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Warum die Kupfer-Eigenschaften für Anleger wichtig sind

Wer als Anleger auf den Kupferpreis achtet, kann daraus ableiten, wie gut die Weltwirtschaft läuft. Wenn der Kupferpreis beispielsweise fällt, ist das ein Anzeichen für eine sinkende Abnahme und damit weniger Produktion. Es wird also weniger Kupfer gekauft und verbraucht. Kupfer wird deshalb auch als eine Art Frühindikator für die Weltkonjunktur gesehen.

Investoren können davon abhängig erahnen, wie die Aktienmärkte in der nächsten Zeit reagieren werden – insbesondere natürlich Sektoren, in denen viel Kupfer verbraucht ist. Warum aber sind die Kupfer-Eigenschaften bei der Industrie so heiß begehrt?

Vorteile von Kupfer

Vor allem wegen seiner guten Leitfähigkeit wird Kupfer häufig verwendet. Dabei geht es sowohl um Wärme als auch um Strom. Wegen der sehr hohen elektrischen Leitfähigkeit wird Kupfer vor allem in der Elektroindustrie verwendet. Lediglich Silber leitet die Elektronen noch besser – das allerdings zu einem deutlich höheren Preis. Silber findet man als Leiter aus diesem Grund in Mobiltelefonen und Autos.

Wenn es sich um kein High-Tech-Gerät handelt, reicht es oft, Kupfer zu verwenden. Das ermöglicht niedrige Produktionskosten. Außerdem ist Kupfer sehr sicher in der Verarbeitung und für den Menschen in der Regel ungefährlich – schließlich werden daraus ja auch Kochtöpfe hergestellt. Auch beim Destillieren wird Kupfer gerne verwendet, weil es unangenehme Düfte bindet.

Dazu kommen noch die medizinisch genutzten Eigenschaften des Kupfers: Es ist permanent antibakteriell und verhindert, dass Pilze und Fäulnisbakterien sich einnisten. Das ist auch der Grund dafür, warum die meisten Wasserleitungen aus Kupfer bestehen. Die Immobilienbranche benötigt deshalb relativ viel Kupfer.

Diese Fakten, gepaart mit einer immens hohen Lebensdauer und Beständigkeit, machen Kupfer zum idealen Werkstoff in der Industrie. Weil es so universell angewendet werden kann, hat es seine Berechtigung als Wirtschaftsindikator. Wird viel Kupfer verbraucht, geht es den meisten verarbeitenden Industrien sehr gut. Anleger sollten deshalb regelmäßig auf den Kupferpreis schauen.


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Erste Anzeichen von weniger Abnahme und fallende Kurse können ein Signal dafür sein, dass die Börsen in absehbarer Zeit nach unten drehen oder stagnieren.

Kupfer und der Mensch

In der Menschheitsgeschichte war Kupfer wahrscheinlich das erste Metall, das Menschen verarbeitet haben. Das Ganze geschah vor rund 7.000 Jahren. Bis heute findet Kupfer mannigfaltige Verwendung. Es hat einen ähnlichen Schmelzpunkt wie Gold, nämlich 1.083 °C.

Das bedeutet auch, dass viel Energie aufgewendet werden muss, um Kupfer zu verarbeiten – ein weiterer Grund, weshalb Kupfer als Industrie-Indikator angesehen wird. Wird viel Kupfer verarbeitet, hat man auch einen hohen Energieverbrauch, was wiederum profitabel für die Energie- und Rohstofflieferanten ist.

Doch nicht nur die Industrie benutzt Kupfer. Es ist inzwischen durch die steigende Produktion in den vergangenen Jahren zu einem Alltagsstoff geworden. So findet sich Kupfer inzwischen auch in der Nahrung, im Trinkwasser und in der Luft. All das wegen der allumfassenden industriellen Verarbeitung.

Doch Kupfer ist per se nicht schädlich für den Menschen. Es wird vom Körper aufgenommen und zählt zu den Spurenelementen. Wie so oft macht die Dosis das Gift. Durch die weiter steigende Produktion sind besonders Abwässer und Böden belastet. Die Landwirtschaft trägt mit Phosphatdünger ihren Teil dazu bei. So landet das Metall letztlich auch wieder auf dem Teller.

Wirtschaftsdaten Kupfer

Chile hat weltweit die Kupferproduktion in festen Händen: Rund ein Drittel der jährlich geförderten ca. 20 Mio. Tonnen kommt aus Südamerika. Dahinter folgen Peru und China mit jeweils ca. 8% Anteil an der Jahresproduktion. Deutschland importiert pro Jahr etwa 2,5 Mio. Tonnen Kupfer. Zu den Großabnehmern zählen vor allem die Elektro- und Bauindustrie sowie der Maschinenbau und das Münzwesen.

In puncto Zukunftstechnologien nutzt Deutschland die Kupfer-Eigenschaften bei der elektronischen Mobilität und in Windkraftanlagen. Elektroautos werden den Kupferbedarf sicherlich nicht senken – ein Pluspunkt für die erneuerbaren Energien. Schließlich wird das Vorkommen allein in den 10 größten Erzminen auf über 200 Mio. Tonnen geschätzt. Von bevorstehender Knappheit keine Spur.

Zu den größten deutschen Produzenten und Verarbeitern zählen Aurubis AG, KME Germany AG, Wieland-Werke AG sowie Mansfelder Kupfer und Messing GmbH.

Kupfer-Eigenschaften

Für Anleger ist aus den genannten Gründen Kupfer ein wichtiges Metall. Es ist gewissermaßen der Motor der Weltwirtschaft – ohne Kupfer fährt er langsamer oder kommt sogar zum Stehen. Der aktuelle Niedrigzins verleitet jedoch dazu, andere Kapitalströme in Aktien fließen zu lassen. Deshalb ist im momentanen Börsenumfeld Kupfer als Indikator nur mittelmäßig brauchbar.

Im folgenden Chart wird deutlich, wie der Kupferpreis mit DAX und S&P500 scheinbar parallel läuft.

Kupferpreis im Vergleich zu DAX und S%P500

(Quelle:Guidants.com)

Seit Mitte 2012, als die Niedrigzinspolitik begonnen hat, laufen die Kurse auseinander. Sollten die Kupferpreise dennoch wieder steigen, so können Anleger dies als gutes Zeichen für die Weltkonjunktur sehen. Steigende Kupferpreise und niedrige Zinsen können für noch höhere Kurse am Aktienmarkt sorgen. Dann wird es Zeit, neue Positionen aufzubauen. Diese Kupfer-Eigenschaften kann der Investor für sein Depot ausnutzen.

7. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.