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Wann sprechen Börsianer von einem Seitwärtstrend?

Jeder Anleger kennt die Situation: Der Kurs eines Papiers ändert sich auch über einen längeren Zeitraum so gut wie gar nicht. Ein Ende dieses Zustands ist kaum absehbar und wohin die Reise dann gehen wird, kann niemand sagen. In der Chart-Technik wird diese besondere Situation als Seitwärtstrend bezeichnet.

Börsianer lieben Trends. Neben den relativ eindeutig zu erkennenden Auf- oder Abwärtstrends gibt es den Seitwärtstrend, der auch Trading-Range oder Schiebezone genannt wird.

Marktexperten sprechen bei einer fortwährenden Aufwärtsbewegung von einem Bullentrend, eine anhaltende Abwärtsbewegung eines Aktiencharts wird als Bärentrend bezeichnet.

Wenn die Kurse innerhalb eines unteren und eines oberen Begrenzungsbereichs (Unterstützungslinie bzw. Kurswiderstand) pendeln, handelt es sich um einen Seitwärtstrend. Besonders langfristig orientierte Anleger mögen den Seitwärtstrend weniger, da sie oft nichts anderes tun können, als die Situation auszusitzen.


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Wie ist ein Seitwärtstrend gekennzeichnet?

Ein Seitwärtstrend ist meist von geringen Volatilitäten gekennzeichnet. Dies bedeutet, dass die Kursausschläge weniger groß sind als in einem Auf- oder Abwärtstrend.

Dementsprechend sind bei einem Seitwärtstrend oft recht niedrige Handelsumsätze zu verzeichnen. Daneben gibt es auch keine eindeutigen Signale der Trendumkehr wie gegen Ende eines Auf- oder Abwärtstrends.

Welche Handlungsmöglichkeiten haben Anleger in Trendphasen?

Empfehlenswert ist, dass Anleger sich in intakten Auf- oder Abwärtstrends prozyklisch verhalten. Das heißt, Investoren sollten nur Positionen in die Trendrichtung handeln. Das gilt gleichermaßen für kurz- wie langfristig orientierte Anleger.

In einem Seitwärtstrend sind die Möglichkeiten für Anleger weniger überschaubar. Langfristig orientierte Investoren können eigentlich nur abwarten oder auf gut Glück aussteigen. Kurzfristig orientierte Trader, die an relativ kleinen Gewinnen in kürzester Zeit interessiert sind, fühlen sich allerdings in einem Seitwärtstrend gewissermaßen zu Hause.

Sie können jeweils an den Umkehrpunkten ihre Handlungsoptionen setzen. Dies bedeutet, dass sie an der Unterstützungslinie kaufen und am Kurswiderstand verkaufen. Oder entsprechend an diesen Punkten long oder short gehen (auf steigende oder fallende Kurse setzen).

Der Seitwärtstrend gilt so lange als intakt, bis der Aktienkurs diese längerfristig nicht verlassen kann. Wenn der Seitwärtstrend überschritten wird, ist dies als chart-technisches Kaufsignal zu verstehen. Wenn der Seitwärtstrend unterschritten wird, ist es ratsam, dies als Verkaufssignal zu betrachten.

Ob ein Anleger den Seitwärtstrend bevorzugt oder nicht, hängt von seiner zeitlichen Orientierung ab. Tatsache ist, dass nahezu jeder Wert in bestimmten Phasen seines Chart-Verlaufs eine solche Entwicklung zeigen kann. Wichtig ist, die besondere Charakteristik der Trends – natürlich auch die des Seitwärtstrends – zu kennen und sich entsprechend konsequent zu verhalten.

2. Januar 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.