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Warum scheuen sich deutsche Anleger vor Investments am Aktienmarkt?

Deutsche Investoren gelten als wenig risikobereit, wenn es um die Anlagemöglichkeiten am Aktienmarkt geht. Das ist in Großbritannien und erst recht in den USA anders. Die Hintergründe sind so zahlreich wie unterschiedlich.

Zum Vergleich: Während sich die Marktkapitalisierung des größten US-amerikanischen Indices, dem Dow Jones Index, auf 5,99 Billionen € beläuft, beträgt diese für den DAX nur rund 840 Mrd. €.

Allerdings gibt es eine Reihe von Umständen und auch besondere Ereignisse an den Börsen, die sich als Auslöser der Zurückhaltung der deutschen Anleger am Finanzmarkt darstellen.

Vieles von dem, was als Ursache für die deutsche Angst vor der Börse gelten kann, liegt in der Vergangenheit. Zum Teil sogar sehr viele Jahrzehnte zurück.


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Kontinuität der deutsche Börsengeschichte relativ kurz

Deutsche Investoren hatten es im 20. Jahrhundert nicht leicht. 2 Währungsreformen, 1923 und 1948, sorgten jedes Mal dafür, dass das Vertrauen der heimischen Anleger in die Finanzmärkte nachhaltig gestört wurde.

Nach den beiden verlorenen Weltkriegen war das Ersparte, das oft in so genannten Kriegsanleihen angelegt war, einfach nicht mehr vorhanden. Aktien wurden auf einen Schlag wertlos, weil die Unternehmen in die Insolvenz gingen und erst durch neue Geldgeber wieder aufgebaut werden konnten.

Der größte und bekannteste Aktienindex Deutschlands, der DAX, existiert in dieser Form erst seit dem 01.07.1988. Und das ist bestimmt keine lange Tradition.

Kein hoher Bedarf für Investments an der Börse

Anders als etwa in Nordamerika gab es in Deutschland bis in die 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts keinen erhöhten Bedarf an Geldanlagen zum wichtigen Zweck der Altersversorgung. Die gesetzliche Rentenversicherung gewährleistete hierzulande den meisten Menschen ein gutes Auskommen im Ruhestand.

In den USA, wo keine entsprechende Altersabsicherung zur Verfügung stand, müssen sich die Beschäftigten seit eh und je um ihre Belange selbst kümmern. Daher erfreuen sich beispielsweise Sparpläne auf Aktienfonds in den Vereinigten Staaten großer Beliebtheit.

Natürlich ist auch der Kenntnisstand der US-Bevölkerung über Aktien und Fonds wesentlich höher als in Deutschland. Und deswegen können dortige Investoren die Chancen und Risiken derartiger Anlagemöglichkeiten oft besser beurteilen.

Teure Missverständnisse wie die Telekom-Aktie

Nicht zuletzt haben teure Missverständnisse wie beim Börsengang der Deutschen Telekom heimische Anleger verschreckt. Das Ende der 90er als „Volks-Aktie“ beworbene Papier hat bedauerlicherweise nicht alle Erwartungen erfüllt. Klar, wer hier negative Erfahrungen gemacht hat, wird sich nicht so schnell erneut an der Börse engagieren.

Ob man in Deutschland von einer weit verbreiteten Angst vor der Börse sprechen kann, stimmt wohl nur zum Teil. Gleichwohl gibt es Befürchtungen oder Ressentiments gegenüber Aktieninvestments.

Dennoch sollten sich besonders Privatanleger vor Augen führen, dass es wegen der sich verschlechternden Situation der Altersvorsorge in Deutschland kaum Alternativen zur eigenständigen Initiative – sprich zu Investments an der Börse – gibt.

2. April 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.