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Wandelanleihen: Risiken reduzieren und trotzdem verdienen

Wandelanleihen sind eine Kombination aus Anleihen und Aktien. Es handelt sich um Aktien, die von einem Unternehmen ausgegeben werden und mit einem festen Zinskupon ausgestattet sind. Wandelanleihen sind alles andere als üppig verzinst. Üblich sind meist nicht mehr als 1,5 bis 4%. Aber dafür bieten Wandelanleihen andere Vorzüge, die durchaus attraktives Gewinnpotenzial bergen.

Grundlegender Unterschied zu konventionellen Anleihen: Zum Laufzeitende besitzen Sie das Recht, sich den Nominalbetrag in Aktien des betreffenden Unternehmens – zu einem vorher festgelegten Umtauschverhältnis – auszahlen zu lassen.

Dabei sind Wandelanleihen nicht zu verwechseln mit Aktienanleihen. Bei Aktienanleihen besitzt der Emittent das Wahlrecht, ob er den Nominalwert in bar oder Aktien auszahlt. Für Sie als Anleihen-Inhaber ein wesentlich größeres Risiko, weshalb der Emittent nicht selten einen zweistelligen Zinskupon anbietet.

Attraktives Chancen/Risiko-Verhältnis

Bei Wandelanleihen fällt der Zinskupon zum Ausgleich für das eingeräumte Umtauschrecht deutlich geringer aus als bei konventionellen Anleihen. Doch dafür profitieren Sie zusätzlich von steigenden Aktienkursen, weil dadurch das Umtauschrecht an Wert gewinnt.

Umgekehrt kann der Kurs der Wandelanleihe natürlich auch fallen, wenn das Umtauschrecht aufgrund fallender Aktienkurse an Wert verliert. Zum Laufzeitende haben Sie aber zumindest den Nominalbetrag sicher.

Als Faustregel gilt: Wandelanleihen partizipieren zu zwei Dritteln an steigenden Aktienmärkten, jedoch nur zu einem Drittel an fallenden Börsen. Somit bieten Ihnen Wandelanleihen eine weitaus bessere Absicherung gegen schlechte Börsenzeiten als die Direktanlage in Aktien. Ein attraktives Chancen/Risiko-Verhältnis.

Fonds-Investment macht Sinn

Das Angebot an Wandelanleihen für Privatanleger fällt leider ziemlich dürftig aus. Oftmals sind sie erst ab einer Mindestanlage von 50.000 Euro und mehr zu haben. Aber es gibt für Sie trotzdem eine Investitionsmöglichkeit: Wandelanleihen-Fonds. Damit investieren Sie breit gestreut in diese interessante Anlageform.


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Zu den erfolgreichsten Wandelanleihen-Fonds zählt beispielsweise der DWS Invest Convertibles. Der weltweit anlegende Fonds investiert mindestens zwei Drittel seines Kapitals in Wandelanleihen. Den Crash von 2008 haben die Anleger des Fonds gut überstanden, wie die positive 3-Jahres-Performance zeigt.

Konkret: Bei Wandelanleihen haben Sie als Inhaber die Wahl: Wollen Sie am Schluss der Laufzeit (oder manchmal auch an bestimmten Stichtagen währenddessen) den Nominalbetrag zurückerhalten? Oder soll Ihnen der Emittent stattdessen lieber eine vorab festgelegte Anzahl von Aktien ins Depot buchen?

Das entscheiden Sie nach einem ganz einfachen Kriterium: Ist der Wert der Aktien höher als der Nominalbetrag, entscheiden Sie sich für die Aktien. Ansonsten sollten Sie die Rückzahlung des Nominalbetrags vorziehen.

Wandelanleihen: Ein Beispiel

Sie können wählen, ob Sie den Nominalwert 1.000 € oder 25 Aktien der Müller AG ausgezahlt bekommen. Sind die 25 Aktien der Müller AG zusammen mehr wert als 1.000 €, empfiehlt sich die Annahme der Aktien. Sind die Aktien weniger wert, lassen Sie sich einfach den Nominalwert in Höhe von 1.000 € zurückzahlen. Zusätzlich kassieren Sie in beiden Fällen während der Laufzeit jedes Jahr Zinsen.

Bei den meisten Wandelanleihen gibt es das sogenannte Umtauschverhältnis. Ein Verhältnis 1:10 bedeutet beispielsweise, dass es für 1 Wandelanleihe 10 Aktien gibt.

  • Wandelanleihen sind ein ideales Investment in unruhigen Börsenzeiten: Wenn die Aktienkurse steigen, profitieren Sie davon.
  • Stagnieren die Aktienkurse dagegen oder sinken sie sogar, erleiden Sie keine Verluste: Der Nominalbetrag und die Zinsausschüttungen sind Ihnen trotzdem sicher.

Wie sieht der typische Kursverlauf aus?

Typischerweise macht der Kurs einer Wandelanleihe die Aufwärtsbewegungen der zugrunde liegenden Aktie zu etwa zwei Dritteln mit. Fällt der Aktienkurs dagegen, verliert die Wandelanleihe nur etwa ein Drittel an Wert.

Wandelanleihen sind also ideal, wenn ein Aktieninvestment riskant erscheint, aber dennoch großes Entwicklungspotenzial hat.

Checkliste Wandelanleihen: Darauf kommt es an

  • Verwechseln Sie Wandelanleihen nicht mit Aktienanleihen. Bei Wandelanleihen haben Sie als Inhaber das Wahlrecht, ob Sie die Rückzahlung in Form des Nominalbetrags oder in Form von Aktien haben möchten. Bei Aktienanleihen hat dieses Wahlrecht der Emittent.
  • Wandelanleihen sind gewissermaßen ein Aktieninvestment mit Sicherheitsnetz. Die Kurse von Wandelanleihen schwanken entsprechend den Aktienkursen. Allerdings wird eine Aufwärtsbewegung nur zu etwa zwei Dritteln nachvollzogen, eine Abwärtsbewegung zu rund einem Drittel.
  • Kaufen Sie nie Wandelanleihen, die statt eines Wandlungsrechts eine Wandlungspflicht vorsehen.

21. September 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.