MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Warum die Deutschen die Börse fürchten

Klischees über Deutschland gibt es viele. Eins das tatsächlich zuzutreffen scheint ist, dass Deutsche Sicherheit lieben. Bloß keine Risiken wagen und lieber auf Nummer Sicher gehen. Dieses Bild spiegelt sich zumindest in der Anlagekultur der Deutschen wider, die lieber auf Festgeldanlagen wie Sparbücher oder Anleihen setzen.

Festgeldanlagen bieten zwar eine hohe Sicherheit, dafür aber wenig Rendite. Aktien hingegen sind Kurs- und Marktschwankungen ausgesetzt und bieten daher diverse Risiken – die Rendite kann jedoch um ein Vielfaches höher sein als bei der vermeintlich sicheren Variante.

Schwache deutsche Börsenaktivitäten im Vergleich zu Japan und den USA

Das Jahr 2008 war der Tiefpunkt deutscher Aktionärsaktivität, seitdem ging es wieder konstant aufwärts. Dennoch – im internationalen Vergleich steht Deutschland schwach dar. Im Jahr 2014 waren nur 14,7 % der Deutschen an der Börse aktiv. 7,7 % davon indirekte Aktionäre über Fonds und nur 7 % direkt. In Japan investieren 28 % der Bevölkerung ihr Geld in Aktien und in den USA sind es sogar 56 %.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Dabei können Aktien eine deutlich rentablere Geldanlage sein als Sparbücher oder Bundesanleiheng, gerade in Anbetracht von Inflationsraten zwischen aktuell niedrigen 1 und 2 %. Experten rechnen damit, dass diese Zahlen noch steigen werden, sodass von 100 € bei einer angenommenen Inflation von 3 % in 10 Jahren nur noch 73,74 € übrig sein werden und in 20 Jahren sogar nur noch 63,33 €.

Deutschlands Sparer sind verunsichert

Die zwei Börsencrashs seit 2000 haben für eine starke Verunsicherung bei Deutschlands Sparern gesorgt. Das Platzen der sogenannten „Dotcom-Blase“ im März 2000 führte zu hohen Verlusten bei Anlegern und auch nach der Finanzkrise im Jahr 2007 rutschten die Märkte weltweit in den Keller.

Amerikaner zum Beispiel müssen bereist seit Jahrzehnten selbst dafür sorgen, dass neben der staatlichen Altersvorsorge auch noch privates Kapital aufgebaut wird. Lange Zeit haben sich in den USA die Pensionsfonds um die betriebliche Altersvorsorge gekümmert, bis irgendwann auch den Mitarbeitern mehr Verantwortung in der Hinsicht gegeben wurde. Aktiendepots, die zur Altersvorsorge gedacht sind, werden in den USA staatlich gefördert – in Deutschland zahlen Anleger dank Abgeltungsteuer noch drauf.

Es fehlt in der Bundesrepublik an Anreizen und auch die börsennotierten Unternehmen bieten sich der Bevölkerung als attraktive Anlageoption zu wenig an. Da es in Deutschland um die gesetzliche Altersvorsorge lange nicht so schlecht bestellt war wie bisher, war der Druck eine private Absicherung zu schaffen auch viel geringer. Der Wandel und die Notwendigkeit scheinen in den Köpfen nur langsam anzukommen.

Weshalb Aktien die rentableren Geldanlagen sind

Langfristig kann mit Aktien ein höherer Ertrag erzielt werden als mit Festgeldanlagen. Anleger, die an ein Produkt und sein langfristiges Bestehen auf dem Markt glauben, sollten über eine Investition in Anteile des Unternehmens nachdenken. Schließlich werden sie über die Aktien direkt am Unternehmenserfolg beteiligt – sowohl über Kursgewinne als auch über Dividenden.

Zwar müssen auch die Risiken von Aktien abgewogen werden, schließlich haben bereits vergangene Börsencrashs gezeigt, dass das investierte Geld schnell weg sein kann – in Anbetracht der niedrigen Zinsen auf Festgeld lohnt sich das Risiko jedoch. Mit den richtigen Werten können zudem auch Crashs überstanden werden und die Rendite ist höher ist als bei Festgeldanlagen.

24. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.