollten beim Kauf von in ausländischen Währungen notierten Wertpapieren das Währungs- bzw. Wechselkursrisiko beachten. Während Kursschwankungen von Wertpapieren meist große Aufmerksamkeit auf sich ziehen, fallen Veränderungen beim Wechselkurs oft „unter den Tisch“.

Dabei wird der Wechselkurs von einer Währung zu einer anderen ebenfalls an jedem Börsentag neu festgelegt und hat damit auch einen bedeutenden Einfluss auf den Wert ausländischer Investments.

Wer beispielsweise einen Fonds mit dem Schwerpunkt US-amerikanische Aktien erwerben möchte, sollte auch die zukünftige Entwicklung des US-$-Kurses im Auge behalten. Normalerweise stellt dies kein größeres Problem dar. Das €/US-$-Verhältnis wird börsentäglich auf vielen Internetseiten und Zeitungen veröffentlicht und auch Marktberichte über die weiteren Perspektiven desselben sind nicht schwer zu beschaffen.


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Schwieriger wird es schon bei Kursen von Währungen exotischerer Regionen. Wie sich beispielsweise der chinesische Renminbi oder der brasilianische Real entwickeln, dürfte mühsamer zu beurteilen sein. Dennoch sind es gerade Fondsanleger, die sich diesbezüglich in aller Regel wenig Sorgen machen müssen. Derartige Finanzprodukte werden nämlich häufig gegen schwankende Wechselkurse abgesichert.

Währungsrisiko: Schreckgespenst für Investoren

Bei einem Investment in eine Aktie in einer Fremdwährung tragen Anleger das volle Wechselkursrisiko. Ein Beispiel: Anleger Willi Schulz kauft für 5.000 € US-amerikanische Aktien von Microsoft zum Kurs von 50 US-$. Zu diesem Zeitpunkt beträgt der €/US-$-Kurs 1,25. Dementsprechend werden seinem Wertpapier-Depot 125 Microsoft-Aktien im Wert von 6.250 US-$ gutgeschrieben.

Einige Monate später möchte Herr Schulz seine Aktien wieder zu Geld machen. Der Kurs der Microsoft-Aktie liegt nun bei 55 US-$, der Anleger erhofft sich einen Gewinn. Allerdings ist der Wechselkurs €/US-$ auf 1,50 gestiegen. Aus diesem Grund erhält Herr Schulz nach dem Verkauf der Wertpapiere zwar 6.875 US-$, die jedoch nur noch einen Gegenwert von etwa 4.580 € darstellen. Aus dem vermeintlichen Börsenerfolg ist ein Verlustgeschäft geworden.

Fondsgesellschaften sichern Währungsschwankungen ab

Bei in fremden Ländern investierenden Fonds sind derartigen Risiken in vielen Fällen nicht vorhanden. Oft notieren in Europa angebotene Fonds mit dem Schwerpunkt währungsfremder Aktien in Euro.

Anleger kaufen in Euro, können den Kurs in Euro verfolgen und verkaufen in Euro. Gegen das Risiko etwaiger Währungsschwankungen haben sich die Fondsgesellschaften durch besondere Finanzinstrumente wie Optionen oder Derivate abgesichert. Die Finanzinstrumente sind in aller Regel (durch einen sehr geringen prozentualen Anteil) im Kurs des Fonds eingepreist.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Normalerweise können sich Anleger auf die Währungsabsicherung ihres Fonds verlassen. Dennoch gibt es auch in dieser Hinsicht Ausnahmen.

Daher sollten sich Investoren in jedem Fall im entsprechenden Verkaufsprospekt oder dem KIID, dem Datenblatt mit den wesentlichen Informationen für Anleger, über die Risiken des von ihnen bevorzugten Fonds kundig machen. Immerhin kann ein in die „falsche“ Richtung laufender Wechselkurs die Rendite eines Investments entscheidend schmälern oder dieses sogar ins Minus treiben.

6. November 2014

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.