MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Warren Buffett: Was Sie vom Value-Anleger Nr. 1 lernen können

Das Problem ist, dass die Deutschen ängstlich sind, nicht mit zwischenzeitlichen Verlusten umgehen können und im Zusammenhang mit Aktien-Investitionen nicht langfristig denken. Hierfür mitverantwortlich ist die Tatsache, dass oftmals Langfristerfahrungen mit Aktien fehlen. Heute möchte ich Ihnen daran anknüpfend die Geschichte von Warren Buffett erzählen – dem erfolgreichsten Anleger aller Zeiten.

Sie werden gleich erfahren, wie Buffett ein Vermögen verdient hat, das ihn zwischenzeitlich sogar zum reichsten Menschen der Welt machte und ihn derzeit auf dem 4. Platz in der Forbes-Liste der reichsten Menschen rangieren lässt. Dabei werden Sie feststellen, dass Buffett komplett entgegengesetzt zu den Handlungsmustern agiert, die die Mehrzahl der Deutschen bei ihren Aktiengeschäften an den Tag legt.

Warren Buffett: Der Großmeister aller Investoren

Buffett lebt in Omaha, Nebraska, im „tiefsten Amerika“, als zigfacher Milliardär noch immer in dem Haus, das er in den 1950er Jahren für 31.500 US-Dollar gekauft hat. Er fährt ein einfaches Auto, trinkt Coca-Cola (Coca-Cola-Aktien zählen seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Positionen im Buffett-Portfolio) und pflegt auch ansonsten den einfachen American Way of Life.

Seine Berufung entdeckte Buffett als Student bei seinem Professor Benjamin Graham, der es zuvor an der Wall Street zu gewisser Berühmtheit gebracht hatte. Graham, der an der New Yorker Columbia University lehrte, hatte eine neue Investmenttheorie entwickelt. Dem Modell zufolge verfügen Aktien über einen „inneren“ Wert, der unabhängig vom gerade an der Börse notierten Kurs ist.

Dieser „innere“ Wert wurde später sehr wichtig für den Investment-Ansatz, der Buffett so erfolgreich machte. Anders als der Tageskurs eines Unternehmens definiert sich der „innere“ Wert aus Kennziffern wie Umsatz, Wert der Anlagen und Cashflow.

Gemäß des Investment-Ansatzes von Benjamin Graham besteht die Kunst einer erfolgreichen Investition darin, Aktien zu finden, die unter ihrem inneren Wert gehandelt werden. Graham gilt damit als der Urvater aller Value-Investoren.

Warren Buffetts Weg zum erfolgreichsten Investor aller Zeiten

Nachdem Buffett nach seinem ersten Studienabschluss „The Intelligent Investor“ von Benjamin Graham gelesen hatte, ging er 1950 nach New York, um an der Columbia University bei Graham seinen Master of Business Administration zu erwerben.

1956 gründete er seine erste Investmentgesellschaft, die Buffett Partnership Ltd., eine Gesellschaft mit vier Familienmitgliedern und drei Freunden, die gemeinsam 105.000 US-Dollar aufbrachten. Als Buffett dieses Unternehmen 1969 auflöste, war es 105 Mio. US-Dollar wert. Bereits zuvor, im Jahr 1962, begann Buffett, Berkshire-Hathaway-Aktien für die Buffett Partnership zu kaufen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


1965 übernahm er schließlich die Kontrolle über Berkshire, eine marode Textilfabrik, die zu dem Zeitpunkt einen Wert von rund 18 Mio. US-Dollar hatte. Buffett begann in der Folge damit, die marode Textilfabrik zu einer Investment-Holding umzubauen. Berkshire wurde fortan zur Kernzelle seines Imperiums.

Bis heute hat Berkshire-Hathaway rund 80 Firmen übernommen oder große Beteiligungen an ihnen erworben. Der Anteil von Warren Buffett an seinem Unternehmen beträgt etwa 40%. Das bedeutet, dass er selbst maßgeblich an der Wertsteigerung seines Unternehmens beteiligt war und ist. Auf diesem Wege machte er sein Vermögen.

Doch nicht nur Buffett selbst verdiente mit Berkshire-Aktien ein Vermögen – auch die Anleger, die ihm über einen langen Zeitraum ihr Geld anvertrauten, konnten mit vergleichweise geringen Einsätzen zu Millionären werden. Wie das ging, erfahren Sie jetzt.

Wie Warren Buffett aus gerade einmal 37,50 US-Dollar 1 Mio. US-Dollar machte

Wie extrem die Wertsteigerung des Unternehmens Berkshire Hathaway in den vergangenen Jahrzehnten verlief, zeigen die folgenden Zahlen: Wer im Jahr 1956 eine Berkshire-Aktie erworben hat, musste dafür zum damaligen Zeitpunkt 7,50 US-Dollar bezahlen. Heute ist eine einzige Berkshire-Aktie über 200.000 US-Dollar wert (erst vor wenigen Tagen übersprang die Berkshire-Aktie erstmals die 200.000er-Marke).

Das entspricht einem unvorstellbaren Gewinn von 2.666.567%. Oder anders ausgedrückt: Wenn Sie im Jahr 1956 fünf Berkshire-Aktien für insgesamt 37,50 US-Dollar erworben hätten, wären daraus bis heute über 1 Mio. US-Dollar geworden. Doch wie hat Warren Buffett ein derart unglaubliches Ergebnis zustande gebracht? Diese Frage werde ich Ihnen jetzt anhand von Buffett-Zitaten beantworten.

Die für mich besten 7 Buffett-Zitate

Die folgenden 7 Buffett-Zitate verdeutlichen sehr schön, wie Warren Buffett denkt und welche Prinzipien ihn zum erfolgreichsten Investor aller Zeiten gemacht haben:

1. „Es ist viel besser, ein hervorragendes Unternehmen zu einem guten Preis zu kaufen, als ein gutes Unternehmen zu einem hervorragenden Preis.“

2. „Eine Aktie, die man nicht 10 Jahre bereit ist zu halten, darf man auch nicht 10 Minuten besitzen.“

3. „Wer sich nach Tipps von Brokern (Bankern) richtet, kann auch seinen Friseur fragen, ob dieser einen neuen Haarschnitt empfiehlt.”

4. „Man sollte nur in Firmen investieren, die auch ein absoluter Vollidiot leiten kann, denn eines Tages wird genau das passieren!“

5. „Wenn die Vergangenheit das Maß aller Dinge wäre, wären die reichsten Leute Archivare.“

6. „Die Frage, wie man reich wird, ist leicht zu beantworten. Kaufe einen Dollar, aber bezahle nicht mehr als 50 Cent dafür.“

7. „Regel Nummer 1: Verliere niemals Geld. Regel Nummer 2: Vergiss niemals Regel Nummer 1.“

Der Wettstreit: Buffett versus S&P 500

Warren Buffett hat den Wert seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire-Hathaway und den Wert der Berkshire-Aktie in den vergangenen Jahren so enorm gesteigert, indem er in 49 Jahren (1965 bis 2013) ganze 39 Mal den Vergleichsindex S&P 500 (umfasst die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen) geschlagen hat.

Buffett erreichte in den vergangenen 49 Jahren einen Gewinn von durchschnittlich 19,7% pro Jahr. Der S&P 500 hingegen nur einen durchschnittlichen Jahresgewinn von 9,8%. Das bedeutet, dass Buffett vor allem durch Kontinuität, viele kleine und mittelgroße Gewinne und – ganz wichtig – den Zinseszinseffekt sein mehr als beeindruckendes Lebenswerk erreichen konnte.

Fazit: Langfristiges Denken und Handeln zahlt sich an der Börse aus

Bereits in der vergangenen Woche habe ich an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass sich langfristiges Denken und Handeln an der Börse auszahlt. Dies kann ich heute nur wiederholen. Wenn Sie langfristig an der Börse erfolgreich sein wollen, müssen Sie Ihre Investitionen auch langfristig betrachten. Denken Sie an dieser Stelle an das Buffett-Zitat Nummer 2 aus der Liste auf dieser Seite.

19. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.