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Warum Privatanleger Rohstoffe zu jeder Zeit im Blick haben sollten

Zu allererst gilt es festzustellen, warum die Anlageklasse Rohstoffe spannend und wichtig ist. Oftmals wird behauptet, ein Anteil Rohstoffe sei eine gesunde Beimischung in jedem risikooptimierten Portfolio. Doch wie genau verhält sich der Wert von Rohstoffen in Krisenzeiten oder in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs?

Die Preisveränderung von Rohstoffen

Rohstoffe unterliegen ebenfalls einem schwankenden Wert, genau wie Aktien. Allerdings unterliegen Rohstoffe einer anderen Art der Nachfrage. Hier geht es um den tatsächlichen Verbrauch oder Gebrauch des Gegenstandes. Gold oder Silber wird als Schmuck oder in der Industrie, in der Medizintechnik etc. verwendet. Öl dient nicht nur als Schmiermittel sondern ist unentbehrlich für die Kunststoffherstellung und in der Kosmetikbranche.

Falls in diesen Branchen die Nachfrage sehr stark steigt, kann auch mit einem Preisanstieg gerechnet werden. Geht es den jeweiligen Branchen eher schlecht und es wird weniger investiert, sinkt die Nachfrage und der Preis fällt. Natürlich sind auch Spekulationen auf Preisentwicklungen eine Ursache für Kursveränderungen.

Eine enorme Preisveränderung erfährt z. B. Gold in Krisenzeiten. Seit jeher gilt es als wertbeständige Anlage und ist physisch zu erwerben und zu lagern. Während politischer Unruhen, wirtschaftlicher Abschwungphasen oder einer drohenden Inflation dient Gold als sichere Anlage. Zwar bietet es keinerlei Verzinsung oder Dividende, aber alleine der Werterhalt reicht vielen Menschen schon aus. Papiergeld ist schließlich immer der Gefahr einer Abwertung ausgesetzt.

Welche Art von Rohstoffen gibt es?

Unter der Anlageklasse der Rohstoffe lassen sich in unterschiedliche Kategorien zusammenfassen. Gold, Silber, Platin usw. fallen unter die Edelmetalle. Kupfer, Zink, Aluminium unter die Industriemetalle. Hinter dem Begriff der Energieträger verstecken Öl, Gas, Diesel und Benzin. Zu den Agrarrohstoffen oder auch „Soft Commodities“ zählen Weizen, Baumwolle, Zucker, Kaffee, Mais und Orangensaft.


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Die stetig wachsende Bevölkerung der Erde trägt hier zu einer großen Nachfrage bei. In China und Indien entsteht eine Mittelklasse, deren Reichtum auch die Nachfrage nach Benzin für Autos, Kaffee für den Genuss oder Gold für Schmuck stark steigen lässt. Da die Rohstoffe begrenzt sind, bestimmen diese Nationen in der Zukunft die Entwicklung an den Rohstoffmärkten.

Wie können Anleger investieren?

In jeden einzelnen Rohstoff kann ein Privatanleger investieren. Sei es physisch wie in Münzen aus Silber oder Barren aus Gold, in Form von Zertifikaten oder auch in Rohstoff-Fonds sowie Rohstoff-ETFs. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten in Rohstoffe zu investieren.

Hierbei sollte auf das eigene Risikoprofil und auf das Ziel mit einem solchen Investment geachtet werden. Sei es z.B. zur Absicherung gegen wirtschaftliche Krisenzeiten oder eine kurzfristige Spekulation auf witterungsbedingte Ernteergebnisse.

Rohstoffe bieten allerdings keine regelmäßigen Dividenden oder Zinszahlungen. Stattdessen bietet sich z.B. Gold an um gegen den Anstieg des Preisniveaus (Inflation) abgesichert zu sein. Die Nachfrage nach dem wertbeständigen Edelmetall steigt nämlich dann an, wenn eine steigende Inflationsrate gemessen wird. Auch in Niedrigzinsphasen kehren Anleger oft zu Gold zurück, und ziehen Wertbeständigkeit einer eher kleinen Rendite vor.

Der moralische Aspekt bei einer Investition in die Anlageklasse Rohstoffe

Jede Kategorie hat für sich genommen sehr spannende Werte. Gold ist der wohl verbreitetste Rohstoff, den auch Privatanleger in Form von Münzen, Barren, Zertifikaten oder ETFs im Portfolio halten. Dennoch sollte man sich über die Tragweite eines Rohstoffinvestments im Klaren sein.

Als einzelner Privatanleger sind die Auswirkungen auf die Preise als marginal einzustufen. Handeln jedoch eine Vielzahl von Personen sowie Institute einen bestimmten Rohstoff, wie z.B. Mais, kann es für andere Volkswirtschaften zu massiven Problemen führen. So geschehen in den letzten Jahren, als u. a. die Deutsche Bank noch sehr aktiv bei Lebensmittelspekulationen mitgemischt hat.

Bei einer Spekulation auf steigende Preise kaufen der Markt, und so auch die Finanzinstitute, große Mengen an Maiskontrakten, was natürlich zu einer weiteren Preissteigerung führt. In Ländern, in denen Mais oder Soja als Grundnahrungsmittel oder als Ernährungsquelle für die Viehzucht gilt, sind Preisveränderungen mit katastrophalen Folgen verbunden. Daher kritisiert die Organisation Foodwatch sehr aktiv den Handel mit Lebensmitteln.

Die Anlageklasse Rohstoffe ist für Anleger durchaus empfehlenswert

Auch wenn es moralische Bedenken bei Investitionen in Rohstoffen gibt, so kann man diese größtenteils umgehen, in dem einfach nicht auf Lebensmittel spekuliert wird. Stattdessen sollten Rohstoffe in jedem Portfolio eines Privatanlegers zu finden sein. Hierbei geht es gar nicht mal um überproportionale Wertzuwächse sondern vielmehr um den Werterhalt des eigenen Kapitals in Krisenzeiten.

Gold oder Silber als Sicherheit im Depot zu lagern kann nicht verkehrt sein. Wer mit Rohstoffen spekulieren will, kann sich an der mittelfristigen Ölpreisentwicklung versuchen und vielleicht dadurch seine durchschnittliche Portfoliorendite verbessern. Allerdings dürfen die Risiken auch hier nie unterschätzt werden.

4. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.