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Warum Indexfonds stark im Kommen sind

Haben Sie sich nicht auch schon mal darüber geärgert, wenn Sie – in der Hoffnung auf besonders gute Anlagechancen in einer bestimmten Region – stark auf einen entsprechenden Länderfonds gesetzt haben, aber später feststellen mussten, dass dessen Entwicklung weit hinter seinen am jeweiligen Marktindex gemessenen Möglichkeiten zurückblieb?

Wenn Sie die Entwicklung von Investmentfonds genauer untersuchen, werden Sie feststellen, dass ein solcher Fall eher die Regel als die Ausnahme ist.

Denn nur einem geringen Teil solcher Fonds gelingt es, wenigstens so gut abzuschneiden wie der maßgebliche Index.

Und falls ein Fonds diesen in dem einen Jahr tatsächlich geschlagen hat, bleibt er im folgenden Jahr womöglich bereits wieder weit hinter seiner „Benchmark“ zurück.


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Immer mehr Anleger kommen auf die Idee, statt nach den mit viel Akribie ausgewählten möglichen Outperformerfonds einfach auf Fonds zu setzen, die gar nicht erst versuchen, besser als der Index abzuschneiden.

Das Ziel solcher indexorientierten oder reinen Indexfonds besteht dann darin, durch eine entsprechend der jeweiligen Indexzusammensetzung vorgenommene Aktienauswahl und -gewichtung die Indexentwicklung möglichst punktgenau nachzuvollziehen.

Und da solche passiv gemanagten Fonds für die Kapitalanlagegesellschaft sehr viel einfacher zu verwalten sind, ergibt sich aus den daraus folgenden meistens geringeren Ausgabeaufschlägen und jährlichen Verwaltungsgebühren ein weiterer Kaufgrund für viele Anleger.

Zwar haben Sie mit einem solchen Fonds keine Chance, dass sich Ihre Anlage besser als der Index entwickelt, umgekehrt entgehen Sie aber auch dem Risiko, hinter dessen Entwicklung womöglich sogar stark zurückzubleiben.

Checkliste: Wie Sie Indexfonds am besten einsetzen können

  • Wenn Sie sich bei Ihrem Engagement an der Aktienbörse mit der Performance zufriedengeben können, die Ihnen der breite Markt mittel- und langfristig bietet, können Sie einen großen Teil des Ihnen für Aktien zur Verfügung stehenden Kapitals statt in Einzelwerten oder Aktienfonds auch in Indexfonds investieren.
  • Je weniger Sie sich über die Chancen und Risiken einzelner Aktien oder Branchen eines regionalen Marktes ein Bild machen können, desto vorteilhafter ist es für Sie, diesen Markt durch einen entsprechenden Indexfonds abzudecken, wenn Sie ihn mittelfristig insgesamt für aussichtsreich halten.
  • Entscheiden Sie sich für eine Zusammenstellung und Gewichtung, die Ihrer Einschätzung der mittel- und langfristigen Aussichten an den jeweiligen Börsen am ehesten entspricht, und passen Sie diesen Aufbau von Zeit zu Zeit den sich verändernden Erwartungen an.
  • Bei einem ausschließlich oder weitgehend auf Indexfonds beruhenden Engagement sollten Sie wenigstens 50% Ihres Anlagekapitals als Basisinvestment auf solche Indexfonds legen, die am DAX und dem Euro STOXX orientiert sind. Den Rest können Sie zur Hälfte in Fonds auf den amerikanischen S&P-500- und den Nikkei-Index anlegen.

16. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.