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Warum risikoreichere Investments das Depot sicherer machen

Wohl jeder, der sein Geld gewinnbringend anlegen will, stößt schon früh auf die Warnung, das Risiko möglichst zu streuen. „Nicht alle Eier in einen Korb legen“ – dieser Appell mag den einen zu extremer Vorsicht verleiten, weshalb er fast nur risikoarme Aktien kauft, während ein anderer lieber doch auf Titel mit möglichst hohen Renditen setzt.

Portfolio-Theorie und Korrelation – die richtige Verteilung macht´s

Was vielen anfangs nicht bewusst ist, Risikostreuung bringt tatsächlich mehr. Man muss sie nur richtig anwenden. Der Ansatz steckt in der von Profianlegern respektierten Portfolio-Theorie: Korrelation ist das A und O für hohe Renditen bei möglichst geringem Risiko. Korrelation bezeichnet den Gleichlauf bei Wertschwankungen verschiedener Wertpapiere und Anlageklassen. Dabei sind die Schwankungen das Risiko, weil die Wertentwicklung von der Erwartung abweichen kann.

Das klassische simple Beispiel: Risikoreichere Aktien bringen mehr, risikoärmere Anleihen dagegen weniger. Genauso gibt es Aktien mit mehr oder weniger Risiko und Renditeaussichten. Der nahe liegende Gedanke einfach, alles gleichmäßig zu verteilen, damit sich die Risiken aufheben, wäre jedoch zu kurz gegriffen.


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Bei der Portfolio-Theorie dient Korrelation dazu, ein optimales Verhältnis von Chancen und Risiken herzustellen. Mit der Portfolio-Theorie hat der amerikanische Nobelpreisträger Harry M. Markowitz die Grundausrichtung für die Anlagestrategie aller Vermögensverwalter und Fondsmanager geschaffen.

Weder Gleichlauf noch Gegenlauf

In seiner Portfolio-Theorie spielt die Korrelation bei der optimalen Gewichtung verschiedener Investments eine entscheidende Rolle. Grundlage ist die Erkenntnis, dass es etwa wenig Sinn macht, sein Geld gleichmäßig auf Aktien und den Rohstoff Öl zu verteilen, weil sich beide Klassen meist im Gleichschritt entwickeln – sie korrelieren und das Risiko ist gleich hoch.

Völlig gegenläufig sind dagegen Aktien und Anleihen. Aber, bei einer gleichmäßigen Verteilung drücken zwar die sicheren Anleihen das Aktienrisiko, doch im selben Ausmaß zugleich deren höhere Renditen. Im Ergebnis wäre wenig gewonnen.

Die Portfolio-Theorie empfiehlt daher Investments, die sich weder gleichmäßig noch komplett entgegengesetzt entwickeln, also gar nicht korrelieren. Im ersten Fall beträgt die Korrelation +1, im zweiten Fall -1.  Beides ist nicht effizient. Die Investments sollten einfach möglichst unabhängig sein, mit einer Korrelation von 0. Was das bedeutet, zeigt sich beispielsweise schon in der Zusammenstellung verschiedener Branchen innerhalb der Anlageklassen Aktien.

Optimales Rendite-Risikoverhältnis

Angenommen, man kann sowohl in eine konservative Chemie-, als auch in eine risiko- und chancenreichere Technologie-Aktie investieren. Deren Korrelation ist gering, weil Technologiewerte auf ganz andere Einflüsse reagieren, als Titel der Chemiebranche. Stellt man nun sein Depot etwa zu 70% aus Chemie- und 30% aus Technologie-Aktien zusammen, wird zum einen das Chancenpotenzial erhöht und zum anderen das Gesamtrisiko reduziert.

Das Risiko ist durch die unabhängige Entwicklung sogar deutlich geringer als beim 100%-Investment in die Chemie-Aktie. Eine derart falsch verstandene Übervorsicht würde sich weder beim Risiko noch der Rendite auszahlen. Im Gegenteil: Durch die risikoreichere Aktie bekommt das Depot ein optimales Risiko-Chancen-Profil. In keiner anderen Struktur wäre die Rendite bei gleichem Risiko höher.

Dieser Grundgedanke von Portfolio-Theorie und Korrelation gilt für die Zusammenstellung, also die Asset-Allokation, aller Wertpapiere und Anlageklassen im Depot. Für eine zusätzliche Risikostreuung sorgen Indexfonds, ETFs, die ganze Indizes abbilden.

Allerdings ist es nicht immer ganz so einfach, Aktien, Anleihen, Rohstoffe sowie Branchen, Länder und Regionen auf ihre Chancen- und Risikopotenziale zu bewerten. So können Rohstoffe wie Öl durchaus anders laufen als Aktien und Anleihen sich weniger sicher entwickeln als üblich. In dem Fall sollte der Schwerpunkt eher auf dem Aktienmarkt liegen, vor allem, wenn er ein insgesamt besseres Chance-Risiko-Verhältnis bietet.

25. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.