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Warum ein Dax-ETF fremde Aktien enthalten kann

Wer möglichst einfach, günstig und effizient von der Wertentwicklung des wichtigsten deutschen Börsenbarometers profitieren will, kauft einen ETF (Exchange Traded Funds) auf den Dax.

Ein solcher Indexfonds ist vor allem für langfristig orientierte Anleger interessant, die wenig Interesse und Zeit für die Auswahl und den ständigen Austausch von Einzelaktien haben. Zugleich wird das Geld möglichst breit gestreut investiert.

Mit ETF einfach den Dax nachvollziehen

Ein einzelner ETF auf den Dax bildet den gesamten deutschen Leitindex ab und vollzieht dessen Performance möglichst eins zu eins nach. Das Investment steigt oder fällt genauso wie die 30 im Dax enthaltenen Aktien. Wollte man stattdessen alle Titel in der gleichen Gewichtung einzeln erwerben, so wäre das nur zu einem sehr hohen Betrag möglich. Allein die Bankspesen würden die Freude am Investment erheblich trüben.


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Dabei schneiden ETFs nicht schlechter ab als aktiv gemanagte Fonds. Zudem: Während letztere jährliche Kosten ab 1,5% des Anlagevolumens verursachen, liegen die eines ETF auf den Dax zwischen 0,08% und 0,16%. Bei einem Investment in Höhe von beispielsweise 100.000 € beschränken sich die Ausgaben also auf höchstens 160 € im Jahr.

Dax-ETF: Rätsel um japanische Aktien

Dafür hat man mit einem ETF alle Dax-Aktien im Paket und muss sich weder um deren Anpassung noch Zusammensetzung kümmern. In einigen Fällen jedoch entpuppt sich die Sache mit den Dax-Aktien als rein rechnerische Theorie. So kann es vorkommen, dass ein Dax-ETF kaum oder gar keine Dax-Titel, dafür aber einige japanische Aktien enthält. Was für anfängliche Verwunderung sorgt, erklärt sich schlicht mit der Art der Indexabbildung.

Die eine Art von ETFs bildet einen Index in der Form ab, dass er tatsächlich mit allen enthaltenen Aktien nachgebaut wird – die physische Replikation. Hier enthält ein Dax-ETF alle Dax-Titel. Nicht so bei der indirekten Methode, der synthetischen Replikation über Swaps.

Swaps sind Tauschgeschäfte zwischen dem ETF-Anbieter und einem Kontrahenten, in der Regel einer Bank – meist die Muttergesellschaft des Anbieters. Die erhält die Wertentwicklung aller Papiere des Fonds und garantiert im Gegenzug die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index.

Swap-ETFs – Wertentwicklung auf Umwegen

Die Bank tut das, indem sie dem Fonds sämtliche Gewinne bzw. Verluste der Indexentwicklung zahlt, Dividenden inklusive. Ob dies mithilfe japanischer, amerikanischer oder deutscher Aktien geschieht, ist letztlich gleich. Hauptsache, der ETF wird dadurch wertmäßig auf dem aktuellen Dax-Stand gehalten. Und damit das garantiert ist, sichert sich die Bank ihrerseits ab, etwa an Terminbörsen oder über Geschäfte mit anderen Banken.

Im Swap-Geschäft kann die Bank als Kontrahent bestimmte eigene Handelsstrategien verfolgen. Anlegern wiederum kann dies egal sein, solange er von der tatsächlichen Wertentwicklung des Dax profitiert. Swaps werden vor allem da eingesetzt, wo der Kauf aller einzelnen Aktien zu aufwändig wäre, etwa beim Index MSCI World, der über 1.660 Einzeltitel enthält.

Aber auch bei einem überschaubaren Index wie dem Dax wird über Swaps versucht, die Wertentwicklung des ETF so nahe wie möglich an der des Dax und die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Der Nachteil derartiger synthetischer ETFs: Sie sind in ihrer Struktur kaum durchschaubar und bergen ein leicht erhöhtes Kontrahentenrisiko. Beides aber passt nicht ganz zum Anspruch der einfachen und sicheren Indexfonds.

Direkte Indexabbildung mit mehr Transparenz

Wer auf Transparenz setzt und dennoch sparen will, findet ein breites Angebot an Dax-ETFs mit physischer Replikation. Erstens geht der Trend seit geraumer Zeit ohnehin wieder zur direkten Indexabbildung. Und zweitens sind im Vergleich zu Swap-ETFs die Kosten durch den scharfen Wettbewerb mittlerweile gesunken.

16. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.