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Warum Bausparen für Sie auch als Anleger ohne Bauabsicht attraktiv sein kann

Wenn Sie in den kommenden Jahren für den Bau oder den Erwerb einer Immobilie im Rahmen eines Bausparvertrags sparen wollen, sollten Sie angesichts der unübersichtlichen Fülle von Angeboten schon sehr genau hinsehen.

Als Bausparer waren Sie bis vor kurzem zuallererst Gebührenzahler: Am Anfang zahlten Sie eine Abschlussgebühr, danach belastete die Bausparkasse Sie mit Kontoführungs- und mit Bearbeitungsgebühren für den Wohnungsbauprämienantrag.

Im Zuge der Auszahlung Ihres Bauspardarlehens ging es dann um Gebühren für die Berechnung des Beleihungswerts Ihrer Immobilie und schließlich um die Darlehensgebühr, die nochmals mit 2 bis 3% der Darlehenssumme zu Buche schlug.

Doch mit diesem im GB schon immer kritisierten und für Sie als Sparer kaum durchschaubaren Wirrwarr machen viele Bausparkassen allmählich Schluss. Vorreiter war vor einigen Jahren bereits das Beamtenheimstättenwerk/BHW. In dessen DispoTarif gibt es seither nur noch die gesetzlich vorgeschriebene Abschlussgebühr.

Auch die meisten Landesbausparkassen haben sich dieser Entwicklung inzwischen angepasst und verlangen beispielsweise in ihrem Classic und VarioTarif keine Darlehens und Kontoführungsgebühren mehr. Dasselbe gilt für die Allianz Bausparkasse und den Marktführer Schwäbisch Hall.

Doch die Vorteile, die Sie sich vom Bausparen erhoffen, liegen in den letzten Jahren nicht mehr so offen auf der Hand wie in früherer Zeit. Denn in der derzeitigen Niedrigzinsphase kann es Ihnen gelingen, auch mit einem normalen Hypthekendarlehen den sprichwörtlich niedrigen Darlehenszins der Bausparkassen zu erreichen.

Auf der anderen Seite zahlten Ihnen die Bausparkassen während der Ansparphase in den letzten Jahren allerdings auch Guthabenzinsen, die noch über denen der normalen Sparzinsen lagen.

Ein ganz wesentlicher Vorteil des Bausparens resultiert aber nach wie vor aus der staatlichen Förderung im Wege von Sparzulagen und Wohnungsbauprämien. Hinzu kommen – unabhängig vom Bausparen – Eigenheimzulagen, die sich bei Familien mit 2 Kindern innerhalb von 8 Jahren auf einen Betrag von weit über 30.000 Euro für den Erwerb eines Neubaus summieren können.

Darüber hinaus liegen die Vorteile, sich mit dem Abschluss eines Bausparvertrags angesichts der seit Monaten wieder steigenden und wahrscheinlich im weiteren Jahresverlauf weiter anziehenden Darlehenszinsen absichern zu können, auf der Hand.

Wenn Sie Ihre Immobilie so finanzieren, dass Sie Bausparverträge bis zu der Höhe abschließen, dass Ihnen die vollen staatlichen Zuschüsse zugute kommen, und weitere Kredite über Bankhypotheken abdecken, kommen Sie in vielen Fällen auf eine optimale Mischfinanzierung.

Ich zeige Ihnen daher in diesem Beitrag,


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  • wann sich Bausparen für Sie als Anleger wirklich lohnt, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, um von den staatlichen Fördermaßnahmen optimal zu profitieren, und welche Bausparkassen für Sie besonders attraktive Tarife anbieten.

Auf einen Blick: Diese staatlichen Förderungen können Sie nutzen

Bei Vorliegen bestimmter Einkommens und Fördergrenzen können Sie als Bausparer folgende Zulagen und Prämien erhalten:

  • +10%ige Arbeitnehmersparzulage: Wenn Sie 480 Euro jährlich an vermögenswirksamen Leistungen (VL) Ihres Arbeitgebers beispielsweise in einen Bausparvertrag einzahlen, gewährt der Staat Ihnen darauf eine Zulage in Höhe von 10%. Im Idealfall haben Sie nach der 7jährigen Bindungsfrist über 3.900 Euro auf dem Konto.
  • +20%ige Arbeitnehmersparzulage: Für eine zusätzliche Anlage von 408 Euro vermögenswirksamer Leistung beispielsweise in Aktienfonds bekommen Sie eine weitere Zulage von 20% jährlich.
  • +10%ige Wohnungsbauprämie: Wenn Sie als Lediger/Verheirateter noch einmal 512/1.024 Euro Sparleistung auf einen Bausparvertrag einzahlen, bekommen Sie darauf weitere 10% vom Staat hinzu.

An diese Einkommensgrenzen sind die staatlichen Förderungen gebunden

Bei der staatlichen Förderung müssen Sie allerdings bestimmte Einkommensgrenzen berücksichtigen.

Einkommensgrenzen bei den Sparzulagen

Die 10 und 20%ige Arbeitnehmersparzulage erhalten Sie nur, wenn Sie folgende Einkommensgrenzen nicht überschreiten: Ihr zu versteuerndes Einkommen darf nicht höher sein als

  • 17.900 Euro bei Ledigen und
  • 35.800 Euro bei Verheirateten.

Bei der Ermittlung des maßgeblichen zu versteuernden Einkommens sind für die steuerlich zu berücksichtigenden Kinder stets die Kinder und Betreuungsfreibeträge für das gesamte Sparjahr abzuziehen.

Dies gilt auch, wenn bei der Einkommensteuerveranlagung keine Kinderfreibeträge zu berücksichtigen sind, weil Sie stattdessen Kindergeld erhalten.

Einkommensgrenzen bei der Wohnungsbauprämie

Bei der Wohnungsbauprämie kann Ihr zu versteuerndes Einkommen noch höher liegen, nämlich bei bis

  • 25.600 Euro für Ledige und
  • 51.200 Euro für Verheiratete.

Achtung! In beiden Fällen müssen Sie auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Sperrfrist von 7 Jahren achten. Falls Sie über Ihren Bausparvertrag vor Ablauf dieser Zeit verfügen, gehen Ihnen Prämien und Zulagen verloren, sofern dieser Vertrag nicht zu wohnwirtschaftlichen Zwecken eingesetzt wird.

Ausnahmen lässt der Gesetzgeber nur zu, wenn Sie – zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit – in eine besondere wirtschaftliche Notlage gekommen sind. Dann müssen Sie die erhaltenen Prämien und Zulagen nicht zurückzahlen.

Sie sollten sich über diese Konsequenz also im Klaren sein, wenn Sie an der vollen Ausschöpfung aller staatlichen Fördermittel interessiert sind.

Während Sie die Anträge für die Wohnungsbauprämie mit dem Jahreskontoauszug der Bausparkassen erhalten, machen Sie die Arbeitnehmersparzulage im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung geltend. Die vermögenswirksamen Leistungen werden Ihnen dabei von dem jeweiligen Arbeitgeber überwiesen.

1. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.