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Was Anleger über Optionsscheine wissen sollten

Nein, amerikanische Optionsscheine kommen nicht aus den USA und europäische nicht aus London, Paris oder Berlin.

Mit diesen Bezeichnungen werden vielmehr bestimmte Typen von Optionsscheinen gekennzeichnet. Anleger, die lukrative Geschäfte mit dieser Kategorie von Wertpapieren tätigen möchten, sollten die Unterschiede kennen.

Zunächst einmal: Optionsscheine sind eine besondere, sehr komplexe Art der Geldanlage. Mit einem solchen Wertpapier wird dem Besitzer gegenüber einem Emittenten (Herausgeber) ein besonderes Recht eingeräumt.

Dieses Rechts gilt normalerweise im Hinblick auf ein Objekt (Basiswert), das an der Börse oder aber ganz allgemein in jedem anderen Markt, einer Preisbildung unterliegt. Beispielsweise können dies Rohstoffe oder Aktien sein.


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Wie laufen Geschäfte mit Optionsscheinen ab?

In der Regel verbrieft das Recht eines Optionsscheins, dass der Besitzer eine bestimmte Menge des Basiswerts an einem festgesetzten Tag oder im Laufe einer bestimmten Spanne zu einem festen Preis handeln darf. In den Konditionen des Optionsscheins sind genaueren Modalitäten festgelegt.

Ein Beispiel: Ein Schein verbrieft das Recht, eine Siemens-Aktie zum Kurs von 100 € in sechs Monaten zu kaufen. Wenn in einem halben Jahr der tatsächliche Kurs von Siemens bei 150 € liegt, muss der Emittent das Wertpapier auch für 100 € verkaufen. Ein auf steigende Kurse spekulierendes Geschäft mit einem Optionsschein wird als Call, ein auf fallende als Put bezeichnet.

Amerikanisch oder Europäisch – eine Frage der Ausübung des Bezugsrechts

Die Unterschiede zwischen einem amerikanischen und einem europäischen Optionsschein liegen in der Ausübung des Bezugsrechts. Bei dem häufigsten Fall – nach amerikanischer Ausübung – ist der Besitzer des Optionsscheins jederzeit dazu berechtigt, seine Option auszuüben.

Dies bedeutet: Wenn er der Meinung ist, dass der Kurs während der verbleibenden Laufzeit nicht weiter steigt, kann er seine Option unmittelbar ausüben. In diesem Fall erhält er in aller Regel die Differenz ausgezahlt. Daraufhin erlischt die Option.

Das Pendant zur amerikanischen Ausübung eines Bezugsrechts ist die europäische Ausübung. Bei Optionsscheinen nach europäischer Ausübung kann das Bezugsrecht lediglich am Verfallstag ausgeübt werden. Die europäische Variante des Optionsscheins ist nicht so stark verbreitet wie die amerikanische.

In den Bedingungen eines Optionsscheins kann zusätzlich zum Verfallstag auch eine Frist angegeben sein. Diese Frist bezeichnet die Zeitspanne zwischen der Ausübung der Option und der Übertragung der Aktien oder der Zahlung des Differenzbetrages vergehen darf.

Welche Variante der Optionsscheine ist vorteilhaft?

Anleger, die Einsteiger auf dem Gebiet der Optionsscheine sind, sollten zur amerikanischen Variante der Ausübung des Bezugsrechts greifen. Investoren können hierbei für sich selbst ein Kursziel festlegen, an dem sie die Option ausüben möchte.

Wenn das Ziel während der Laufzeit erreicht wird und Anleger die Option ausüben, besteht nicht mehr das Risiko, dass sich der Kurs in eine unerwünschte Richtung bewegt. Und natürlich auch nicht, dass Anleger deswegen Verluste hinnehmen müssen.

Dennoch: Optionsscheine sind wenn überhaupt nur für erfahrene Anleger geeignet, da bei dieser Art von Wertpapieren zwar hohe Gewinne erzielt aber auch große Risiken in Kauf genommen werden müssen. Wegen der erhöhten Risiken eignen sich Optionsscheine lediglich als Beimischung von höchstens 10 % im Depot und sind für Privatanleger in aller Regel gar nicht empfehlenswert.

5. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.