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Dividende erhalten: Wann man hierfür Aktien halten muss

Ein typisches Szenario: Ein Unternehmen verspricht am Ende des Geschäftsjahres eine Dividende. Für Anleger eine lukrative Gelegenheit – wenn er die richtige Strategie kennt.

Gewinnberechtigt oder nicht, das ist hier die Frage

Oft stellen sich Anleger die Frage, wie lange sie im Besitz einer Aktie sein müssen, um im Falle einer Dividendenausschüttung gewinnberechtigt zu sein. Tatsächlich ist es so, dass es ausreicht, die Aktie einen Tag vor der Aktionärsversammlung zu halten, auf der die Dividende beschlossen wird. Auszahlungstag ist übrigens jeweils der nächste Börsentag.

Wenn Sie also die Aktie am Tage vor der Hauptversammlung erwerben, reicht das theoretisch, um die Ausschüttung mitnehmen zu können. Berechtigung zur Dividendenzahlung Diese Regelung hat im Laufe der Zeit auch zur Ausprägung einer spezialisierten Dividendenstrategie geführt (auf Englisch: dividend capture strategy).

Die Dividendenstrategie

Bei der Dividendenstrategie handelt es sich um eine spezielle Investmenttaktik, welche die kurzzeitige Mitnahme von Dividendenausschüttungen zum Ziel hat. Die Anleger haben dabei von vornherein nicht vor, eine Aktie über einen längeren Zeitraum zu halten. Dividendenstrategien


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Die Zielsetzung hierbei ist also, Rendite nicht wie bei sonstigen Aktiengeschäften durch einen gewinnbringenden Verkauf der Wertpapiere, sondern primär durch die Gewinnmitnahme der Dividende zu erzielen. Wie schon erwähnt, reicht es dabei aus, eine Aktie erst kurze Zeit vor dem Beschluss einer Ausschüttung zu erwerben.

Da Anleger, die das Wertpapier am Tage der Ausschüttung kaufen, selbst nicht mehr daran beteiligt werden, sollte sich der Anteilspreis theoretisch um die Dividendensumme verringern. In der Praxis geschieht dies allerdings nicht immer.

Je nach Preisbewegung werden die Anteile also sofort am Tag der Ausschüttung verkauft oder erst dann, wenn der Kurs wieder seinen ursprünglichen Wert erreicht hat. Hinzu kommt dann noch die Schwierigkeit, dass die Dividendenstichtage je nach Unternehmen und Land unterschiedlich gehandhabt werden. Im Gegensatz zu Deutschland ist es in Amerika z.B. üblich, Dividenden quartalsweise auszuzahlen.

Ein Beispiel: Wann muss man Aktien halten, um Dividende zu erhalten?

Am 10. Juni 2011 lag der Kurs von Coca Cola bei 64,94 $ pro Aktie. Gemäß der Dividendenstrategie sollte ein Anleger an diesem Tag zuschlagen. Denn am darauffolgenden Montag, den 13. Juni, beschloss die Aktionärsversammlung eine Dividende und der Kurs stieg auf 65,12 $.

Dies war der perfekte Verkaufspunkt, denn so hatten die Anleger das Recht auf die Bilanzgewinne und natürlich auch den reinen Kursgewinn eingesackt. Ein solches Szenario ist am Aktienmarkt leider keine Regelmäßigkeit, aber es verdeutlicht die grundlegenden Möglichkeiten der Strategie.

So läuft es in der Praxis

Der Dividendenbeschluss auf einer Hauptversammlung (HV) ist aber selten eine Überraschung. Spätestens bei der Bilanzpressekonferenz zum abgelaufenen Geschäftsjahr gibt der Vorstand einen Dividendenvorschlag bekannt. Über diesen stimmen in der HV später die Aktionäre ab und die Dividende wird anschließend ausgeschüttet. Nur in absoluten Ausnahmefällen wird der Vorschlag des Vorstandes nicht angenommen.

Unabhängig von der Dividendenstrategie ist somit die Frage, wann man Aktien halten muss, um Dividende zu erhalten, einfach zu beantworten. Einen Tag vor dem entsprechenden Tag der Ausschüttung reicht – wie bereits ausgeführt – vollkommen.

Das richtige Timing im Umgang mit den verschiedenen Dividendenterminen und die optimale Wartezeit anschließend ist jedoch eine andere Geschichte.

17. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.