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Warum Warren Buffett Hillary Clinton unterstützt

Warren Buffett ist nicht nur eine Investmentlegende, der Chef der Holding Berkshire Hathaway engagiert sich auch politisch. Und dies nicht ohne Grund: Buffett gehört zu den größten Kritikern von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump.

Anders als Buffett, der in Sachen Investments auf die Börse setzt, hat Trump sein Vermögen vor allem mit Immobilien gemacht. Doch dies ist nicht der Grund, warum Warren Buffett im US-Wahlkampf für Hillary Clinton ist.

Buffett zweifelt vor allem an der Geschäftstüchtigkeit von Trump. Jeder Affe hätte an der Börse besser abgeschnitten als Donald Trump mit seiner börsennotierten Trump Organization (Hotels und Casinos), die im Jahr 1995 an die Börse ging, so das Fazit des Großinvestors.

Der Grund: Hätten Affen im Jahr 1995 einen Pfeil auf eine Scheibe mit Aktientitel geworfen, hätten diese bis heute im Schnitt 150% erzielt, während Trumps Unternehmen jahrelang nur Verluste schrieb.

Wie Donald Trump Atlantic City ruinierte

Als Beispiel verweist Buffett auf den Niedergang von Atlantic City, die einst so glanzvolle Casino-Stadt an der Ostküste der USA, die inzwischen insolvent ist.

Trump war zu Beginn der 1980er Jahre als Immobilien-Investor in Atlantic City eingestiegen und hatte sich zunächst am Holiday Inn und am Hilton beteiligt. Das Prestige-Projekt war jedoch das Taj Mahal, ein gigantisches Casino mit einer Fläche von 70.000 Quadratmetern, das Atlantic City zu besonderem Glanz verhelfen sollte.

Um das Prestige-Casino zu finanzieren, nahm Trump hohe Schulden in Kauf. Diese zogen 95 Mio. US-$ an Zinszahlungen pro Jahr nach sich, die am Ende nicht mehr zu finanzieren waren – Trump meldete Bankrott an. Anleger, die mit Trump in dessen Hotelsparte investierten, verloren bis zu 90% ihres Kapitals.

Daneben kritisiert Buffett auch das Geschäftsgebaren von Trump, seine Steuererklärung nicht zu veröffentlichen. Neben Misswirtschaft verdächtigt die Investmentlegende den Immobilienmogul des Steuerbetrugs.

Warum Warren Buffett wirklich Hillary Clinton unterstützt

Doch das Geschäftsgebaren von Trump dürfte nur einer von vielen Gründen sein, warum Warren Buffett auf der Seite von Hillary Clinton steht. In erster Linie dürften wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen, denn Hillary Clinton hat nach Meinung vieler Ökonomen einfach das bessere Wirtschaftsprogramm.

Glaubt man ersten Analysen (PDF) der Rating-Agentur Moody´s, wird die Wirtschaftspolitik Clintons positive Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben. Werden alle Gesetzesvorschläge von Clinton zum Gesetz, dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA am Ende von Clintons Amtszeit um 1,7% höher sein als aktuell. Zudem rechnet Moody`s mit 3,2 Mio. zusätzlichen Jobs.

Buffett und Clinton ziehen beim Thema Steuern am gleichen Strang

Buffett gefällt aber nicht nur die Wirtschaftspolitik der ehemaligen US-Außenministerin, auch aus einem anderen Grund ist Warren Buffett für Hillary Clinton. Beide wollen die Steuern für Superreiche in den USA erhöhen.

Dabei verwies Buffett auf Statistiken, denen zufolge sich die Einkommen der reichsten Amerikaner in den letzten beiden Jahrzehnten versiebenfacht haben, während die Steuerrate dieser Personen gleichzeitig um ein Drittel gefallen ist.

Aus diesem Grund hat bereits Noch-Präsident Barack Obama die sogenannte „Buffett Rule“ zum Teil seines Programms zur Bekämpfung der Ungleichheit gemacht. Die Buffett-Regel sieht vor, dass Millionäre mindestens 30% Einkommenssteuer zahlen – Clinton will noch weiter gehen und die Steuern für Superreiche weiter erhöhen.

Fazit: Buffett will Trump als Präsident unbedingt verhindern

Kurzum: Warren Buffett will Donald Trump unbedingt als US-Präsident verhindern und scheut keine Mühen, die Gegenkandidaten Hillary Clinton öffentlich zu unterstützen.

Am Wahltag will Buffett mindestens 10 US-Bürger zur Wahl chauffieren, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht zur Wahl gehen würden. Hierfür hat Buffett sogar einen Bus mit 32 Plätzen angemietet. Warren Buffett interessiert sich also nicht nur für Geld, dem Investmentprofi liegt auch die politische Zukunft der USA am Herzen.

30. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands