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Waldfonds: Mit Holz Geld verdienen

Was in früheren Zeiten meist nur Adligen wie den Fürsten von Thurn und Taxis vorbehalten war, steht heutzutage auch „gewöhnlich Sterblichen“ offen: Die Investition in den Ertrag der Forstwirtschaft.

In diesem Zusammenhang stellen immer mehr Anleger die Frage: Was ist ein Waldfonds? Doch die Antworten sind nicht immer befriedigend. Denn oft gibt es neben üppigen Renditeversprechen auch erhebliche Risiken, die beachtet werden wollen.

Was ist ein Waldfonds und was Anleger beachten sollten

Bei einem Waldfonds handelt es sich in aller Regel um einen geschlossenen Fonds. Geschlossene Fonds sind anders als offene Investmentfonds meist eine Form der stillen Beteiligung. Bereits aufgrund dieser Tatsache sind diese Finanzprodukte mit höheren Risiken und Kosten verbunden.

Ein Waldfonds ist dadurch gekennzeichnet, dass das eingesammelte Geld der Anleger dazu verwendet wird, in den Kauf und die sich daran anschließende Bewirtschaftung der forstwirtschaftlichen Flächen zu investieren.


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Die hier gewachsenen Bäume können dann nach einem Zeitraum von wenigstens 10 und bis zu 30 und mehr Jahren gefällt werden und das Holz im Anschluss daran als relativ begehrter Rohstoff verkauft werden. Demnach besteht der Ertrag eines Waldfonds aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis, den laufenden Kosten und den Verkaufserlösen des Holzes.

Die Investoren (Anteilseigner) profitieren also auch davon, wenn die Preise für das vom Waldfonds angepflanzte Holz steigen. Daher ist die Geldanlage in einen Waldfonds auch ein klassisches Rohstoff-Investment.

Vor- und Nachteile von Waldfonds

Für ein Investment in einen Waldfonds spricht zunächst, dass der Verbrauch von Holz ständig steigt. Allein in den vergangenen 50 Jahren wuchs der Bedarf in Deutschland um das 3-fache.

Holz ist nicht nur als Rohmaterial zum Hausbau sehr gefragt sondern auch zur Papierherstellung, als Grundlage der Möbelproduktion und zunehmend auch wieder als Brennstoff für die Energieversorgung.

Neben den allgemeinen Risiken und Nachteilen von geschlossenen Fonds wie den relativ hohen Kosten, einer kaum durchsichtigen Kostenstruktur und nicht zuletzt dem Emittenten- oder Ausfall-Risiko sollten Anleger ihre Aufmerksamkeit auch auf die speziellen Nachteile der Waldfonds richten.

Dabei stellt sich als ein unmittelbares Risiko dar, dass die Nachfrage nach dem Rohstoff Holz im Allgemeinen und der entsprechenden Holzart im Besonderen und den daraus gefertigten Produkten (Papier, Möbel, Bauholz usw.) nachlassen könnte.

Darüber hinaus können Naturereignisse wie Schädlingsbefall, Stürme, Brände oder Überschwemmungen ganze Waldbestände zerstören. Ferner muss bei im Ausland angesiedelten Waldfonds auch auf die Währungsrisiken hingewiesen werden.

Als geschlossene Fonds eignen sich Waldfonds sicherlich nicht für Börsenneulinge oder wenig erfahrene Anleger. Im Speziellen sollten sich auch nur solche Investoren in Waldfonds engagieren, die einen besonderen Bezug zum Thema Holz haben. Denn die außerordentlich langen Laufzeiten erfordern ein sehr großes Durchhaltevermögen.

19. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.