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Warum diese Aktie besonders vom Cloud Computing Trend profitiert

Es war das Jahr 2002, als sich der damalige Adobe-Chef Bruce Chizen zu einem Besuch in China einfand. Dabei erlebte der Adobe-Manager eine frustrierende Situation.

Dank lascher Gesetze in China konnte der Adobe-Chef damals ohne Probleme eine CD-ROM mit dem gesamten Adobe-Softwareangebot (Photoshop etc.) für nur 3 US-$ auf einem Markt in Peking erstehen.

Kein Wunder also, dass Adobe Systems in China und in anderen wichtigen asiatischen Märkten zu Beginn der Jahrtausendwende Verluste einfuhr, kostete allein die Lokalisierung der Software in der jeweiligen Landesprache damals schon 750.000 US-$. Dies schlug auch auf den Adobe-Aktienkurs durch, der zu jener Zeit um die Marke von 10 US-$ herumdümpelte und für wenig Freude bei den Anlegern sorgte.

Adobe Cloud: Die Cloud beseitigt ein großes Problem für Adobe Systems

Kurzum: Raubkopien waren in dieser Zeit das große Problem von Adobe Systems, zumal Adobe-Software wie Photoshop auch auf File-Sharing-Plattformen im Internet wie Bittorrent neben Microsoft Office ganz oben in den illegalen Download-Charts stand.


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Doch dann kam die Cloud und führte einen Umbruch in der Softwareindustrie herbei. Software wird durch Cloud Computing nicht mehr länger in abgepackten Kartons inklusive Softwarelizenz verkauft, sondern für wenig Geld im Monat über das Internet vermietet.

Adobe vollzieht Strategiewechsel – und der Aktienkurs explodiert

Im Mai 2013 traf Adobe Systems die Entscheidung, seine Softwareprodukte nur noch über die Cloud im Rahmen eines Abo-Geschäftsmodells anzubieten – die Adobe Cloud (Adobe Creative Cloud) war geboren.

Für 9,99 bis 19,99 US-$ im Monat können Anwender individuelle Adobe-Software (Photoshop, Illustrator, Premiere Pro, After Effects, Dreamweaver etc.) je nach Bedarf anmieten.

Die Strategie von Adobe war gleich in zweierlei Hinsicht ein großer Erfolg. Zum einen zählt die Creative Cloud heute bereits 7 Mio. Abonnenten. Zum anderen hat die Entscheidung, die Software zu vermieten dazu geführt, dass der Anteil an raubkopierter Adobe-Software in den kaum mehr messbaren Bereich gefallen ist.

Der Grund: Anwender müssen keine hohen Anschaffungskosten in Höhe von mehreren Tausend Dollar stemmen, sondern können für wenig Geld die Software über einen bestimmten Zeitraum anmieten – dank der Adobe Cloud.

Von dieser Strategie profitierten zuletzt auch die Anleger, denn seit Einführung der Creative Cloud im Mai 2013 legte der Adobe-Aktienkurs um rund 190% zu. Und ein Ende des Höhenflugs ist vorerst nicht in Sicht.

Fazit: Adobe dürfte als de facto Industriestandard weiter profitieren

Adobe-Software gilt heute als der de facto Standard in der Werbe-, Druck- und Animationsbranche. Jeder professionelle Grafik-Designer und Freelancer, der heute erfolgreich in dieser Industrie arbeiten will, ist auf Adobe-Software angewiesen.

Um mehr Abonnenten schneller in die Creative Cloud zu lotsen, hat sich Adobe jüngst entschieden, einen weiteren Strategiewechsel vorzunehmen.

Nachdem man jahrelang Adobe-Software 30 Tage lang kostenlos testen konnte, sinkt die kostenlose Testperiode für die Creative Cloud nunmehr auf 7 Tage. Dies dürfte das Wachstum der Adobe Cloud weiter beschleunigen und wohl auch Anleger glücklich machen, denn Analysten haben die Gewinnschätzungen für Adobe Systems für 2016 weiter nach oben korrigiert.

21. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands