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Warren Buffett – das große Portrait

Warren Buffett ist der wohl erfolgreichste Investor aller Zeiten und zugleich der drittreichste Mensch der Welt (Stand: April 2015).

Zudem gilt er als der Großmeister aller Value-Investoren.

Während sein Lehrmeister Benjamin Graham eine sehr wechselhafte Geschichte hinter sich hatte, ist Buffett ein Musterbeispiel an Kontinuität.

Buffett lebt in Omaha, Nebraska, im „tiefsten Amerika“ als zig-facher Dollar-Milliardär noch in demselben Haus, das er in den 1950er-Jahren für 31.500 US-Dollar gekauft hat.

Ihm reicht ein einfaches Auto, er trinkt Coca-Cola (Coca-Cola-Aktien gehören seit Jahrzehnten zu den größten Positionen in seinem Portfolio) und pflegt auch sonst den einfachen American Way of Life.

Sein riesiges Vermögen hat den Lebensstil des großväterlich-freundlichen Milliardär mit den buschigen Augenbrauen also kaum verändert.

Und anstatt überschwänglich mit Geld um sich zu werfen, liest Buffett viel, v. a. Zeitungen und Geschäftsberichte.

Die ersten Geschäfte von Warren Buffett

Schon als 6-jähriger begann der Altmeister, mit allerlei Dingen zu handeln. So kaufte er z. B. einen Sechserpack Coca-Cola für 25 Cent und verkaufte die einzelnen Flaschen für je 5 Cent weiter.

Bemerkenswert: Diese 20% Gewinn strebte er auch in seiner weiteren geschäftlichen Karriere immer wieder an.

Als Achtjähriger verschlang er Bücher über die Börse, schon mit 11 Jahren jobbte er bei dem Broker Harris Upham in Omaha.

Als Teenager ließ er von Klassenkameraden außerhalb der Golfplätze verirrte Bälle einsammeln, um sie danach an Golfer zurückzuverkaufen.

Später gab er kurzzeitig eine Zeitschrift für Pferdewetten heraus, trug Zeitungen aus und betrieb Flipper-Automaten.

Buffett und sein Lehrmeister Benjamin Graham

Seine wahre Berufung entdeckte Buffett als Student bei seinem Professor Benjamin Graham, der es zuvor an der Wall Street zu einer gewissen Bekanntheit gebracht hatte.

Graham, der an der New Yorker Columbia University lehrte, hatte eine neue Investment-Theorie entwickelt. Dem Modell zufolge verfügen Aktien über einen „inneren Wert“, der unabhängig vom gerade an der Börse notierten Kurs ist.


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Anders als der Tageskurs eines Unternehmens, definiert sich der „innere Wert“ aus Kennziffern wie Umsatz, Wert der Anlagen und dem Cashflow.

Die Kunst der erfolgreichen Investition besteht darin, Aktien zu finden, die unter ihrem inneren Wert gehandelt werden, schrieb Graham 1949 in seinem Buch „The Intelligent Investor“.

Graham gilt als der Urvater aller Value-Investoren. Als Buffett nach seinem ersten Studienabschluss auf „The Intelligent Investor“ von Benjamin Graham stieß, hatte er seinen Value-Ansatz gefunden.

1950 ging Buffett nach New York, um an der Columbia University bei Benjamin Graham seinen Master of Business Administration zu erwerben.

2 Jahre heiratete Buffett in Omaha und begann als Value-Analyst in Grahams Investment-Firma.

Buffett und die Gründung seines ersten Unternehmens

1956 gründete er seine erste Investment-Gesellschaft, die Buffett Partnership Ltd., eine Gesellschaft mit 4 Familien-Mitgliedern und 3 Freunden, die gemeinsam 105.000 US-Dollar aufbrachten.

Buffett legte 100 US-Dollar hinzu und so begann die Partnership mit genau 105.100 US-Dollar.

Einzige Bedingung war: Er musste keinerlei fortlaufende Rechenschaft darüber abgeben, wie das Geld angelegt wird.

Lediglich einmal im Jahr gab er Auskunft. Und an diesem Prozedere hat sich bis heute nichts geändert.

Als Buffett die Partnership 1969 auflöste, war sie 105 Mio. US-Dollar wert.

Erste Kontakte zu Berkshire Hathaway

1962 begann Warren Buffett unterdessen, Aktien des US-Textil-Konzerns Berkshire Hathaway für die Buffett Partnership zu kaufen.

Nur 3 Jahre später übernahm er die Kontrolle über das Unternehmen, als die Gesellschaft einen Marktwert von ungefähr 18 Mio. US-Dollar hatte.

Schließlich begann er, die marode Textilfabrik zu einer Investment-Holding umzubauen.

Berkshire Hathaway wurde nun zur Keimzelle eines Imperiums: 1967 kaufte Buffett 2 Versicherungen, später den sechstgrößten amerikanischen Autoversicherer Geico.

Bis heute (Stand: April 2015) hat Berkshire rund 80 Firmen übernommen oder große Beteiligungen an ihnen erworben.

2. Standbein neben den großen Kapital-Beteiligungen sind Übernahmen mittelständischer Unternehmen.

Mehr über das Portfolio von Berkshire Hathaway

Die Zeitung „Buffalo News“ gehört ebenso zu Buffetts Imperium wie ein Süßigkeiten-Hersteller, mehrere Möbelhäuser, die Schuhfirma Dexter, der Schmuck- und Diamanten-Händler Borsheim’s, Anteile an einem Flugzeug-Vermieter sowie 49% am Baseball-Team „The Omaha Golden Spikes“.

1998 übernahm Berkshire Hathaway für 22 Mrd. US-Dollar General Re, den viertgrößten Rückversicherer der Welt, zu dem auch die Kölnische Rückversicherung gehört.

Insgesamt beschäftigen Buffetts Beteiligungs-Unternehmen rund 45.000 Mitarbeiter. In der Zentrale in Omaha arbeiten jedoch lediglich 12 Personen.

Sein Anteil am Unternehmen beträgt ca. 40%. Sämtliche Entscheidungen über Aktienkäufe und Unternehmens-Erwerbungen werden von Buffett selbst getroffen – in Abstimmung mit seinem Stellvertreter, dem 7 Jahre älteren Charles Munger.

Und Warren Buffett hat auch viele andere Menschen reich gemacht:

Wer 1956 für 7,50 US-Dollar eine Aktie von Berkshire kaufte, ist heute ein reicher Mensch, da die A-Aktie des Unternehmens heute bei über 200.000 US-Dollar notiert – Tendenz weiter steigend…

Seit einigen Jahren gibt es auch B-Aktien von Berkshire Hathaway, die mit Kursen um 140 US-Dollar auch für private Investoren erschwinglich sind. So kann sich heute jeder Anleger ein paar Berkshire-Aktien ins Depot legen.

Die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway

Einmal im Jahr hält Berkshire Hathaway eine Hauptversammlung in Omaha ab, welche mittlerweile volksfestartige Züge angenommen hat. Die Provinzstadt am Missouri wird dann für 3 Tage zum „Woodstock für Kapitalisten“.

Diese Hauptversammlungen sind anders als alle anderen:

Der offizielle Teil dauert nur wenige Minuten. „Irgendwelche Fragen?“ gibt Buffett zu Protokoll.

Es schließt sich eine sechsstündige Fragestunde mit Warren Buffett, dem „Orakel von Omaha“, und Charlie Munger daran an. Die beiden Börsen-Veteranen beantworten geduldig die Fragen.

Im Rampenlicht der Scheinwerfer orakelt Warren Buffett über die Märkte, während Charlie Munger mit seinen dicken Brillengläsern regungslos verharrt und dann ein „Dem habe ich nichts hinzuzufügen.“ oder „Besser könnte ich es nicht sagen.“ von sich gibt.

Und genau so wird es voraussichtlich auch alle Jahre wieder laufen…

28. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.