von Heiko Böhmer

Warren Buffett: „Das sind meine Investmentgrundsätze“

Buffett: Der legendäre Investor erklärt seine Grundsätze

Buffett: Der legendäre Investor erklärt seine Grundsätze

Ende Februar steht für Warren Buffett Fans immer etwas ganz besonderes an: Dann veröffentlicht der legendäre Investor aus Omaha seinen Brief an die Aktionäre.

In diesem Jahr hat Buffett schon vorab einen Auszug beim US-Wirtschaftsmagazin Forbes veröffentlicht.

Darin erklärt Buffett einige grundlegende Investmentgrundsätze. Für Buffett Fans enthalten diese neuen Äußerungen wenig Neues. Im Grunde bezieht er sich dabei auf eine ausführliche Antwort, die er im vergangenen Jahr auf der Hauptversammlung gegeben hat. Ich bin auch hier im Privatfinanz-Letter kurz darauf eingegangen.

Doch Buffett wäre nicht Buffett würde er diese Grundsätze nicht noch um etwas erweitern. Vor allem erklärt er direkt am Anfang sein Verständnis von Investieren, das im Gegensatz zu vielen anderen Profianlegern steht – da bin ich mir sicher.

Buffett will die Kaufkraft nicht nur erhalten – sondern steigern

So besteht für viele Anleger das Ziel darin, durch das Investieren in der Gegenwart an einem Punkt in der Zukunft mehr Geld zu haben. „Bei Berkshire Hathaway vertreten wir eine andere Position“, erklärt Buffett.

Für ihn geht es mehr darum, durch das Investieren die aktuelle Kaufkraft des Geldes an andere weiterzugeben, mit der Absicht in der Zukunft mehr Kaufkraft zu erhalten – und zwar nach Abzug der Steuern.

Insofern ist für Buffett die Risikoanalyse zwar wichtig. Aber seiner Einschätzung nach gibt es eben sichere Investments, die aber hinsichtlich der Rendite deutlich abfallen und seine Ansprüche nicht erfüllen.

Auf dieser Basis hält er eben Investments in Staatsanleihen für keine glückliche Wahl. Zwar hält auch Berkshire Hathaway natürlich Anleihen im Depot.

Doch bei der Größe von Berkshire Hathaway geht es hier vielmehr darum, die Liquiditätsreserve des Unternehmens in leicht handelbaren Anlagen zu halten. Grundsätzlich erfüllen laut Buffett Anleihen den Anspruch der Kaufkrafterhaltung nur bedingt.

Selbst der US-Dollar als weltweite Leitwährung hat seit 1965 rund 86% seines Wertes eingebüßt. „Um Waren im Wert von 1 Dollar aus dem Jahr 1965 zu kaufen, muss man heute schon 7 Dollar aufwenden“, so Buffett weiter.

Nur um den Kaufkraftverlust auszugleichen, hätte es in diesem Zeitraum eine jährliche Rendite von 4,3% bedurft. Und bei dieser Berechnung sind die Steuern noch nicht einmal mit eingerechnet.

Für Buffett bieten Anleihen zwar Sicherheit – aber zu wenig Renditechancen

Daran sehen Sie: Anleihen bieten für Investoren eine ordentliche Sicherheit, aber die nominale Rendite kann nicht wirklich überzeugen. Und dann kommt noch das Risiko von Ratingabstufungen mit hinzu, die auch die Sicherheit von Anleihen gefährden.

Morgen werde ich Ihnen an dieser Stelle noch zwei weitere Anlageklassen vorstellen, die Buffett in dem aktuellen Brief an die Aktionäre behandelt. Dabei bewertet er Gold und Aktien völlig verschieden. Was glauben Sie wohl, welches Investment Buffett hier bevorzugt? Die Antwort auf diese Frage lesen Sie morgen an dieser Stelle.

 
 
Bildquelle: fotofrank - Fotolia

Autor:

Heiko Böhmer

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